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Schulpolitik in Mühldorf

Gefahr durch Raser: Schule in Altmühldorf soll schöner und sicherer werden

Das alte Schulhaus in Altmühldorf soll erneuert werden. Bereits vorher will die Stadt die Verkehrssituation vor der Schule verbessern. Eltern hatten sich über Gefahren für die Kinder beklagt.
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Das alte Schulhaus in Altmühldorf soll erneuert werden. Bereits vorher will die Stadt die Verkehrssituation vor der Schule verbessern. Eltern hatten sich über Gefahren für die Kinder beklagt.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Größere Veränderungen stehen an der Grundschule Altmühldorf bevor. Dabei geht es um die Verkehrssicherheit der Kinder.

Mühldorf – Nach Beschlüssen des Stadtrats und des Bauausschusses, soll die Schule generalsaniert und die Verkehrssituation vor dem Schulhaus verbessert werden. Auch den Kindergarten hat die Stadt in den Blick genommen.

Grundsätzlich, sagt Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner, ist die Schule in gutem Bauzustand. „Allerdings gibt es altersbedingt an mehreren Stellen bauliche Mängel, die behoben werden müssen.“ Auch eine energetische Sanierung stehe an, betonte Weichselgartner.

Noch keine Kostenschätzung

Was genau auf Stadt und Schule zukommt, ist derzeit allerdings völlig offen. Der Stadtrat hat zunächst nur eine Untersuchung beschlossen. Mit ihr soll festgestellt werden, was gemacht werden muss. Die Kosten: etwa 50.000 Euro. Sobald das Gutachten vorliege, könne man auch etwas über die Gesamtkosten der Sanierung sagen.

Erneuerung im Schuljahr 2022/2023

Ziel ist es, laut Weichselgartner, die Sanierung im Schuljahr 2022/2023 durchzuführen. „Es soll in einem Jahr klappen“, sagt sie. „ Es ist aber immer schwer vorherzusagen, weil wir nicht wissen, was bei der Untersuchung rauskommt.“ Die Schüler sollen während der Bauphase an der Grundschule Mühldorf untergebracht werden.

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Nach Angaben von Schulleiter Martin Wiedenmannott besuchen derzeit 100 Kinder der Klassen eins bis vier die Schule. Am Ende der Arbeiten an ihrem Schulhaus soll ein wiederhergestelltes Gebäude stehen. „Der Stadtrat hat sich gegen einen Rückbau oder eine Erweiterung ausgesprochen“, sagte Weichselgartner. „Ziel ist es, die Schule so zu erhalten wie sie ist.“

Verkehrsberuhigung soll vor der Sanierung kommen

Schneller soll es mit der Verkehrsberuhigung gehen, die die CSU in einem Antrag an die Stadt gefordert und die der Verkehrsausschuss jetzt einstimmig in Auftrag gegeben hat. Ziel des CSU-Antrags war es, die oft zu schnell befahrenen Straßen, rund um die Schule, sicherer zu machen.

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Gefahren lauern laut CSU-Antrag vor allem zu den Zeiten, in denen normaler Verkehr auf Schulbusse und Elternautos träfe.

Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner zeigte sich überzeugt, dass die Gesamtsituation verbessert werden könne. Neben der Schule gibt es dort auch die Feuerwehr und die kirchliche Kinderwelt St. Laurentius.

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Der Verkehrsplaner der Stadt, die Planungsgesellschaft Stadt – Land – Verkehr, hatte zur Sitzung bereits einen ersten Vorschlag erarbeitet, der auf weitgehende Zustimmung traf. Weichselgartner sprach von einem klar definierten Fußbereich in dem ersten Konzeptentwurf, zu dem auch ein neuer Gehweg in Richtung Kinderwelt gehöre. Der wird auf Wunsch der Feuerwehr auf das Schulgrundstück verlegt, damit die Hilfskräfte ausreichend Platz vor ihrem Feuerwehrhaus haben.

Kinder sollen nicht mehr auf die Straße laufen können

Baumaßnahmen sollen nach ihren Angaben außerdem verhindern, dass Kinder nach Verlassen des Schulhauses direkt auf der Straße stehen. Hinzu kommen Parkplätze für Eltern und Lehrer und zwei Übergänge über die Straßen.

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Schulleiter Wiedenmannott berichtet, dass Eltern die Situation vor der Schule beklagt hätten. „Vor allem der Gehweg ist sehr problematisch“, sagt der Schulleiter. Die sehr großzügig ausgebaute Kreuzung vor dem Schulgebäude verführe manche Autofahrer, deutlich zu schnell zu fahren.

Kindergarten einbeziehen

Gottfried Kirmeier (SPD) forderte, wie auch die CSU in ihrem Antrag, den Kindergarten in die Planungen einzubeziehen. Die Vorschläge des Planungsbüros beträfen nur die Situation vor der Schule. Diese Anregung nahm der Bauausschuss auf.

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Von einer ersten Planung sprach Stefan Lasner (CSU). Er sagte, es gehe auch um Verkehrsregelungen und Halteverbote, die zu den Baumaßnahmen und der Schaffung von Parkplätzen dazukämen. Er forderte einen anderen Straßenbelag. „Der könnte helfen, die Optik zu verändern und die Raserei zu beenden.“

Neuen Dorfplatz für Altmühldorf schaffen

Eine weitere Veränderung regte Thomas Enzinger (SPD) an. Mithilfe eines Dorferneuerungsprogramms könnte an dieser Stelle ein Platz mit Brunnen entstehen. „Ein schöner zentraler Dorfplatz, auf dem sich die Altmühldorfer treffen könnten“, sagte Enzinger. Bürgermeister Michael Hetzl (UM) versprach, den Gedanken aufzugreifen, betonte aber, dass Dorferneuerung einen sehr viel längeren Zeitraum in Anspruch nehme, als die Beruhigung und Neugestaltung des Verkehrs des Bereichs.

Die Stadt rechnet mit Kosten von 120.000 Euro für die Maßnahme.

Teure Bildung

Die Stadt hat nach eigenen Angaben in den letzten Jahren knapp 17 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung ihrer Schulen investiert, wobei der Ausbau der Mittelschule und die zweite Erweiterung der Grundschule Mößling noch nicht begonnen wurde. Die Kosten für die Sanierung der Schule Altmühldorf ist noch nicht bekannt. Insgesamt erhielt die Stadt für die Maßnahmen bislang fünf Millionen Euro Zuschüsse.

  • Erweiterung Grundschule Mühldorf: 3,4 Millionen Euro, Förderung 1,7 Millionen Euro
  • Hort an der Grundschule Mühldorf 2,6 Millionen Euro, Förderung: 2,1 Millionen Euro
  • Erweiterung Grundschule Mößling 2,5 Millionen Euro, Förderung:1,2 Millionen Euro
  • Erweiterung Mittelschule 7,8 Millionen Euro, Förderung noch nicht beantragt, da das Vorhaben noch in der Planung ist.
  • Erneute Erweiterung der Grundschule Mößling 900.000 Euro, Förderung noch nicht beantragt, da noch in der Planung.

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