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Aktuelles Interview mit Günther Knoblauch zur Bilanz des Heimatfilms-Festivals in der Region

Heimatfilm-Festival hat sich einen Namen gemacht

Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch konnte beim Festival Schauspielerin Johanna Bittenbinder, Kameramann Stefan Biebl und Kurator Joachim Kurz (von links) begrüßen.
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Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch konnte beim Festival Schauspielerin Johanna Bittenbinder, Kameramann Stefan Biebl und Kurator Joachim Kurz (von links) begrüßen.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Mühldorf - Sechs Gemeinden, Initiativen und Sponsoren der Region, Künstler und der Tourismusverband Inn Salzach haben mit dem Verein „Internationales Festival des Neuen Heimatfilms e. V.“ das Biennale Bavaria auf die Beine gestellt. Organisator Günther Knoblauch zieht ein überaus positives Resümee.

Welche Bilanz ziehen Sie?

Günther Knoblauch: Mit seinen qualitätvollen 42 Filme, 31 Kulturveranstaltungen und sechs Diskussionen, hat die „Biennale Bavaria International“ regional als auch überregional große Aufmerksamkeit erzeugt. Die Eröffnungsgala mit Marcus Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Regisseur H. Rosenmüller, Gisela Schneeberger, Dimitri Abold u. a. im Hollywood am Inn in Mühldorf als auch die Preisverleihung in Altötting in Anwesenheit von Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn, mit den BR-Moderatoren Ulla Müller und Fritz Egner standen auf sehr hohen Hohen Niveau. Dies wurde uns aus allen Bereichen incl. der Filmwirtschaft und von Festival Achern bestätigt. Immer wieder erhielten wir die Rückmeldung, daß endlich ein Festival außerhalb einer Metropole und in einer Region mit dieser Qualität verwirklicht wurde. Eine ähnliche Bilanz hat auch die Vorstandschaft unseres Vereins gezogen.

Wie würden Sie die Stimmung bei den Teilnehmern beschreiben. Hat es Diskussionen über die Urteile in den einzelnen Kategorien gegeben?

Knoblauch: Mit rund 5 000 Besuchern der Filme, Kulturveranstaltungen und der Diskussionen zum Start eines Festivals können wir zufrieden sein. Gleichwohl ist dies noch ausbaufähig. Natürlich hat es unterschiedliche Schwerpunkte gegeben. Es war Neuland für die Region. So waren z. B. auch die Besucherzahlen pro Ort unterschiedlich. Wichtig war die interkommunale Zusammenarbeit, die dieses Festival nur ermöglicht hat und beispielgebend ist. Aus der Filmbranche hieß es: „Mit diesem ersten Auftritt als Festival ist ein großer Wurf gelungen. Die Idee eines Festivals in der Inn-Salzach-Region hat gezündet.“

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Die Preisträger des Internationalen Heimatfilmpreises „Saphira“ sind in der Kategorie Spielfilm „Borga“. Dokumentarfilm „Honeyland“, Kinder- und Jugendfilm „Glaszimmer“ und Newcomer/Independent„Bier, der beste Film der je gebraut wurde“. Die Gewinner kommen aus Berlin, Wien, Skopje und Steinhöring sind auch international.

Wie wurden die Diskussionsangebote über das Thema Heimat angenommen und welche konkreten Ergebnisse gab es?

Knoblauch: Trotz Corona kamen zu den sechs Diskussionen rund 300 Besucher und zwei der Diskussionen strahlt auch noch ARD alpha aus. Dies wird voraussichtlich im November geschehen. Es hat sich bewiesen, dass wir mit den Filmen und den Diskussionen eine neue Festivalart entwickeln, die brisante gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen kann. Dies geht aber nicht von Heute auf Morgen. Beeindruckend waren die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler von Mittel- und Realschule sowie FOS/BOS und Gymnasium: „Ich finde es super, dass wir dieses Angebot bekommen haben, da ich in meiner Freizeit solch einen Dokumentarfilm wahrscheinlich nicht anschauen würde!“; „Ich habe einige neue Dinge über meine Heimat gelernt“; „Dadurch weiß man auch viel besser zu schätzen, wie schön es ist, eine Heimat zu haben, wo man sich wohlfühlt.“ waren einige Reaktionen.

Nichts ist perfekt. Das Programm war sehr kompakt. Die Nachmittagsangebote an Werktagen müssen in den Abend verlegt und dafür das Festival verlängert werden. Unser Ziel ist es z. B. auch die Vereine noch mehr einzubinden. Aber das und andere Dinge werden wir in den nächsten Wochen klären.

Wie geht es mit der Biennale Bavaria in Zukunft weiter? Es geht ja auch um konkrete Haushaltsmittel in den Landkreisen und Kommunen.

Knoblauch: Diese Filmfestival hat sich schon jetzt einen Namen gemacht und hat beste Voraussetzungen ein kulturelles Markenzeichen der Region zu werden. Die Zielsetzung des Festivals ist, die Menschen zu animieren, statt egoistisch zu sein, sich mehr in die Gemeinschaft für eine lebendige Heimat einzubringen. So wie diese Zielsetzung, ist auch das Festival nur möglich, wenn es weiter ein Gemeinschaftswerk ist und bleibt. Bundesweit ist man beeindruckt, dass trotz der Entfernungen sechs Kommen aus vier Landkreisen, der Bezirk, der Freistaat, die Wirtschaft und die Medien mit vielen Sponsoren und Kooperationspartnern zusammenarbeiten, um ein Festival für Menschen, die Kultur, die Wirtschaft und den Tourismus zu verwirklichen. Ohne die Mitwirkung und Unterstützung aller geht es nicht..

Durch den zweijährigen Rhythmus (April 2023) ist es auch möglich die notwendigen Unterstützungen auf zwei Haushaltsjahre aufzuteilen. Die Vorbereitungen für das Festival im April 2023 dauern eineinhalb Jahre und haben schon begonnen. Erfreulich ist auch, dass bereits erste Anfragen und Zusagen wegen möglicher Kooperationen von Unterstützern gibt.

Werden Sie selbst bei diesem Format weitermachen?

Knoblauch: Man kann ein solches Projekt nicht anstoßen und dann allein lassen. Wir sind ein Team mit tollen MitarbeiterInnen, in Zusammenarbeit mit den Kultur- und Fremdenverkehrsämtern der Kommunen, dem Tourismusverband usw.. In diesem Team will ich mich weiter einbringen und wie es in einer lebendigen Heimat sein soll, meinen Teil zum Gelingen beitragen.

Interview: Josef Bauer

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