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Die große Verkehrsberuhigung

Nach langenDiskussionen gelingt es der Stadt im Oktober die Zufahrtsprobleme zum neuen Wohngebiet an der Eichkapelle (im Vordergrund) zu lösen. Künftig wird sowohl von Westen (links) und von Osten nördlich der Eichkapelle eine mehrspurige Straße ins neue Wohngebiet führen. Die Neuplanung wurde nötig, weil Nachbarn Grund in dem Gebiet gekauft und zum Teil mehrstöckige Häuser darauf errichtet haben. „Wir wollen auch profitieren“, sagte einer der Neu-Investoren. Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner trauert ihrem ursprünglichen Entwurf nach: „Das sind alles Schwarzbauten“, schimpft sie.
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Nach langenDiskussionen gelingt es der Stadt im Oktober die Zufahrtsprobleme zum neuen Wohngebiet an der Eichkapelle (im Vordergrund) zu lösen. Künftig wird sowohl von Westen (links) und von Osten nördlich der Eichkapelle eine mehrspurige Straße ins neue Wohngebiet führen. Die Neuplanung wurde nötig, weil Nachbarn Grund in dem Gebiet gekauft und zum Teil mehrstöckige Häuser darauf errichtet haben. „Wir wollen auch profitieren“, sagte einer der Neu-Investoren. Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner trauert ihrem ursprünglichen Entwurf nach: „Das sind alles Schwarzbauten“, schimpft sie.

Auch heute weiß der Mühldorfer Anzeiger schon wieder, was das neue Jahr bringt. Und was nicht.

Januar

Das Jahr beginnt wie immer mit einem Knaller: Der erste Zug im neuen Jahr vom Bahnhof Mühldorf fährt pünktlich ab, ist geheizt, bleibt unterwegs nicht liegen, hat saubere Toiletten und kommt auf die Minute genau in München an.

Ansonsten bietet das Thema Verkehr 2019 eher Trauriges.

Februar

Das beginnt schon Tage später: In einer dünnen Pressemitteilung räumt die Südostbayernbahn ein, dass der erste Zug des Jahres doch kein Erfolg war. Eigentlich hätte er nämlich nach Rosenheim fahren sollen. Der Grund für das Versehen: eine falsch gestellte Weiche.

März

Ex-SPD-Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch schaltet verzweifelt Anzeigen: „Anschlussverwendung für Ex-Abgeordnetengesucht. Biete beste Beziehungen zu Wirtschaft, Politik und Heimatfilmfestivalorganisatoren“.

April

Das Verkehrsgutachten liegt vor und bestätigt: In der Innenstadt gibt es mehr als genug Parkplätze. Bürgermeisterin Marianne Zollner jubelt: „Jetzt können wir uns den Bau eines Parkhauses sparen“. Der Rest der Mühldorfer ist enttäuscht.

Vor allem die Mößlinger. Die Sperrung der Brunnhuberstraße nennt das Verkehrsgutachten „zukunftsweisend“ und „eine städteplanerisch herausragende Leistung“.

Mai

Hans Kotter stellt nach der Wetterfrau „Gretl“ auf dem Stadtplatz auch noch viele Wetterkinder auf. Bürgermeisterin Marianne Zollner lässt auf alle Ortstafeln drucken: „Mühldorf – Hochschulstadt, Heimat der Wet termandlfamilie“.

Der Stadtrat genehmigt die zwölfte Freiflächen-Fotovoltaikanlage in Mühldorf. Sie wird bei Starkheim über dem Inn errichtet. Alle freuen sich: Der Grüne Oskar Rau, weil keine Bäume gefällt werden, die Stadtwerke, weil die Innfähre auch bei strömendem Regen drunter her fahren kann.

