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Fitness-Sport

EM-Titel nach dem Rücktritt für Kraiburger Fitness-Athlet Christian Heimerdinger

In spanischen Badeort Santa Susanna hat Christian Heimerdinger seinen größten Erfolg gefeiert: Am Wochenende gewann er die Europameisterschaft in der Men‘s Physique, den zweiten Platz schaffte er in der Masters Physique.
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In spanischen Badeort Santa Susanna hat Christian Heimerdinger seinen größten Erfolg gefeiert: Am Wochenende gewann er die Europameisterschaft in der Men‘s Physique, den zweiten Platz schaffte er in der Masters Physique.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Es ist der größte Triumph für Christian Heimerdinger. Am Wochenende hat er bei der Europameisterschaft in Spanien der Fitness-Sportler und Bodybuilder die Silber- und Goldmedaille gewonnen. Der Erfolg kommt unerwartet, denn der Sportler hatte vor zwei Jahren seine Karriere als Bodybuilder beendet.

Kraiburg – Es war bis dahin der größte Erfolg seiner Wettkampf-Karriere: Der Gewinn der internationalen Deutschen Meisterschaft 2019. Es sollte der Höhepunkt bleiben, denn anschließend hatte er der Wettkampf-Bühne Adieu gesagt. Stattdessen wollte er sich verstärkt auf Functional Training in seinem Waldkraiburger Studio konzentrieren und Fitness-Athleten bei der Wettkampf-Vorbereitung unterstützen. Eigentlich. Denn kein Jahr später kam Corona.

Mehr an der eigenen Form gearbeitet

„Das Studio ist seit einem Jahr quasi geschlossen“, sagt Christian Heimerdinger. Rumhocken und nichts tun oder auf der Couch sitzen und im Fernsehen Serien gucken – das ist nicht sein Ding. Der Keller war nach Beginn der Pandemie bald ausgemistet und weil er andere Sportler in ihrer Vorbereitung coronabedingt nicht unterstützen konnte, hat er die Zeit mehr für sich genutzt und verstärkt an seiner Form gearbeitet.

„Für mich war eigentlich klar, dass ich nach der Deutschen Meisterschaft nicht mehr weitermachen wollte. Doch meine Form ist seit Beginn der Pandemie immer besser geworden“, sagt er. Also wollte er es bei der Europameisterschaft in Spanien noch einmal wissen. Seit 25 Jahren trainiert Christian Heimerdinger, sodass er trotz der Wettkampfpause nichts an seiner Muskelqualität verloren habe. „Ich hab genau gewusst, wo meine Defizite sind.“ Im November stand fest: Er geht bei der EM an den Start.

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Ausgerechnet die Corona-Pandemie spielte ihm bei der Vorbereitung in die Karten. „Ich hab mich von der Pandemie wenig beeinflussen lassen und konnte mich gut auf mich fokussieren.“ Weniger Alltagsstress habe ihn begleitet, was sich positiv auf die Vorbereitung ausgewirkt habe.

Strikter Diätplan

Ein strikter Diätplan gilt vor einem Wettkampf für Christian Heimerdinger. Vor der Deutschen Meisterschaft vor zwei Jahren hatte er sein Körpergewicht innerhalb von vier Monaten von 97 Kilo auf 80 Kilogramm reduziert. Ganz so streng war er dieses Mal nicht: „Eine so relaxte Diät hatte ich noch nie gemacht, die nicht nach Gramm abgestimmt war, sondern auf die Bedürfnisse meines Körpers.“ Lediglich die letzten Wochen vor der EM forderte er mehr von seinem Körper.

In zwei Klassen ging Heimerdinger in Spanien an den Start: Masters Physique und Men‘s Physic. Während bei der ersten Klasse die 40- bis 44-Jährigen starten, sind die Teilnehmer der zweiten Klasse nur nach ihrer Größe eingestuft. „Das ist schon schwierig, denn zwischen 20 und 35 Jahren befindet man sich in Höchstform“, sagt der Kraiburger, der mit seinen 40 Jahren diese Grenze schon überschritten hat. Die Masters-Klasse wollte er gewinnen, bei der Männer-Klasse ging es ihm nach einem achten Platz vor zwei Jahren nur um das Erreichen des Finales.

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Am Ende trennte ihn in der Masters-Klasse ein Punkt vom EM-Titel. „Ich bin mit der Silber-Medaille zufrieden, trotzdem ist der eine Punkt ärgerlich. Doch die Männer-Klasse übertrumpft alles“, sagt Heimerdinger. Ausgerechnet die Klasse, in der die Athleten allein nach ihrer Größe eingestuft werden, und die Konkurrenz damit am größten ist, setzt er sich durch. „Der Gewinn ist unglaublich. Ich konnte es anfangs gar nicht wirklich realisieren“, sagt Heimerdinger.

Die Familie gratuliert übers Telefon

Bei seinem größten Sieg war er allein, ohne seine Familie, die ihm eine große Stütze ist. Bei der EM in Santa Susanna in Spanien waren keine Zuschauer zugelassen, angereist war er mit dem deutschen Nationalteam. Ein kleiner Trost, dass er zumindest übers Telefon mit seiner Frau Claudia und Tochter Jolie feiern konnte, die für ihn genauso an dem Erfolg beteiligt gewesen sind.

Mit seinem EM-Titel hat er sich nun auch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Nach seinem Triumph ein zweites Mal seinen Rücktritt erklären, das steht für ihn aktuell nicht zur Diskussion. Ihn reizt es, sich mit den weltbesten Fitness-Athleten zu vergleichen und zu wissen, wo er weltweit steht. Aber das hat noch Zeit: Erst nächstes Jahr im November will er teilnehmen und seinen Körper bis dahin das nächste Mal in Top-Form zu bringen.

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