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Gemeinderat begrüßt Bauvorhaben und muss es doch ablehnen

Rattenkirchen – Dass zwei Familien im Ortsteil Ramering Wohnraum schaffen möchten, das begrüßt der Gemeinderat ausdrücklich.

Dennoch konnte er das Vorhaben nicht genehmigen. Es hängt an der Zufahrt.

Ein Bauherr hatte den Abbruch eines bestehenden Wohnhauses und den Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage an gleicher Stelle beantragt. Das Bauvorhaben befindet sich im Außenbereich.

Die Gemeinde sieht allerdings Probleme mit der Zufahrt zur neuen Garage im Norden des Wohnhauses. Hier ist von der Grundstücksgrenze bis zur Garage nur ein Puffer von 3,5 Metern vorgesehen – zu wenig für ein Auto, das vor der Garage abgestellt werden muss.

Obwohl die vorbeiführende Ortsverbindungsstraße nicht direkt an der Grundstücksgrenze liegt, könne die im Eigentum der Gemeinde befindliche Fläche nicht zum geforderten Abstand von mindestens fünf Metern hinzugerechnet werden, hieß es im Gemeinderat. Hintergrund ist hier eine mögliche Einschränkung der Gemeinde im Hinblick auf einen später irgendwann erforderlichen Ausbau der Straße.

Dazu könnte es zum Beispiel kommen, wenn aufgrund der immer größer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge die bisherige Straße zu schmal wird. Außerdem wird die schlechte Einsehbarkeit als Sicherheitsrisiko angesehen.

Bereits vor Einreichen des Planes hatte die Verwaltung deshalb gebeten, eine andere Lösung für die Garage zu finden. Die Bauherren erhielten in der Gemeinderatssitzung die Gelegenheit, zu erläutern, weshalb aus ihrer Sicht die Garage und ihre Zufahrt genau an dieser Stelle errichtet werden soll. Für die Bauherren ist es wichtig, auf der Südseite des Grundstücks möglichst viel Fläche zu erhalten, außerdem nutzt die Garage aus ihrer Sicht so den natürlichen Geländeverlauf und erlaubt einen direkten Weg von der Garage zur Haustür. Der Umweg würde sonst 30 Meter betragen.

Die Gemeinderäte konnten diese Begründung durchaus nachvollziehen, jedoch sahen sie ohne geänderte Lage der Garage keine Möglichkeit, den Bau zu genehmigen. Insbesondere die Einschränkung der Straßensituation für die Zukunft und Bedenken hinsichtlich der Gefährlichkeit für den Straßenverkehr gaben den Ausschlag, dass das Bauvorhaben in der vorliegenden Form aber einstimmig abgelehnt werden musste.

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