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BEI ALLEN FESTEN MUSIZIERT

Große Passion: Josef Hanslmaier aus Schwindkirchen widmet seine Freizeit der Musik

Josef Hanslmaier: Sein ganzes Leben hat er der Musik gewidmet.
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Josef Hanslmaier: Sein ganzes Leben hat er der Musik gewidmet.
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
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Seine Eltern sangen begeistert im Kirchenchor mit und weckten damit das musikalische Interesse von Josef Hanslmaier. Der Realschulleiter ist immer bestrebt, Musik gut zu interpretieren. Als Chorleiter und Chef der Musikkapelle bemüht er sich, sein Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben.

Schwindegg/Schwindkirchen – Als Bub ging er jeden Tag drei Kilometer von Grüngiebing, in der früheren Gemeinde Oberornau, bis Schwindkirchen in die Schule. Das prägte das Zugehörigkeitsgefühl des jungen Josef Hanslmaier zu Schwindkirchen. Seine Eltern sangen dort begeistert im Kirchenchor mit und weckten damit sein musikalisches Interesse.

In seiner Zeit im Studienseminar in Traunstein trat er dem Internatschor bei. Vom Internat aus ging er auf das Chiemgau-Gymnasium, wo er Geige und Kontrabass lernte. Außerdem war er in der Volksmusikgruppe aktiv. Nach Abitur und Zivildienst studierte Josef Hanslmaier Lehramt für Realschule mit den Fächern Musik und Religion. Er wollte auch im Hauptberuf mit Musik zu tun haben.

Er heiratete und fünf Kinder stellten sich ein. Seine Frau Martha nahm ihm vieles ab, sonst hätte er sich nicht so intensiv ehrenamtlich engagieren können.

Seit 26 Jahren leitet Josef Hanslmaier den Kirchenchor

Zu der Zeit sang er schon seit der Schulzeit im Kirchenchor in Schwindkirchen. Sein Onkel Hans Hölzl leitete den Kirchenchor und als er 1995 aufhörte, übernahm Josef Hanslmaier die Leitung.

Seit 26 Jahren tritt er mit dem Chor zu allen Gelegenheiten auf, die im Kirchenjahr anstehen. Zu den Festgottesdiensten wird zur Orgel gesungen. Zu Weihnachten und Ostern spielt ein Orchester dazu. Zu möglichst allen Beerdigungen singt der Chor. „Schließlich kennt man sich in Schwindkirchen“, sagt der Chorleiter.

Aus seiner Zeit in der Landjugend ist die Rhythmusgruppe Schwindkirchen hervorgegangen. Mit ihr hat er viel und oft musiziert. Heute treffen sie sich noch immer wöchentlich und begleiten ihren Gesang neuerer, geistlicher Lieder mit Gitarre, Schlagzeug und E-Bass.

Ausdauer, Einsatz und Vorbild machen einen guten Chorleiter aus

In Schwindegg errang Josef Hanslmaier besonderes Ansehen, als er die Musikkapelle übernahm. Der bereits verstorbene Alois Häusler hatte ihn dazu gebracht; er suchte jemanden für die Leitung. Josef Hanslmaier hatte wenig Erfahrung, sah sich die Sache zunächst an und spielte an der Posaune mit. Dann entschloss er sich, zuzusagen. „Es war ein stetes Lernen meinerseits“, erinnert sich der Dirigent daran. Ausdauer, Einsatz und gutes Vorbild waren hier gefragt. „Vielleicht war es ganz gut, dass ich in diesem Bereich noch nicht so viel Erfahrung hatte. So wurden die Musiker nicht so leicht überfordert und wir hätten vielleicht nicht so viel Erfolg gehabt. Es ist ganz wichtig, dass alle Spaß an der Sache haben. Erzwingen kann man nichts.“

Nachwuchs selbst nachgezogen

Als die Entscheidung über die Nachwuchsarbeit bei der Musikkapelle anstand, diskutierte er engagiert mit und unterstützte den Beschluss mit, selbst die Ausbildung zu machen. Daraufhin hatte die Kapelle zum allergrößten Teil selbst nachgezogene Leute, geprobt wurde zu der Zeit noch mit der ganzen Gruppe. Erst zehn bis fünfzehn Jahre später gab es eine Haupt- und zuerst eine und dann zwei Nachwuchskapellen. Sie spielten bei den Gottesdiensten, Vereinsfesten, Geburtstagsständchen für die passiven Mitglieder und bei Beerdigungen.

Rund 80 bis 100 Mal im Jahr nahm sich Josef Hanslmaier die Zeit und fuhr nach Schwindegg.

Durch die stete Arbeit mit der Kapelle und die Auswahl der Stücke, die zum Leistungsniveau passten, hatten die Musiker viele Erfolgserlebnisse.

2017 Sieger im Landeswettbewerb

Ermutigt traten sie auch bei den Wertungsspielen auf Bezirks- und Landesebene des Musikbundes an. 2017 wurden sie Sieger beim Landeswettbewerb, bei dem zehn musikalische Kriterien beurteilt werden. „Es ist eine schöne Bestätigung für die ganze Kapelle, wenn eine fünfköpfige, hochkarätige Jury bestätigt, dass die Arbeit sich gelohnt hat“, weiß Josef Hanslmaier. „Es motiviert, weiter zu proben.“

Sein ständiges Streben ist, Musik gut zu interpretieren. „Der Erfolg beim Landeswettbewerb und dass wir so weit gekommen sind, dazu gehören viele Schritte. Das gelingt nur als Gemeinschaftswerk“, sagt er.

Eine Erfahrung, die er wohl auch aus seinem Beruf mitbringt. Hanslmaier (63) ist Schulleiter der Realschule in Taufkirchen.

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