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WENIGER EINNAHMEN

Geld aus den Rücklagen ist nötig: Gemeinde Obertaufkirchen muss sparen

Die Grafiken zeigen die Entwicklung der Schulden und der Rücklagen der Gemeinde in den vergangenen Jahren. Zudem belegen sie, dass die Gemeinde erstmals kein Geld vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführen kann. Das Minus muss aus den Rücklagen ausgeglichen werden.
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Die Grafiken zeigen die Entwicklung der Schulden und der Rücklagen der Gemeinde in den vergangenen Jahren. Zudem belegen sie, dass die Gemeinde erstmals kein Geld vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführen kann. Das Minus muss aus den Rücklagen ausgeglichen werden.
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
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Die Gemeinde muss in diesem Jahr kleinere Brötchen backen. Der Haushaltsplan für das laufende Jahr zeigt, dass keine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt möglich sein wird. Deshalb mahnt Kämmerer Erich Marsmann auch den Gemeinderat, keine zusätzlichen Ausgaben zu beschließen.

Obertaufkirchen – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2021 vorgestellt. Dabei erläuterte Kassenleiterin Christine Godl den Verwaltungshaushalt und Kämmerer Erich Marsmann stellte die Aufstellung des Vermögenshaushaltes vor. Der Verwaltungshaushalt wird mit rund 4,2 Millionen Euro angesetzt, der Vermögenshaushalt mit beinahe 4,9 Millionen Euro. Damit ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 9,1 Millionen Euro.

Weniger Gewerbe- und Einkommensteuer

Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt wird mit einem Rückgang der Gewerbesteuer, einer leichten Reduzierung der Einkommensteuer und einem Rückgang der Schlüsselzuweisung gerechnet. Insgesamt macht dies eine Reduzierung der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 630.979 Euro aus.

Höhere Kreisumlage befürchtet

Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes wird mit einer niedrigeren Gewerbesteuerumlage und einer höheren Kreisumlage gerechnet. Insgesamt führt dies zu einer Erhöhung der Ausgaben um 63.302 Euro. War im Jahr 2020 noch eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt möglich, so ist dies laut vorliegender Planung im Jahr 2021 nicht mehr möglich.

Die Pflichtzuführung wird voraussichtlich nicht erreicht werden. Zum Ausgleich der Deckungslücke muss aus der allgemeinen Rücklage ein Betrag in Höhe von 285.000 Euro entnommen werden. Insgesamt ist eine Entnahme von 689.500 Euro geplant, sodass die Rücklagen zum Ende des Haushaltsjahres 2021 bei circa 3,6 Millionen Euro liegen werden. Sie liegen aber immer noch über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag, so Kämmerer Erich Marsmann.

Schlüsselzuweisungen sinken

Die Entwicklung der Einwohnerzahl ist mit 2581 Personen leicht rückläufig. Im Vorjahr waren es noch 2584 Einwohner. Die Steuerkraftzahl der Gemeinde Obertaufkirchen, bei der die Grundsteuer A und B und die Einkommen- und Umsatzsteuer miteinbezogen werden, beträgt für 2021 je Einwohner 911 Euro. Im Vorjahr war hier ein Betrag von 845 Euro je Einwohner zu verzeichnen. Der Durchschnitt der Gemeinden im Landkreis liegt bei 1119 Euro pro Einwohner für 2021. Die Steuerkraft hat Auswirkungen auf die Schlüsselzuweisung. Diese Einnahmequelle verschlechtert sich gegenüber dem Vorjahr um 14,99 Prozent und beträgt 594.000 Euro. Der Rückgang zeigt, dass die Gemeinde finanziell gut dasteht.

Außerdem wirkt sich die Steuerkraft auf die Kreisumlage aus. Sie erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 7,28 Prozent und beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sparsam und wirklichkeitsnah geplant wurde. Kämmerer Erich Marsmann rief den Gemeinderat angesichts der vorliegenden Zahlen dazu auf, keine zusätzlichen Ausgaben zu beschließen.

Zahlreiche Investitionen geplant

Der Finanzplan sieht im Vermögenshaushalt für die Jahre 2022 bis 2024 die Erweiterung der gemeinsamen Kläranlage mit der Gemeinde Schwindegg, den Bau eines Feuerwehrhauses und eines Bauhofs, die Abwicklung bereits begonnener Investitionsprojekte, die Befriedigung der Baugrundnachfrage sowie die Vorbereitung des Baus einer Ortsumfahrung vor.

Dem derzeitigen Schuldenstand steht ein entsprechendes Vermögen an Bauland und landwirtschaftlichen Grundstücken gegenüber, ergänzte Bürgermeister Franz Ehgartner

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Haushaltssatzung so zu erlassen und den Haushaltsplan, einschließlich Finanzplan, wie vorgelegt, zu genehmigen.

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