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1322 - Schlacht bei Ampfing

Gewänder für Krieger und Könige: Mutter und Tochter stellen die Kostüme für die „Schlacht bei Ampfing“ her

Reingard und Theresa Wallner sind die Kostümmeisterinnen bei 1322.
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Reingard und Theresa Wallner sind die Kostümmeisterinnen bei 1322.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Eine Reise zurück ins Jahr 1322 soll das große Freilichtspektakel der Gemeinde Ampfing werden. Damit bei der „Schlacht von Ampfing“ alles so authentisch wie möglich ist, braucht es natürlich auch die passenden Kostüme. Um die kümmern sich Reingard Wallner und ihre Tochter Theresa.

Ampfing – Eine große Rolle spielen die Kostüme bei 1322. Sie sollen nicht nur authentisch sein, sondern auch gleichzeitig bühnentauglich sein. Damit die Kostüme die Anforderungen erfüllen, hat man mit Reingard (58) und Theresa (25) Wallner zwei gefunden, die genau das richtige Zeug dazu mitbringen. Reingard Wallner ist gelernte Industriestrickerin, Schneiderin, Entwurf- und Schnittdirektrice – eben genau das, was in Ampfing gebraucht wird.

Reingard Wallner hat sich beworben, weil sie begeistert ist von historischen Kostümen – sowohl im Film als auch auf der Bühne. „Die Möglichkeit, historische Gewandungen für das Bühnenstück 1322 anzufertigen, haben mich ganz besonders gereizt und stellen eine spannende Herausforderung für mich dar“, sagt Reingard Wallner. Jetzt übernimmt sie die handwerklich-technische und kreative Leitung der Kostümmeisterei bei „1322“.

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„Mein Vater war 1988 als Böhmenkönig dabei und so hatte ich schon viel von damals gehört“, sagt Theresa Wallner, die aktuell ein Master-Studium absolviert. Die Geschichten hätte sie als Kind schon immer toll gefunden. „Als ich davon erfuhr, dass es 2022 ein Revival geben sollte, war ich natürlich sofort begeistert. Auch wenn es sich letztendlich um eine „Kriegsinszenierung“ handelt, finde ich es als Freundin von Kunst und Kultur total spannend an einem Projekt dieser Größenordnung – die ich mir im Leben nicht so vorgestellt hatte – direkt vor meiner Haustür teilnehmen zu können.“

Als Mutter-Tochter-Gespann beim Projekt dabei

Dabei sein wollte sie als Unterstützung in Organisation und Regie. Als ihre Mama die Leitung der Kostümabteilung nicht alleine übernehmen wollte, haben sich die Beiden kurzerhand dazu entschlossen, das gemeinsam anzugehen. So sind die Beiden jetzt das Mutter-Tochter-Gespann im Projekt. Theresa Wallner übernimmt die Aufgaben der Organisation und Kommunikation in der Kostümmeisterei. Ideen und Inspiration für die Bekleidung von 1322 finden die beiden in historischen Quellen, Fachliteratur, beim Theater und bei Kostümverleihen.

„Wie lange wir für ein Kleidungstück gebraucht wird, lässt sich nicht pauschal sagen“, sagt Reingard Wallner.

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Jedes Modell sei anders, die Kostüme werden individuell designt, so ist jedes Gewand ein Einzelstück und hat dementsprechend einen anderen Zeitaufwand. Von der Idee bis zur Fertigstellung eines Kostüms gibt es viele Arbeitsschritte von Recherche und Design über Schnitt- und Modellerstellung bis hin zu Anproben und Anpassungen. Das Nähen an und für sich ist eigentlich dann der letzte Schritt. Darüber hinaus wird neben dem Nähen auch noch gestrickt.

Fleißige Strickliesls noch gesucht

Zur Unterstützung können die beiden alle brauchen, die mit Nadel und Faden oder Wolle umgehen können: „Von tapferen Schneiderleins bis fleißigen Strickliesls können wir jede Person brauchen, die uns unterstützen möchte.“ Vor allem für die Erstellung der Kettenrüstung wird ein großes Strick-Team gebraucht. Ein kleines Näh-Team hat sich um die beiden schon gebildet. Gesucht werden noch alle, die nähen können (egal ob mit der Hand oder der Maschine), sowie alle, die gerne sonstige Handarbeiten erledigen von filigranem Zeichnen bis hin zu Stickarbeiten. Wer mitmachen will, kann sich unter kostuem@schlachtbeiampfing.de melden.

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