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Feuerwehr Obertaufkirchen appelliert in Facebook-Post an Autofahrer

„Autos versuchen kamikazeartig zwischen unseren beiden Fahrzeugen hindurchzukommen!“

In einem eindringlichen Facebook-Post appelliert die Feuerwehr von Obertaufkirchen an Autofahrer, von Überholmanövern gegen ihre Fahrzeuge im Einsatz abzusehen.
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In einem eindringlichen Facebook-Post appelliert die Feuerwehr von Obertaufkirchen an Autofahrer, von Überholmanövern gegen ihre Fahrzeuge im Einsatz abzusehen.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Bei Einsatzfahrten auf der Autobahn müssen sie immer wieder halsbrecherische Überholmanöver durch Autofahrer erleben. Nun wendet sich die Feuerwehr Obertaufkirchen in einem Facebook-Post an die Öffentlichkeit und bittet um umsichtigeres Verhalten.

Obertaufkirchen - „Für 10, vielleicht 15 Minuten die sie nicht im Stau stehen müssen riskieren diese Leute ihre und unsere Sicherheit und Gesundheit“, klagt Fabian Wetzl, stellvertretender Vorsitzender der Feuerwehr Obertaufkirchen e.V. gegenüber innsalzach24.de. „Meistens gefährden sie sich und andere aber für gar nichts: Als wir in der vergangenen Woche zur Absicherung eines Lkw-Unfalls im Tunnel der A94 bei Ampfing anrückten brauste auf einmal ein Autofahrer mit bestimmt 150 km/h auf dem Pannenstreifen an uns vorbei. Der hat dann aber die Ausleitung nicht gesehen und stand dann am Tunneleingang erst einmal. Es hat ihm also gar nichts gebracht.“

Feuerwehr Obertaufkirchen appelliert: Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht nicht überholen!

Nun appellieren die Floriansjünger in einem Facebook-Post an die Vernunft der Autofahrer in der Region. „Leider werden wir auf unseren Einsatzfahrten, insbesondere auf der Autobahn, immer wieder in gefährliche und haarscharfe Situationen gebracht“, heißt es darin. Dies, während sie eigentlich für die Absicherung einer Unfallstelle sorgen wollen: „Werden wir auf die Autobahn alarmiert, so besteht unsere erste Aufgabe darin, einen ‚künstlichen Stau‘ zu erzeugen. Hierzu wird der nachfolgende Verkehr entsprechend heruntergebremst“, erläutert die Feuerwehr weiter. „Dazu ziehen unsere beiden Fahrzeuge zunächst auf die rechte Spur der Autobahn. Unmittelbar danach wechselt unser Löschfahrzeug mit dem Verkehrssicherungsanhänger auf die Überholspur.“

Und genau in diesem Moment komme es dann von Seiten mancher Autofahrer zu unnötigen und riskanten Überholmanövern. „Leider mussten wir nun schon mehrfach miterleben, wie Fahrzeuge quasi kamikazeartig versuchen, über den Pannenstreifen oder sogar zwischen unseren beiden Fahrzeugen hindurchzukommen“, wird der Bericht im Facebook-Post fortgesetzt und bittet: „Seht ihr unsere Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht, dann handelt umsichtig und haltet Abstand! Bitte seht von jeglichen Überholversuchen ab. Ihr gefährdet dadurch nicht nur Euch selbst, sondern vor allem auch uns.“ - „Wie gesagt, so etwas erleben wir leider in jüngster Zeit immer wieder“, betont Fabian Wetzl und wiederholt, im Namen aller Hilfsorganisationen, den Appell aus dem Facebook-Post: „Wir machen den ‚Job‘ freiwillig und ehrenamtlich - und unsere Familien warten zu Hause. Achtet auf uns und denkt mit!“

Das Überholen eines Einsatzfahrzeugs, welches mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs fährt, ist grundsätzlich nicht illegal. Ärger droht allerdings, wenn die Einsatzkräfte nachweislich durch das Überholmanöver behindert oder gar gefährdet werden. Als ein Grundsatzurteil gilt dabei der Fall einer Frau, die ein mit eingeschalteter Notfallsirene und Blaulicht fahrendes Feuerwehrfahrzeug zu überholen versuchte und dabei mit dem nach links ausscherenden Einsatzfahrzeug kollidierte. Das Landgericht Magdeburg entschied 2001, dass sie für den Unfallschaden in voller Höhe aufkommen musste, wie die Fach-Website rettungsdienst.de berichtet.

hs

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