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Untersuchungen laufen

Erfolglose Erdöl-Suche bei Ampfing: Geht es jetzt mit Geothermie weiter?

Die Suche nach Erdöl am Schickinger Bohrplatz bei Ampfing war erfolglos. Doch jetzt bietet sich die Chance für eine Nachnutzung der Erdöl-Bohrung.
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Die Suche nach Erdöl am Schickinger Bohrplatz bei Ampfing war erfolglos. Doch jetzt bietet sich die Chance für eine Nachnutzung der Erdöl-Bohrung.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Zweimal hat das Energieunternehmen RDG nach Erdöl gebohrt. Beide Male war die Suche erfolglos. Die Untersuchungen sollen aber nicht umsonst gewesen sein. Mit der Gemeinde Ampfing will das Unternehmen eine mögliche Nutzung in Form von Geothermie prüfen.

Ampfing – Groß angelegte seismische Untersuchungen, zwei Bohrungen und Fördertests – die RDG hat zwischen acht und zehn Millionen Euro in das Projekt investiert, aber: „Das Erdöl konnte nicht mobilisiert werden“, damit hatte Projektleiter Ernst Burgschwaiger Anfang 2020 das Aus für die Erdöl-Förderung erklärt. Dennoch hielt das Unternehmen weiter an einer möglichen Energiegewinnung fest.

Erste Untersuchungen ließen auf eine Erschließung geothermischer Energie hoffen. Wie diese genutzt werden kann, dazu fand nun ein Gespräch zwischen der RDG, Ampfings Bürgermeister Josef Grundner sowie Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber (CSU) statt, wie das Unternehmen mitteilt.

Gemeinde unterstützt das Vorhaben

In einem ersten Schritt hat das Unternehmen eine Machbarkeitsstudie beauftragt. „Die Prüfung bestehender Bohrungen für eine Nachnutzung mit erneuerbaren Energien, in diesem Fall Erdwärme, ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der RDG. Durch die Umsetzung der Studie prüfen wir jetzt die Wirtschaftlichkeit dieses Projekts, das wir gemeinsam mit der Gemeinde Ampfing aktiv weiter vorantreiben wollen“, erklärt RDG-Projektleiter Ernst Burgschwaiger. Auch die Gemeinde Ampfing wirkt an der Machbarkeitsstudie mit und hat dafür bei Unternehmen bereits deren Energiebedarf abgefragt.

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Diese Daten fließen in die laufenden Untersuchungen mit ein. Dazu bekräftigte Bürgermeister Josef Grundner bei dem Gespräch: „Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben der RDG, um für heutige und künftige Unternehmen in Ampfing erneuerbare Energie bereitzustellen. Im Moment wird geprüft, welche Möglichkeiten es zur Nutzung der Erdwärme gibt.“ Vorgesehen ist laut RDG eine gewerbliche Nutzung für eine mögliche Versorgung.

Bedarf steigt in den nächsten Jahren

Außerdem erfolgte auch ein Austausch hinsichtlich potenzieller Abnehmer der Erdwärme innerhalb der Gemeinde. Im nächsten Schritt werden interessierte Unternehmen zu einem Informationsgespräch im November eingeladen. Ob auch Betriebe auf der anderen Seite der Autobahn angeschlossen werden könnten, ist noch unklar. Eine rechtliche und technische Umsetzung der Autobahnquerung ist laut RDG im Zuge der Machbarkeitsstudie zu klären.

Zu den Bestrebungen der Gemeinde und der RDG äußerte sich auch Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber: „Ich begrüße den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region ausdrücklich, denn der Bedarf wird in den kommenden Jahren enorm steigen. Die Umsetzung der Energiewende vor Ort bringt nicht nur Vorteile für die Gemeinde Ampfing, sondern für die gesamte Region.“

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