Juni

UWG und Freie Mühldorfer feiern ein großes Wiedervereinigungsfest auf dem Katharinenplatz. Dabei singen die beiden Vorsitzenden Karin Zieglgänsberger und Markus Saller gemeinsam „Wir werden niemals auseinander gehen.“

Juli

Die Allianz von UWG und Freien Mühldorfern zerfällt, weil sich Markus Saller und Karin Zieglgänsberger nicht einigen können, wer Bürgermeisterkandidat wird. „Dann mach ich‘s, meine Damen und Herren“, sagt Franz Essl, „ich war schon bei der Bahn immer für alles zuständig.“

Nach der Brunnhuberstraße sperrt die Stadt auch die Friedhofstraße für den Verkehr. Bürgermeisterin Zollner verweist auf die vielen Kinder, die über diese Straße ins Gymnasium radeln.

August

Was die Bundes-CDU kann, kann die Kreis-CSU schon lange: Sie veranstaltet ein Kandidatenkarussell für die Nachfolge von Landrat Huber. Beim Mühldorfer Volksfest nehmen Maximilian Heimerl, Alfred Lantenhammer, Ulrich Niederschweiberer und Thomas Einwang auf dem Bierkarussell Platz. Die Spielregel: Nach jedem Satz aus der Bewerbungsrede ein Pils. Die Vorstellungsrunde endet im Desaster, weil der amtierende Landrat Georg Huber jedem Kandidat heimlich einen Schnaps ins Bier kippt. Als es die Bewerber wegen übermäßigen Bierkonsums vom Karussell zentrifugiert, jubelt er: „Jetzt bleibe ich doch Landrat.“

September

„Wenn der Essl weitermacht, mache ich auch weiter“, sagt SPD’ler Hans Liebl. Bürgermeister will er nicht werden, aber Sportreferent.

CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber zieht die Konsequenz aus dem Kandidatenkarussell der CSU und der Androhung seines Namensvetters, weiter zu machen. „Ich werde Landrat“, verkündet er. Die Kreis-CSU jubelt.

Oktober

Bürgermeisterin Marianne Zollner lenkt ein und hebt das Parkplatzproblem auf eine neue Ebene. Weil es laut Verkehrsgutachten in der Innenstadt nicht genügend Abstellplätze für Fahrräder gibt, entsteht am Landratsamt ein Zentralparkplatz für Fahrräder. Von dort transportiert ein Shuttlebus die Radler auf den Stadtplatz. Die Resonanz der Radler ist überwältigend.

November

Überschwemmung an der Luitpoldallee. Lange rätseln die Verantwortlichen der Stadtwerke, woher das Wasser kommt. Dann steht fest: Es handelt sich nicht um einen Wasserrohrbruch, sondern um das Wasser aus dem sanierungsbedürftigen Mühldorfer Hallenbad. Dort ist das Schwimmbecken ausgelaufen. Weil die Temperaturen schon unter null Grad liegen, entsteht an der Luitpoldallee eine wunderbare Eisbahn. Die Folge: Die Stadtwerke verzeichnen massive Einbußen auf der eigenen Eisbahn am Volksfestplatz. Diese Einnahmen fehlen wiederum für die Sanierung des Hallenbads, das kurzerhand geschlossen wird. Der Plan, gemeinsam mit Waldkraiburg ein Hallenbad zu bauen, scheitert an einem Bürgerbegehren in Waldkraiburg, weil sich nur zwei Bürger daran beteiligen. Beide sind dagegen.

Weil sich keine Anschlussverwendung gefunden hat, kandidiert Günther Knoblauch für den Stadtrat.

Dezember

Auch der Stadtplatz bekommt endlich eine neue Weihnachtsbeleuchtung. Aus Kostengründen wird am Nagelschmiedturm und am Altöttinger Turm ein dimmbares Flutlicht montiert, das die Innenstadt in sanftes Weihnachts-Orange taucht.

Die Pläne für die große Mühldorfer Ortsumfahrung sind fertig. Sie soll künftig nicht im Osten verlaufen, sondern nördlich von Mößling und dann über die Brunnhuberstraße zur Nordtangente. Als Zeichen ihres Protests errichten die Mößlinger rotweiße Sperrpfosten mitten auf der Brunnhuberstraße. sa/ti/re

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