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ALLES DREHT SICH UM DIE MUSIK

Gertraud Gaigl ist die Fachfrau für Volksmusik in Obertaufkirchen

Ziemlich beste Freunde: Volksmusikerin Gertraud Gaigl und ihre Zither.
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Ziemlich beste Freunde: Volksmusikerin Gertraud Gaigl und ihre Zither.
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
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Gertraud Gaigl ist die Fachfrau für Volksmusik in Obertaufkirchen. Alles in ihrem Leben dreht sich um die Musik. Sie bildet Musikanten aus, organisiert mehrere Gruppen und gestaltet Feste. Die musikalische Begabung hat sie von ihrer Mutter geerbt.

Obertaufkirchen Im April 1941 geboren, wuchs sie auf dem Hof ihrer Eltern als drittes von fünf Kindern auf. Eines Tages war auf einmal eine Zither im Haus. Die junge Gertraud war sofort von dem Instrument begeistert. Sie fragte ihren Vater, ob sie das Zitherspielen lernen dürfe.

„Wenn Du es fertig machst, schon“, sagte der Vater. So begann sie Zither beim Organisten der Kirchengemeinde, Alois Eder, zu lernen. Später setzte sie, parallel zu ihrer beruflichen Karriere als Lehrerin, ihre musikalische Ausbildung fort.

Musikalisch vielseitig interessiert

An der Volksschule spielte sie Theater und machte Musik. An der Mittelschule erlernte sie das Klavierspiel und erfuhr musikalische Weiterbildung. Klavier und Geige im Orchester nahm sie an der Frauenfachschule hinzu. Nach dem Besuch der pädagogischen Hochschule in München und dem Ablegen der zweiten Lehramtsprüfung fand sie zwei Einsatzorte im Landkreis Erding und im Landkreis Dachau als Fachlehrerin für Handarbeit, Werken und Hauswirtschaft.

Mit innovativen Methoden begeisterte sie viele KInder für die Musik

Gertraud Gaigl heiratete 1965 und bekam drei Kinder. In den Landkreis Mühldorf kam sie 1972, wo sie an der Grund- und Teilhauptschule Obertaufkirchen bis zu ihrer Pensionierung 2005 unterrichtete. Schnell bot sich hier die Möglichkeit, sich musikalisch einzubringen. „Es gab hier sehr schulfreundliche Eltern und begeisterungsfähige Schulkinder,“ erinnert sie sich. Hinzu kam, dass Gertraud Gaigl hervorragend auf die Kinder eingehen konnte. Mit innovativen Lehrmethoden schaffte sie es, gute bis sehr gute Musikschüler hervorzubringen.

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Auch die Schulleiter begünstigten ihr musikalisches Wirken. Von Rektor Rudolph Müller übernahm sie 2013 die Volksmusik Obertaufkirchen, die seit 50 Jahren besteht.

Zahlreiche Musikgruppen und Veranstaltungen tragen ihre Handschrift

Die Ornautaler Musikanten, die es seit 30 Jahren gibt, hat sie selbst gegründet und leitet sie. Auch dieSchulhausmusik, die schon seit 45 Jahren musiziert, hat sie gegründet und leitet sie. Außerdem leitet sie den Männer Dreigesang. Mehrfach wurde sie mit ihren Gruppen ausgezeichnet und gewann Preise.

Ihr wurde die Bürgermedaille verliehen. Sie organisiert denZangberger Adventund den musikalischenHoagartn in Obertaufkirchenund gestaltet musikalisch viele kirchliche und weltliche Feste im Landkreis und darüber hinaus und mit Sing- und Musikgruppen aus Funk und Fernsehen.

Hackbrett, Flöte und Gitarre

Gertraud Gaigl spielt inzwischen auch Flöte, Hackbrett, Gitarre und die Orff-Instrumente.

Mit ihren Gruppen pflegt sie die Volksmusik. Das Repertoire reicht von flotten bis zu besinnlichen Musikstücken. Es sind Märsche, Polka, Landler, Weisen, Walzer und Menuette. Die Stücke werden arrangiert nach den jeweiligen Möglichkeiten. Jeder Musikant spielt mindestens zwei Instrumente. „So sind wir in der Lage, jedem Musikstück eine andere Klangfarbe zu geben“, erklärt sie.

Die Zither ist ihr bester Freund

Nach wie vor ist die Zither ihr Lieblingsinstrument. „Ein Instrument ist wie ein Freund“, findet Gertraud Gaigl. „Der Zitherklang gefällt mir und je nach Gemütsverfassung kann ich meine Spielweise anpassen. Wenn ich traurig bin, spiele ich langsame Stücke, wenn ich gehobener Stimmung bin, schnelle Stücke.“ Auch gefällt ihr, dass die Zither sie schon so lange begleitet und eine Gemeinschaft mit anderen Instrumenten bildet.

Sie ist dankbar für die Unterstützung, die sie von den Eltern, der Schule und den Musikanten erhalten hat. „Jede Woche Probe und dazu die Auftritte, es war viel,“ weiß sie, und freut sich auf weiterhin gelungenes Musizieren.

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