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Umstrittener Bau

Muss das sein? Der schwarze Block des Finanzamts in Mühldorf führt zu Diskussionen

Passt es rein oder ist es ein Fremdkörper: Das sanierte Gebäude des Finanzamts ist schwarz.
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Passt es rein oder ist es ein Fremdkörper: Das sanierte Gebäude des Finanzamts ist schwarz.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Seit diesem Jahr saniert der Freistaat das Finanzamt in Mühldorf. Seit einiger Zeit ist ein erstes Ergebnis zu sehen: Schwarz steht der Flachbau in dem kleinen Park. Viele Mühldorfer fragen sich angesichts der Farbe: Muss das sein?

Mühldorf – Für Diskussionen sorgt das neue Aussehen des Finanzamts in der Katharinenvorstadt. Schwarz steht der Flachbau vor dem mittelalterlichen Pflegschloss mit seinen gedeckten Pastellfarben. Der dreistöckige Neubau verschwindet noch hinter einer Verkleidung, auch seine Fassade soll von Schwarz dominiert werden, unterbrochen von weißen Flächen.

Neue Fassade soll Energie sparen

Grund für die Fassadenneugestaltung ist nach Angaben des staatlichen Bauamts in Rosenheim die Sanierung der Gebäude, die bisher in Sichtbeton erschienen. „Die umfangreichste Maßnahme ist dabei die energetische Sanierung der Fassaden“, erklärt Sprecherin Ursula Lampe.“

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Die Bestandsgebäude weisen nach ihren Angaben vor allem in diesem Punkt große Defizite auf, „da die vorgehängten Fertigbetonfassaden nur gering gedämmte oder teils auch ungedämmte Flächen aufweisen.“

Seit Januar 2020 laufen die Arbeiten, die heuer weitgehend fertig werden sollen. Wegen des dahinterliegenden Pflegschlosses mussten mit dem Denkmalamt abgestimmt werden.

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Das habe auch der Farbgestaltung zugestimmt, betont Lampe. Bei der Fassadengestaltung sei darauf geachtet worden, dass „keine Konkurrenz zum denkmalgeschützen Altbau entsteht und die Fassaden zurückhaltend in den Hintergrund treten“.

Pflegschloss soll bestimmend bleiben

Architekt, Ulrich Farthofer spricht von einem „ausgewogenen Gleichgewicht der einzelnen Gebäude“ das es zu schaffen gelte. „Gleichzeitig soll dem denkmalgeschützten Hauptgebäude eine herausragende Stellung innerhalb des Ensembles gewährt werden.“ Das geschehe durch eine kleinteilig strukturierte Fassade. „Die Gebäude des Finanzamtes sollen sich in ihrer Gesamtheit ruhig und gut in die Struktur im Innenstadtbereich einfügen. Dabei soll ganz klar die Stellung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes weiterhin gut sichtbar bleiben.“

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Bis Ende des Jahres wird laut Baumamt der Großteil der Fassadenarbeiten abgeschlossen sein, kleinere Teilbereiche werden Anfang des kommenden Jahres fertiggestellt. Dazu gehören beispielsweise auch die Außenanlagen und die Fußwege.

Schutz für Fledermäuse

Eine weitere Herausforderung bei der Sanierung der Gebäude stellte die Fledermauskolonie der Gattung „Abendsegler“ dar. Um die Tiere zu schützen und ihren Lebensraum zu erhalten, wurden in die neue Fassade im gleichen Umfang Fledermausquartiere eingebaut. Die Fledermäuse können somit im Winter wieder einziehen.

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