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Corona-Impfkampagne

Frust bei Impfwilligen im Kreis Mühldorf: Lange Wartezeit und dann gab es nichts mehr

Corona-Impfung in Bayern
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Bei einer Impfaktion in Schwindegg überstieg die Zahl der Impfwilligen die Kapazitäten. (Symbolfoto)
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Alle sollen sich impfen lassen - und dann ist plötzlich kein Impfstoff da. Diese Erfahrung machte jetzt ein Ehepaar im Landkreis Mühldorf. Am Impfstoffmangel lag es aber nicht, sagt das Landratsamt.

Schwindegg/Mühldorf – Hat der Impfstoffmangel auch den Landkreis erreicht? Das berichtet jedenfalls Ernestine Fraunberger. Sie stand sie in der Kälte vor der mobilen Impfstation im Bürgerhaus Schwindegg. „Da ging nichts vorwärts“, schimpft die Stefanskirchenerin. „Ich hatte mit Wartezeiten gerechnet und mich entsprechend warm eingepackt.

Frierend gewartet und dann gegangen

Doch dann standen wir eine halbe Stunde in der Schlange, die sich keinen Meter nach vorne bewegte, wir sahen niemanden aus dem Bürgerhaus herausgehen!“

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Das war am Donnerstag gegen 15 Uhr, sagt die 55-Jährige, die zusammen mit ihrem 64-jährigen Mann wartete. Von 12 bis 18 Uhr war die Impfaktion vom Landratsamt angekündigt worden. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt hieß es: Der Impfstoff wird knapp, 26 Dosen würden noch geimpft. 15.30 Uhr zeigte die Uhr. Unverrichteter Dinge zogen die beiden ab. Und sind sauer nach all den Bitten aus dem Landratsamt, dass sich die Bevölkerung doch bitte impfen lassen möge.

Sauer auf das Landratsamt

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Der Landkreis holt ein wenig auf: Mit Blick auf Bayern hat sich die Impfquote leicht verbessert. Generellen Impfstoffmangel gibt es laut Landratsamt nicht. Klinger

Auch eine Impflicht brachte Landrat Max Heimerl (CSU) in den vergangenen Tagen ins Gespräch. „Aber wie kann man bitte eine Impfpflicht fordern, wenn es offensichtlich an Impfstoffen fehlt und nicht einmal die Impfwilligen ihre Spritze bekommen?“

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Wie ein Mitarbeiter der Heimatzeitung aus Schwindegg berichtet, waren am späten Nachmittag immer noch viele unterwegs zum Bürgerhaus. Sie seien dann aber gleich nach der Ankunft ans Impfzentrum verwiesen worden.

Kein genereller Impfstoffmangel

Einen generellen Impfstoffmangel, das erklärt das Landratsamt auf Anfrage, gebe es nicht. In den mobilen Impfstationen sei die Menge des Impfstoffs allerdings begrenzt, weil auch die Zahl der Menschen, die in einem bestimmten Zeitraum geimpft werden könnten, begrenzt sei. Wenn absehbar sei, dass jemand nicht geimpft werden könne oder lange warten müssen, würden die Mitarbeiter empfehlen, ins Impfzentrum nach Mühldorf zu fahren. „Falls das in Schwindegg in dieser Form nicht ausreichend kommuniziert wurde, bedauern wir das“, sagt Alexander Fendt, Verwaltungsleiter des Impfzentrums.

Kapazität im Impfzentrum höher

Bis zu 80 Menschen könnten in den mobilen Impfstationen versorgt werden. Da keine Anmeldung nötig sei, sei die Zahl der Interessenten aber im Vorfeld nicht steuerbar. Fendt empfielt wegen der derzeit großen Nachfrage, ins Impfzentrum zu fahren. „Dort sind in der Regel die Wartezeiten auch ohne Termin deutlich kürzer als an den mobilen Stationen.“

Auf 1000 Impfungen beziffert Fendt die tägliche Kapazität. Sie ist nach seinen Angaben nicht durch die Impfstoffmenge, sondern durch räumliche und personelle Kapazitäten bestimmt.

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