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Kommunaler Wohnungsbau

Finanzspritze für „Marktplatz 7“: Buchbach bekommt 1,64 Millionen Euro Fördermittel

Die Baulücke, die im Sommer durch den Abriss des alten Sailstorfer-Hauses entstanden war, ist bereits wieder gefüllt. Hier werden sieben Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte entstehen.
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Die Baulücke, die im Sommer durch den Abriss des alten Sailstorfer-Hauses entstanden war, ist bereits wieder gefüllt. Hier werden sieben Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte entstehen.
  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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Das Haus „Marktplatz 7“ in Buchbach ist Geschichte. Es gehört der Marktgemeinde und ist im Sommer abgerissen worden. Es wird aber derzeit an gleicher Stelle wieder aufgebaut, damit dort kommunaler Wohnungsbau entstehen kann.

Buchbach – Sprich die Vergabe der Wohnungen erfolgt an Menschen, die „Bedarf an vergünstigten Mietkosten haben“, wie es Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) beschreibt. Er macht auch klar, dass es sich nicht um ein Projekt für sozialen Wohnungsbau handelt.

Das Gebäude Marktplatz 7 (Sailstorfer-Haus) wurde 1954 von der Gemeinde gekauft und zu einem Wohnhaus umgebaut. Vorher wurde darin von Anton Sailstorfer eine Brauerei betrieben, die kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aufgegeben wurde.

Schlechte Substanz zwingt zu Neubau

In den vergangenen Jahren hat der Marktgemeinderat bereits des Öfteren diskutiert, was mit dem Haus geschehen soll. Auch die ansatzweise Sanierung mithilfe von Städtebaufördermitteln wurde bereits angeleiert. Doch Untersuchungen ergaben, dass die Substanz zu schlecht war. Deshalb hat der Marktgemeinderat sich für den Abriss und einen Neubau entschieden. Es soll ein Ersatzneubau mit sieben Mietwohnungen.

Dazu hat die Regierung von Oberbayern jetzt staatliche Fördergelder aus dem „Kommunalen Wohnraumförderprogramm“ in Höhe von rund 1,64 Millionen Euro bewilligt. Davon werden 545 500 Euro als Zuschüsse ausbezahlt und beinahe 1,1 Millionen Euro als zinsgünstige Förderdarlehen angeboten. Dazu kommt noch ein zehnprozentiger Eigenanteil der Gemeinde.

Labo-Kreditvertrag liegt bereits vor

Bei der Dezember-Sitzung des Marktgemeinderates berichtete Bürgermeister Thomas Einwang, dass der Kreditvertrag der BayernLabo bereits vorliegt. Die Auszahlung des Darlehens ist für das kommende Jahr geplant.

Bereits in der März-Sitzung hatte der Marktgemeinderat beschlossen, ein Darlehen mit einer Laufzeit und Zinsbindung von 30 Jahren zu wählen. Einwang ergänzte, dass damals der Zinssatz bei 0,99 Prozent lag, aktuell bei 0,2 Prozent. Einstimmig genehmigte der Marktgemeinderat den Abschluss des Kreditvertrages und die Auszahlung im Jahr 2021.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich, laut der Pressemitteilung auf 1 862 554 Euro.

Sieben Wohnungen für den schmalen Geldbeutel

Dabei soll der Neubau, wenn man vom Marktplatz darauf schaut, von außen in etwa so aussehen, wie bisher. Es soll wieder ein simpler Baukörper ohne Dachüberstand werden. Da das Gelände in Richtung Wagnergasse abfällt, soll der Baukörper, wie jetzt auch, durch ein Vorder- und ein Rückgebäude gestaffelt werden. Architekt und Planer Josef Anglhuber hat allerdings geplant, dass der hintere Teil des Gebäudes etwas niedriger ist – derzeit ist er höher und wirkt dadurch wuchtiger. Damit würde es optisch gefälliger wirken, so sein Argument.

In dem Haus sollen sieben Wohnungen entstehen: jeweils eine Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss und ersten Stock sowie eine Art Penthouse im Dachgeschoss.

Mit dem Projekt sollen vor allem Wohnungen für einkommensschwächere Haus-halte geschaffen werden. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei gestaltet und erreichbar. Sie eignen sich daher auch für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder für Senioren.

Ein städtebaulich sensibler Bereich

Nach dem Abbruch des Vorgängergebäudes wird damit die Baulücke an einer städtebaulich sensiblen Stelle wieder geschlossen werden. Der Ersatzneubau bildet im historischen Ortskern von Buchbach den westlichen Abschluss des Marktplatzes und liegt in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche St. Jakobus, wird in der Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern kurz erläutert.

Im Jahr 2020 stehen der Regierung von Oberbayern im „Kommunalen Wohnraumförderprogramm“ 90 Millionen Euro für Zuschüsse aus Mitteln des Freistaates Bayern sowie Darlehen der Landesbodenkreditanstalt zur Verfügung.

Mit dem Förderprogramm, das Anfang 2016 gestartet wurde, werden Städte und Gemeinden bei der Schaffung von angemessenem und bezahlbarem Wohnraum unterstützt.

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