Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Die Bestände schrumpfen

Fischereiverein Mühldorf-Altötting warnt: Immer weniger Fische in unseren Gewässern

Der Vorstand des Bezirksfischereivereins Mühldorf-Altötting: (von links) Vorsitzender Dr. Manfred Holzner, Stellvertretende Vorsitzende Hans Salfer und Anton Lischka, Kassierin Kathrin Hausberger, Stellvertretender Schriftführer Frank Zimmermann, Gewässerwarte Thomas Stießberger, Chris Arnold sowie Markus Pal und Manfred Dirschl, Jugendleiter Peter Stock, Schriftführer Dr. Rudolf Neumaier und Chronist Dieter Forster.
+
Der Vorstand des Bezirksfischereivereins Mühldorf-Altötting: (von links) Vorsitzender Dr. Manfred Holzner, Stellvertretende Vorsitzende Hans Salfer und Anton Lischka, Kassierin Kathrin Hausberger, Stellvertretender Schriftführer Frank Zimmermann, Gewässerwarte Thomas Stießberger, Chris Arnold sowie Markus Pal und Manfred Dirschl, Jugendleiter Peter Stock, Schriftführer Dr. Rudolf Neumaier und Chronist Dieter Forster.

Äschen, Aitel, Barben und Brachsen werden immer weniger in den Vereinsgewässern. Das zeigen Aufzeichnungen des Fischereivereins Mühldorf-Altötting über die vergangenen fünf Jahrzehnte.

Mühldorf – Neben der Vorstandswahl stand die jährliche Fangbilanz im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Bezirksfischereivereins Mühldorf-Altötting. Der Verein verfügt über eine besondere Statistik: Seit fast 50 Jahren liegen Aufzeichnungen über Fänge vor, die dokumentieren, wie sich die Fischbestände in Inn, Isen und Rott entwickelt haben.

Im vergangenen Jahr entnahmen die Vereinsfischer zum Beispiel drei Äschen, 293 Aitel, 27 Barben und 302 Brachsen. Die Zahlen, die der Vorsitzende Dr. Manfred Holzner aus früheren Jahrzehnten präsentierte, lösten bei manchem Besorgnis aus: Im Jahr 1979 waren es 12.388 Äschen und 1436 Brachsen, 1985 waren es 372 Barben und im Jahr 1990 waren es 1085 Aitel.

Landwirtschaftlich geprägten Wasserqualität dezimiert Bestand

Laut Holzer basieren die Rückgänge auf Strukturverlusten sowie, gerade in Isen und Rott, oft auf der landwirtschaftlich geprägten Wasserqualität. „Wir Fischer sollten uns dafür verantwortlich fühlen, dass unsere Fische überleben.“

Holzner lobte die Disziplin beim Ausfüllen der Fanglisten. Erstmals präsentierte er eine Liste mit den Fängen von Tageskarten-Anglern, die in der Regel nicht dem Verein angehören. Demnach müssen sich die Vereinsmitglieder kaum sorgen, dass Gastangler allzu viele Fische wegfangen.

Befischen der Vereinsgewässer braucht Erfahrung

Von den 8222 Fischen und den 3352 Krebsen, die insgesamt in Inn, Isen, Rott und den Altwässern erwischt wurden, gingen nur 52 Fische und 385 Krebse bei Gastfischern an die Angel beziehungsweise in den Krebskorb. Das zeigt laut Holzner, wie schwer die Vereinsgewässer zu befischen seien und wie viel Erfahrung man brauche.

Die Bewirtschaftung der Fischbestände werde immer anspruchsvoller. Geeignete Besatzfische seien knapp und durch die Kostensteigerungen bei Futtermitteln sowie Transport teuer. „Wir setzen für die meisten Fischarten bevorzugt Jungfische ein, die wir oft auch selbst gezogen haben, weshalb für die meisten Arten ein guter Unterbau vorhanden ist“, informierte Holzner.

Fische sollen den Haken nicht schlucken

Dieser Unterbau sei zu schonen. Der Vorsitzende appellierte an die Fischer, die Methoden so zu wählen, dass die Fische den Haken nicht schlucken. Darüber hinaus kündigte Holzner eine größere Umbaumaßnahme an der Inn-Altwässer-Betonwand und im Nasenloch an. Sie sollen miteinander verbunden werden. Die Kosten übernehme das Kraftwerksunternehmen Verbund AG. Holzner verspricht sich davon, dass sich die ökologische Situation für die Fische verbessert.

Bei der Wahl bestätigten die Anwesenden den Vorstand sowie den Beirat einstimmig. Vorsitzender ist weiterhin Holzner, seine Stellvertreter sind Anton Lischka und Hans Salfer. Als Kassierin fungiert Kathrin Hausberger, Andreas Hartan, der neu dazu gekommen ist, vertritt sie.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Mühldorf finden Sie hier.

Das Amt des Chronisten hat Dieter Forster inne. Als Schriftführer wurden Dr. Rudolf Neumaier und Frank Zimmermann gewählt. Thomas Stießberger, Chris Arnold, Manfred Dirschl, Markus Pal fungieren als Gewässerwarte. Die Jugend leitet Peter Stock.

CLH

Mehr zum Thema

Kommentare