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BÜRGERMEISTERWAHL IN AMPFING

Der Gemeinde Gutes tun

Regelmäßig seine Laufschuheschnürt Bürgermeisterkandidat Rainer Himmelsbach. Seine sportliche Konstitution zahlt sich jetzt aus, im Wahlkampf braucht er Ausdauer. hi

Der Wahlkampf hat gerade oberste Priorität für Rainer Himmelsbach. Der 49-Jährige tritt für die SPD um das Amt des Bürgermeisters an. Für ihn geht es dabei aber nicht um die Parteizugehörigkeit, sondern um die Person.

Ampfing – Ausdauer braucht Rainer Himmelsbach im Moment. An jeder Tür in Ampfing will er sich während seines Wahlkampfs persönlich vorstellen, zu Fuß ist er unterwegs. Keine zehn Straßen fehlen ihm noch, dann hat er tatsächlich an jeder Tür in Ampfing geklingelt. Das macht für ihn Bürgernähe aus. Die Fitness dazu hat er und den Ehrgeiz auch: Seit 2006 läuft der 49-Jährige Marathon. „Als ich mich beruflich neu ausgerichtet habe, habe ich auch mit Marathon angefangen“, erzählt Rainer Himmelsbach. Er ist dabei geblieben und hat seine sportliche Fitness sogar noch ausgebaut. Seit vier Jahren macht er Triathlon – auch über die Langdistanz. Das sind dann 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,95 Kilometer Laufen.

Ausdauer, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz – Eigenschaften, die Sportler ausmachen, aber auch ein Politiker braucht. „Man muss sich durchbeißen, darf nicht aufgeben „, sagt er. Als Sportler helfe es, seine Konstitution zu kennen, sich einen Rennplan zugelegt zu haben – und natürlich die Leute an der Strecke, die die Sportler anfeuern.

Politisch war er immer interessiert, engagiert hatte er sich erst dann, als ihn vor der letzten Kommunalwahl Dietrich Hübner angesprochen hatte. Dass er auf den vierten Platz der SPD-Liste gewählt wurde, wertet er als Erfolg. Seit eineinhalb Jahren sitzt Rainer Himmelsbach nun für die SPD im Gemeinderat, er rückte für den verstorbenen Dietrich Hübner nach.

Die Entscheidung, als Bürgermeister zu kandidieren, hat er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Lydia getroffen. „Ohne sie hätte ich das nicht entschieden. Es ist wichtig, dass sie hinter mir steht.“ Auch im Wahlkampf steht sie ihm zur Seite, möchte ihm gerne noch ein bisschen mehr helfen.

Doch vieles will er selbst machen, wie zum Beispiel die Unterschriften auf den Wahlbroschüren. „Sein Ehrgeiz macht ihn aus“, sagt seine Lebensgefährtin über ihn, die seine Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft schätzt. Gemeinsam mit ihr hat er einen zweijährigen Sohn.

Seit seiner Kindheit lebt Rainer Himmelsbach in Ampfing, ist seit seiner Jugend Mitglied bei der Ampfinger Feuerwehr. Nach seinem Schulabschluss studierte er zunächst Daten- und Elektrotechnik, war danach unter anderem sechs Jahre in Wiesbaden und Frankfurt in der Projektleitung tätig. Weil seine Nachhilfeschüler seinen Unterrichtsstil lobten, begann er mit 37 Jahren neben seinen Beruf ein Zweitstudium – Mathe und Physik auf Lehramt. Zunächst unterrichtete er an der Fachoberschule Altötting, bevor er einen Lehrauftrag für die Hochschule Rosenheim in Burghausen erhielt.

Rainer Himmelsbach tanzt gerne und lernt gern Sprachen. Auch hier mag er die Herausforderung. „Mir wurde gesagt, dass Ungarisch eine schwierige Sprache sein soll“, sagt er. Mittlerweile spreche er die Sprache sehr gut. „Es macht Spaß, mit Leuten anderer Kulturen zu kommunizieren. Erst dann versteht man die Kultur wirklich.“

Eine wichtige Aufgabe als Bürgermeister sieht er im sozialen Wohnungsbau. „Die Anfragen werden steigen, weil für viele künftig die Mieten schwer zu bezahlen sind“, ist er überzeugt. Für sich und seine Person will er als Bürgermeisterkandidat sprechen, die Partei stehe dabei nicht im Vordergrund. „Es geht um die Person.“ Auch die Arbeit im Gemeinderat stelle er sich parteiunabhängig vor, es gehe ums Gestalten und Bewerten. „Es soll der Gemeinde gut tun und nicht der Partei“, sagt er. Dazu brauche es Diskussionen im Gremium.

Ampfing habe sich seit seiner Kindhei stark verändert. „Ich will, dass der Ort den Leuten gefällt, die nach Ampfing ziehen, und sie gerne hier leben.“ Die zentrale Lage biete hervorragende Bedingungen für Industrie und Gewerbe, die wiederum Arbeitsplätze am Ort schaffe. „Vielen bleibt vielleicht damit das Pendeln erspart“, sagt er. Dann werde die Autobahn nicht nur zum Pendeln benützt.

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