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LEUCHTTURM GEGEN ÄRZTEMANGEL

Gesundheitszentrum in der Buchbacher Wagnergasse eingeweiht

Bauherrin Franziska Bauer bei ihrer umfassenden Eröffnungsrede.Rampl
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Bauherrin Franziska Bauer bei ihrer umfassenden Eröffnungsrede.Rampl
  • Franz Rampl
    VonFranz Rampl
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Mit dem neuen Gesundheitszentrum in der Wagnergasse wurde im Ortskern ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung in Buchbach geleistet. MVZ-Geschäftsführer Dr. Francisco X. Moreano hob hervor, dass das MVZ Buchbach die ambulante Versorgung in der Marktgemeinde sicherstellt.

Buchbach – Mit dem neuen Gesundheitszentrum in der Wagnergasse wurde im Ortskern ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung in Buchbach geleistet. MVZ-Geschäftsführer Dr. Francisco X. Moreano hob hervor, dass das MVZ Buchbach die ambulante Versorgung in der Marktgemeinde sicherstellt. Dazu schilderte er die Hintergründe für die Gründung des MVZ Buchbach und die unbeirrbare Vision von Bauherrin Franziska Bauer.

Dr. Jochen Türck, einer der Gesellschafter der ambMED MVZ GmbH, sprach den Ärztemangel auf dem Land an und wies darauf hin, dass Gemeinden selber aktiv werden müssen, um dieses Problem zu lösen. Er stellte zudem die beiden angestellten Fachärzte, Dr. Jeannette Joos und Uwe Bärbock mit ihrem Team vor.

Sie kümmern sich zukünftig um die Gesundheit der Buchbacher: Die beiden Fachärzte für Allgemeinmedizin des MVZ Buchbach: Uwe Bärbock und Dr. Jeanette Joos.

MVZ soll Patienten und Ärzten erfreuen

Die Bauherrin Franziska Bauer ließ noch einmal die Entwicklung von den Diskussionen, über das Planungs- und Genehmigungsverfahren bis hin zum Bau des Gesundheitszentrums Revue passieren: Sie beleuchtete unter anderem die Verhandlungen für die Belegung des Gesundheitszentrums mit einem MVZ oder die nicht immer einfachen Verhandlungen mit der Gemeinde. Besonders erfreut war sie, dass Physiotherapeut Stefan Hillinger sich bereits früh entschied, vom Marktplatz in das Gebäude II des Gesundheitszentrums umzuziehen.

Den Ärzten wünschte sie Freude bei der Behandlung der Patienten und Freude, in diesem Haus zu arbeiten. Dem MVZ wünschte sie genügend Fachpersonal und vor allem genügend Ärzte. „Viele Gemeindebürger freuen sich auf den Beginn der Behandlungen vor Ort und auf eine verständnisvolle, umfangreiche ärztliche Betreuung “, so ihr Eindruck. Außerdem hofft sie, dass die weiteren Praxisräume zeitnah belegt werden können.

Signifikant besseres Angebot für die Bürger

Bürgermeister Thomas Einwang blickte noch einmal zurück auf die Zeit der politischen Diskussion um den Ärztemangel, der sich spätestens mit der Schließung der Praxis Schöngut und dem Ruhestand von Dr. Guillery zeigte. Mit der Eröffnung des MVZ Buchbach gebe es ein signifikant besseres Angebot der medizinischen Versorgung für die Bürger in und um Buchbach. Das MVZ biete ein umfassendes Leistungsspektrum der modernen hausärztlichen und diabetologischen Versorgung. Dieses werde vervollständigt durch die Arztpraxis von Dr. Wolf, die Praxis für Physiotherapie „G‘sund“ und die St. Jakobs-Apotheke, wodurch die Wagnergasse zu einem gesundheitlichen Zentrum inmitten von Buchbach geworden sei.

Das Gesundheitszentrum sei ein Leuchtturm und die Eröffnung ein Feiertag für Buchbach, der gefeiert werden soll, so Einwang. Bauherrin Franziska Bauer bescheinigte er großes Engagement bei der Verwirklichung des Projekts Gesundheitszentrum, in das sie viel Herzblut gelegt und ihre Vision mit ihrer Zielstrebigkeit und Ungeduld umgesetzt habe. Bürgermeister Einwang hofft langfristig auf wirtschaftlichen Erfolg, der notwendig sei, um das Angebot auch auf Dauer zu erhalten. Nun läge es an den Bürgern, die Leistungen in Anspruch zu nehmen und so zur Sicherung und zum möglichen Ausbau des Gesundheitszentrums beizutragen.

Bürgermeister Thomas Einwang (links) übergibt dem Geschäftsführer des MVZ Buchbach, Dr. Francisco X. Moreano eine Erinnerungstafel mit dem Buchbacher Wappen.

Ärztemangel auf dem Land ist bereits viele Jahre bekannt

Dr. Marcel Huber (MdL) wies darauf hin, dass die Probleme der ärztlichen Versorgung auf dem Land schon vor vielen Jahren erkannt worden seien. In seiner Zeit als Gesundheitsminister habe er Gründungsprämien und Stipendien ausgelobt, die allerdings nicht dazu führten, dass vermehrt junge Ärzte auf dem Land Dienst tun wollten.

Die Lösung für die Zukunft sei, dass in diesem Bereich Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die für junge Ärzte attraktiv sind und die sicher nur in Form von MVZs oder Gemeinschaftspraxen gelöst werden können, was in Buchbach bestens gelungen sei.

Landrat Max Heimerl erinnerte daran, dass die wohnortnahe ärztliche Versorgung einen hohen Stellenwert habe, was Umfragen immer wieder bestätigen würden. Sie sei an den Standorten sichergestellt, wo attraktive Voraussetzungen für die jungen Ärzte geschaffen werden.

Nachahmenswertes Beispiel

Er merkte in dem Zusammenhang an, dass man aktuell bei den Coronaimpfungen in Hausarztpraxen im ländlichen Raum, ein großes Manko habe. Es gebe hier einfach zu wenig Ärzte. Damit würde weniger geimpft, wozu er vehement aufrief, weil der Landkreis bei der Impfquote deutlich zurückliege. Dass Buchbach mit dem Gesundheitszentrum einen Leuchtturm geschaffen habe, sei ein nachahmenswertes Beispiel für anderen Regionen im Landkreis. Umrahmt wurde die Feierlichkeit musikalisch von Nina Plotzki mit ihren Begleitern.

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