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Digitalisierung der Verwaltung

Gemeinderäte wollen elektronische Kaltwasserzähler für Ampfing: Welche Vorteile das bringt

Die Ampfinger Gemeinderäte wollen den Kaltwasserverbrauch künftig elektronisch erfassen.
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Die Ampfinger Gemeinderäte wollen den Kaltwasserverbrauch künftig elektronisch erfassen.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Im Gemeindegebiet Ampfing sollen elektronische Kaltwasserzähler eingeführt werden. Warum das Sinn macht, lesen Sie hier.

Ampfing – Die Verwaltung soll Angebote für elektronische Kaltwasserzähler einholen und die Satzungsänderungen entsprechend vorbereiten. Das beschlossen die Ampfinger Gemeinderäte einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung. Damit folgten sie einem Vorschlag der Verwaltung, die Wasserzähler im Gemeindegebiet entsprechend umzurüsten.

Seit dem 25. Mai 2018 ermöglicht die Gemeindeordnung, die Verwendung elektronischer Wasserzähler mit oder ohne Funkmodul in die Benutzungssatzung aufzunehmen. Im Zuge der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen bietet es sich an – so die Beschlussvorlage –, diese Möglichkeit auch in Ampfing zu nutzen.

Vorteile für Gemeinde und Abnehmer

Damit seien viele Vorteile für die Abnehmer wie auch für die Gemeinde verbunden. Zum ersten: Die gut 1500 Zählerstände werden nicht mehr von einem Mitarbeiter der Gemeinde abgelesen, aufwendig erfasst und übermittelt. Die Ultraschallmesstechnik misst den Verbrauch zuverlässig und sehr genau.

Ein zweiter Vorteil: Die Funkfunktion ermöglicht die Fernauslesung der Zählerstände. Das Drucken und Versenden von derzeit 1800 Ablesebriefen entfällt.

Drittens haben die Ultraschallzähler keine beweglichen Teile. Das bedeutet, dass die neuen Zähler einen deutlich geringeren Verschleiß aufweisen und weniger störanfällig sind.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die neuen Wasserzähler auf mögliche Störungen aufmerksam machen. Auf Grundlage der empfangenen Datenpakete kann die Gemeinde Rückschlüsse auf das vorgelagerte Trinkwassernetz ziehen. So können zum Beispiel Leckagen oder Wasserrohrbrüche schneller ausfindig gemacht oder mögliche schadhafte Bereiche frühzeitig behoben werden.

Fünftens: Die Eichfrist kann unter bestimmten Voraussetzungen (Stichprobenverfahren) von sechs auf zwölf Jahre verlängert werden. Das halbiert die Zahl der nötigen Zählerwechsel.

Datenschutzrechtlichen Bedenken wird damit Rechnung getragen, dass die Gebührenschuldner, also die Eigentümer, mindestens drei Wochen vor der Installation über den Einbau der neuen Zähler informiert werden. Sie können anschließend der Funkauslesung widersprechen. Dann wird das Funkmodul deaktiviert und es wird, wie bisher, von Hand abgelesen.

Trotz der höheren Anschaffungskosten ist der Umstieg auf Funkwasserzähler auf längere Sicht auch sehr wirtschaftlich. Mit der neuen Technik reduzieren sich die Arbeitsstunden im Rathaus und im Wasserwerk beziehungsweise im Bauhof deutlich.

Bürger zum Thema Datenschutz beraten

Gemeinderat Josef Steinberger (CSU) fragte nach, was mit privaten Zweitzählern passiert, wenn auf digitale Wasserzähler umgestellt wird. Die Verwaltung erläuterte dazu, dass dies geprüft und versucht werde, auch hier digitale Zähler einzubauen.

Dr. Marcel Huber (CSU) verwies bei der angedachten Einführung auf zwei prägnante Fragestellungen aus der Bevölkerung: zum einen das Thema „Datenschutz“ und zum anderen das Thema „Strahlung“. Hierzu sollte sich die Verwaltung bereits im Vorfeld vorhandenes Informationsmaterial zurechtlegen, um bei Bedarf entsprechend beraten zu können.

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