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BIENNALE BAVARIA INTERNATIONAL

Filme als Impuls für lebendige Heimat

Freuen sich auf das Festival: Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch, Schauspielerin Johanna Bittenbinder, Kameramann Stefan Biebl und Kurator Joachim Kurz (von links).
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Freuen sich auf das Festival: Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch, Schauspielerin Johanna Bittenbinder, Kameramann Stefan Biebl und Kurator Joachim Kurz (von links).

Diesmal scheint es trotz Corona zu klappen: Das Heimatfilmfestival könnte im September in der Region über die Leinwand fimmern. Vorab trafen sich die Jury-Mitglieder zum Kennenlernen.

Mühldorf/Burghausen – Die Vorhut des Heimatfilm-Festivals „Biennale Bavaria International“, das von 15. bis 19. September erstmals in der Inn-Salzach-Region stattfindet, ist am Samstag in Person von bayerischen Filmschaffenden nach Burghausen gekommen. Der Verein „Internationales Festival des Neuen Heimatfilms e.V.“ und Inn-Salzach-Tourismus verfolgen die Ziele, die Zusammenarbeit zu aktivieren, die heimische Kultur zu unterstützen und „Heimat“ gemeinsam zu gestalten.

Mehr als nur Bayern

Heimat werde erschaffen von Menschen, die Ideen haben und sich zusammentun, um diese zu verwirklichen, davon sind Günther Knoblauch und Johanna Bittenbinder, beide Gründungsmitglieder des Vereins, überzeugt.

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In Spiel- und Jugendfilmen, in Dokumentationen und Diskussionsrunden soll dieser Gedanke näher beleuchtet werden. Kurator Joachim Kurz verfolgt das Ziel, die besten Heimatfilme der letzten beiden Jahre zeigen zu können. Bittenbinder sagt, Heimat ist nicht nur Bayern. „Heimat kann auch in Chile oder Afrika sein. Es geht darum, dass jemand seine Heimat findet und authentisch darüber erzählt“, so Bittenbinder.

Keine Heimattümelei

Günther Knoblauch hofft auf ein buntes Festival. „Egal wo ein Heimatfilm spielt, man sollte sich selbst wiederfinden, fern jeder Tümelei. Das Aufgesetzte, das braucht’s nicht“, ist er sich mit Johanna Bittenbinder einig.

Mit den unterschiedlichen Filmen, die in Burghausen im Ankersaal und dem Quadroscope, im Kultur + Kongress Forum Altötting, im Utopia in Wasserburg, im Hollywood am Inn in Mühldorf, im Stadtkino in Trostberg und im Haager Bürgersaal gezeigt werden, soll den Menschen Heimat bewusst gemacht werden und eine Anregung gegeben werden, wie man sich in die Heimat einbringen kann.

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„Die bewegten Bilder sind Impuls für lebendige Heimat“, so Bittenbinder.

Globalisierung als Thema

In dieser Heimat ist auch Raum für Diskussion. In den Runden mit namhaften Vertretern aus Kultur, Kirche, Politik und Gesellschaft soll über die kulturelle Vielfalt gesprochen werden.

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Es wird um Europa und die Globalisierung ebenso gehen wie um Religion, um den Stadt-Land-Konflikt, um soziale Fragen und Geschlechterdiskussionen.

Verein verbindet Menschen

Im Glaspunkt in der Burghauser Altstadt konnte sich die Schauspielerin Michaela Heigenhauser als Glasbläserin üben. Angeleitet wurde sie vom Burghauser Künstler Sigi Franz.

Damit Heimat auch hinter der Kamera gelingen kann, nutzten die Teilnehmer des Nachmittags die Gelegenheit, sich vor dem Festival kennenzulernen. In lockerer Atmosphäre bei der Plättenfahrt auf der Salzach und bei einem Mittagessen in der Altstadt war es für die Kameramänner Stefan Biebl, Michael Sandorov, Markus von Kleist, Markus Thanner und die Schauspieler Corinna Binzer, Michaela Heigenhauser, Christof Stoiber, Kathi Leitner, Thomas Kreß, Walter Schuster und Mike Sobotka unkompliziert, ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. „Auch dafür ist unser Verein da“, so Vorsitzender Knoblauch.

Preise in vielen Kategorien

Dieses Heimatfilmfestival abseits der Ballungsräume und Filmfestspielorte will von sich reden machen. Dazu gehört auch, dass – wie es einer Biennale gebührt – auch Preise vergeben und Filmneuerscheinungen ausgezeichnet werden. Die Skulptur dazu kommt von Künstler Sigi Franz, dessen Atelier Glaspunkt auch Station bei der Burghauser Stippvisite war.

Nach diesem spannenden Kennenlerntag fühlt sich Günther Knoblauch in seiner Einschätzung bestätigt, dass die Region durch das Heimatfilmfestival eine weitere, kulturell-touristische Attraktion erhält. Und diese biete erhebliches Entwicklungspotenzial etwa in Richtung Heimatliteratur, Volkstheater oder Volksmusik.

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