Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ausgerüstet für zehn Tage

Richtig Hamstern für den Notfall - Was für Quarantäne und Co. immer im Vorratsschrank sein sollte

Ein Regal gefüllt mit Lebensmitteln. Ob Versorgungsprobleme wegen Corona, Naturkatastrophe oder Blackout, einen Grundvorrat sollte sich jeder Haushalt anlegen.
+
Ein Regal gefüllt mit Lebensmitteln. Ob Versorgungsprobleme wegen Corona, Naturkatastrophe oder Blackout, einen Grundvorrat sollte sich jeder Haushalt anlegen.

Wie das mit dem Vorrat anlegen richtig geht, erklärt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wir haben für Sie in der Region zusätzliche Tipps zusammengetragen.

Mühldorf – Egal, ob Straßen wegen Schneemassen unpassierbar sind, Stürme die Strommasten knicken, die Wasserversorgung ausfällt oder tatsächlich Masseninfektionen mit der Corona-Variante Omikron das Land lahmlegen – mit einer gut gefüllten Vorratskammer kann man immer etwas beruhigter sein.

Dass auch der Landkreisbürger zum Hamstern neigt, hat sich im März 2020 gezeigt, als viele nicht nur ihre Vorräte an Klopapier und Küchentüchern massiv aufgestockt haben. Schon damals wanderten mehr Konserven und Mineralwasser als vor Corona über die Kassenbänder. Spitzenreiter im Einkaufswagen waren auch Nudeln, Desinfektionsmittel und Backzutaten wie Hefe, Mehl und Zucker. Und vieles davon steht heute noch unbenutzt in der Speisekammer oder ist bereits verdorben in den Müll gewandert.

Kreisbrandrat befolgt die Tipps auch privat

Wie das mit dem Vorrat anlegen richtig geht, erklärt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in seinem Ratgeber „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“.

Dieser Ratgeber des BBK ist auch bei der Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Mühldorf wohl bekannt und wird „als sinnvoll erachtet“, so das Landratsamt.

Vor allem Wasser und haltbare Lebensmittel: Das sind die Empfehlungen für eine normale Vorratshaltung für Krisenzeiten.
Kreisbrandrat Harald Lechertshuber.

Den vom BBK zusammengefassten Empfehlungen und Tipps schließt sich auch Mühldorfs Kreisbrandrat Harald Lechertshuber uneingeschränkt an. „Was da drin steht, ist wissenschaftlich fundiert, vernünftig und nicht übertrieben“, stellt er fest. „Jeder Haushalt sollte sich einen Grundstock an Vorräten anlegen.“ Das sei erstens nicht besonders kostenintensiv und zweitens können die gehorteten Lebensmittel über die Zeit immer wieder verbraucht und erneuert werden.

Befolgt der Mann von der Feuerwehr diese Ratschläge auch privat? „Natürlich haben wir ausreichend Vorräte im Haus“, gibt er preis. „Auch, weil ich im Falle einer großflächigen Notlage selbst im Einsatz und nicht zuhause sein werde. Da will ich meine Familie versorgt wissen.“

Womit er es im vergangenen Jahr auch hautnah zu tun hatte, waren die Evakuierungen nach den Funden von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Mühldorfer Norden. „Die Unterbringung in Notunterkünften dauert dabei in der Regel nur ein paar Stunden oder einen Tag, da braucht es noch keinen Notfallkoffer“, weiß er.

„Allerdings ist uns aufgefallen, dass Evakuierte in der Aufregung immer wieder wichtige Medikamente zu Hause vergessen. Einmal mussten wir zurück ins geräumte Gebiet, um Herztabletten zu holen. Es wäre nicht schlecht, wenn solche Dinge für den Fall der Fälle immer griffbereit wären.“

Heizmittel, Batterien und etwas Bargeld

Aber nicht nur Lebensmittel auf Vorrat können wichtig werden. Immer wenn der Strom ausfällt, stellt sich heraus, wie abhängig jeder davon an jeder Stunde des Tages ist. Telefon, Heizung, E-Herd und Kühlschrank fallen aus.

Der Akku von Handy, Laptop und Co. ist schnell verbraucht - auch der des E-Autos. Deshalb rät das BBK auch dafür Vorsorge zu treffen. Wer einen Holzofen hat, kann schon mal für Wärme sorgen. Also immer einen Vorrat an Kohle und Briketts und Holz anlegen.

Auch wichtig: Taschenlampe und Batterien, Kerzen und Zündhölzer oder Feuerzeug; ein batteriebetriebenes Radio; ein Campingkocher; und da der Strom auch flächendeckend und länger ausfallen kann, ist es gut, immer etwas Bargeld im Haus zu haben, denn auch Geldautomaten funktionieren nur mit Strom.

Kommentare