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EINSTIMMIG FÜR KOMMUNALES ENERGIENETZWERK

Gemeinsam Energieräuber jagen: Marktgemeinde Buchbach ist bei Netzwerk mit dabei

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  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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Elf Kommunen haben bereits zugestimmt; jetzt kommt auch noch die Marktgemeinde Buchbach dazu. Katharina Zeiser, Projektleiterin beim Institut für Systemische Energieberatung, hatte das kommunale Energienetzwerk für die Landkreise Mühldorf und Altötting im Gemeinderat vorgestellt und dieser gab grünes Licht.

Buchbach – Bisher hat er immer Vorbehalte gegen solche Netzwerke gehabt. „Wir haben schon diverse Untersuchungen und Projekte auf den Weg gebracht. Doch sie wurden nicht umgesetzt, sondern landeten in der berühmten Schublade“, sagte Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg), nachdem Katharina Zeiser, Projektleiterin beim Institut für Systemische Energieberatung, das kommunale Energienetzwerk für die Landkreise Mühldorf und Altötting vorgestellt hatte. Hier habe man die Möglichkeit, tatsächlich Ergebnisse zu erzielen und sei gezwungen, bei der Umsetzung dran zu bleiben. So schätzte es auch der Marktgemeinderat ein, der einstimmig beschloss, sich an dem Energieeffizienznetzwerk zu beteiligen.

Mit Förderbescheid fällt der Startschuss

19 Gemeinden aus den beiden Landkreisen haben zuerst Interesse an dem Netzwerk bekundet. Mittlerweile haben elf Kommunen die entsprechenden Beschlüsse gefasst; jetzt kommt auch noch die Marktgemeinde Buchbach dazu. Geplant ist, dass im Februar oder März mit dem Netzwerk gestartet werden soll. „Das hängt davon ab, wann wir den Förderbescheid bekommen. Vorher dürfen wir nichts machen“, sagt Katharina Zeiser.

Aschau beispielsweise hat sich das Netzwerk ebenfalls vorstellen lassen, hat sich aber einstimmig gegen eine Teilnahme ausgesprochen. Christian Weyrich, Bürgermeister der Gemeinde Aschau, begründet das damit, dass Aschau bereits einen Schritt weiter ist. „Wir haben unsere Baustellen bereits identifiziert und brauchen jetzt umsetzungsorientierte Vorschläge“, sagt er. Bei dem Netzwerk nehme aber das Identifizieren von Schwachstellen in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz einen breiten Raum ein. Auch der Markt Kraiburg möchte sich nicht an dem Netzwerk beteiligen. Ziel des Instituts für Systemische Energieberatung ist aber nach wie vor, dass 19 Gemeinden bei dem kommunalen Energienetzwerk mitmachen, sagt Katharina Zeiser. „Kommunen, die also noch dabeisein wollen, sind gerne gesehen“, so die engagierte Projektleiterin.

Beratung und Netzwerktreffen als tragende Säulen

Bei ihrer Präsentation sagte Katharina Zeiser, dass das Energieeffizienznetzwerk aus den beiden Säulen „Beratung“ und „Netzwerktreffen“ besteht. Jede Gemeinde bekommt einen individuellen Überblick über die Energieverbräuche seiner kommunalen Liegenschaften. Anschließend wird aufgezeigt, wo Einsparpotenzial besteht. Zudem „überwacht“ das Institut für Systemische Energieberatung die anschließende Umsetzung. In der Marktgemeinde sind beispielsweise der Einstieg und die Ausgestaltung in die gemeindliche Nahwärmeversorgung ein Thema, das hier untersucht und angepackt werden kann. Bei den Netzwerktreffen, die abwechselnd in einer der teilnehmenden Kommune stattfinden werden, liegt der Fokus auf dem fachlichen Austausch. Dazu sollen Fachreferate (fachlicher Input) organisiert werden und die jeweiligen Gastgeber-Gemeinden ihre speziellen Anliegen vortragen können.

Hilfe bei geplanter Nahwärmeversorgung

Für Buchbach kann das Projekt beispielsweise die geplante aber noch nicht umgesetzte gemeindeeigene Nahwärmeversorgung sein. Zeiser hatte Martin Fischers (CSU/FWB) Frage bejaht, dass mit diesem Förderprogramm auch in bereits bestehende Projekte eingegriffen werden kann. Hier kann das Institut eine Machbarkeitsstudie durchführen und der Gemeinde bei grundlegenden Entscheidungen helfen. So steht beispielsweise die Entscheidung noch aus, ob es für die Nahwärmeversorgung die kleine Lösung mit der Versorgung gemeindeeigener Gebäude werden soll oder die große Lösung mit der Versorgung des Ortskerns.

Das Programm in der Übersicht

Das dreijährige Programm sieht folgendermaßen aus: Wenn der Förderbescheid kommt, wird das Institut für Systemische Energieberatung beginnen, in jeder Gemeinde den Ist-Zustand zu erfassen. Zudem soll am Ende des ersten Jahres ein gemeinsames Netzwerkziel aller beteiligten Gemeinden formuliert werden. „Dabei geht es darum, thermische und elektrische Energieeinsparziele zu benennen“, sagt Katharina Zeiser. Im zweiten Jahr steht die Bewertung der Daten auf der Agenda. Zudem können erste Maßnahmen, die einfach umzusetzen sind, bereits in Angriff genommen werden. Das dritte Jahr steht ganz im Zeichen der Umsetzung der Maßnahmen. Dabei wird die Kommune begleitet und beispielsweise bei Anträgen für Fördermitteln unterstützt. Das Angebot ist mit rund 15 000 bis 20 000 Euro für die dreijährige Begleitung finanziell relativ überschaubar.

Die aktuellen Teilnehmer

Folgende Kommunen sind bereits dabei: Stadt Mühldorf, VG Heldenstein (Heldenstein, Rattenkirchen), Schwindegg, Buchbach, VG Rohrbach (Erharting, Niederbergkirchen, Niedertaufkirchen), VG Gars/Unterreit, VG Rechtmehring/Maitenbeth, Winhöring, Stadt Altötting, Stadt Neuötting, Garching/Alz, VG Marktl (Marktl, Stammham).

Folgende Kommunen haben Interesse bekundet: VG Reichertsheim (Reichertsheim, Kirchdorf), VG Unterneukirchen (Unterneukirchen, Kastl), Landkreis Altötting, Burghausen, Stadt Landau an der Isar.

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