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Für Leistung im Ehrenamt ausgezeichnet

Kämpferin für Gleichberechtigung: Resi Wolf revolutionierte die Trachtengemeinschaft

Ein echtes Trachtlerehepaar Resi und Toni Wolf. Sie erhielt jetzt für ihr vielfältiges Engagment das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten.
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Ein echtes Trachtlerehepaar Resi und Toni Wolf. Sie erhielt jetzt für ihr vielfältiges Engagment das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten.
  • VonMarianne Fill
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Die Frauen von Trachtlern durften zwar mitfahren, aber nicht mitmachen: Weil der Trachtenverein Almröserl kein Gewand für Frauen hatte, standen die immer am Rad. Resi Wolf änderte das. Dafür und für vieles mehr erhielt sie das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.

Oberneukirchen – Das Schönste war es nicht, als Resi Wolf unlängst das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten erhielt, während einer Feierstunde übergeben von Landrat Maximilian Heimerl. Nein, das schönste ist für sie etwas anderes.

Aktiv in der Pfarrei und im Trachtenverein

„S`Wissen weitergeben, ist doch des Schönste“, sagt Resi Wolf. Und wer sie kennt, weiß: Die Resi gibt ihr Wissen weiter. Schon ein halbes Jahrhundert lang, und alles ehrenamtlich. Und dafür gab es jetzt die Auszeichnung. Ihre „Ehrenamts-Biographie“, die Landrat Heimerl dabei verlas, zeigt, dass sie 20 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat war, davon acht Jahre als Vorsitzende.

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Sie ist als Wortgottesdienstleiterin schon 25 Jahre und als Lektorin über 30 Jahre aktiv. Gerne gab sie ihr Wissen bei halbjährlichen Bastel- und Strickkursen unentgeltlich weiter. Und amit Oberneukirchens Damen und Seniorinnen fit bleiben, begann sie im Jahr 1991 mit dem Damenturnen und sorgt sich immer noch wöchentlich um die Beweglichkeit der Seniorinnen.

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Ihre größte Leidenschaft aber gehört dem Trachtenverein Almröserl. Die Resi störte es immer, wenn die Frauen bei Festen ihre Männer zwar begleiten durften, aber dann nur „Rumstehen konnten, weil ohne Tracht das Mitgehen nicht erlaubt war“ erzählt sie. Also musste eine Frauentracht her. Ende der 80ziger Jahre war es geschafft, die Frauentracht und die dazugehörende Ringelhaube war fertig. Das Meisterstück von und ein bleibendes Erinnerungsstück an Resi Wolf.

Frauen durften nur dabei stehen

Jetzt gehört auch das Vereinsdirndl zur Gwandausstattung, natürlich wurde die Resi zum Gwandwart ernannt, „I bin hoit verantwortlich, dass bei Festen olle ordentlich daherkemman und sauba beinand san“ sagt sie schmunzelnd.

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Ein weiteres Ehrenamt hat sie bei den Theaterspielern übernommen. Seit dem Jahr 1974 ist sie für das gute Aussehen der Spieler verantwortlich. Eine große Herausforderung für sie als aktive Spielerin, aber ihre Devise „wir schaffen alles“ ist immer das Tüpfelchen auf dem i. Wenn die Resi auf den Trachtenverein angesprochen wird, dann öffnet sich ihr Herz und sie erzählt und erzählt und erzählt. So ist es auch klar, dass diese Liebe auch an ihre Kinder und Enkel weitergegeben und gelebt wird.

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