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Fast 50 Millionen Euro Vermögen

Marktgemeinde Buchbach finanziell gut ausgestattet - kann aber auf Teile des Geldes nicht zugreifen

Derzeit werden die alten Wasserzähler gegen digitale Wasserzähler ausgetauscht. Nicht jeder Bürger ist davon begeistert und legt Widerspruch gegen die Funkübertragung der verbrauchten Wassermenge ein. Den Austausch des Zählers kann man aber nicht ablehnen.
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Derzeit werden die alten Wasserzähler gegen digitale Wasserzähler ausgetauscht. Nicht jeder Bürger ist davon begeistert und legt Widerspruch gegen die Funkübertragung der verbrauchten Wassermenge ein. Den Austausch des Zählers kann man aber nicht ablehnen.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Die Marktgemeinde ist finanziell gut ausgestattet. Die Gemeinde hat aktuell ein Vermögen von etwa 47,1 Millionen Euro. Das sagte Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) bei der Bürgerversammlung im Kulturhaus. Das ist allerdings Geld, auf das man nicht direkt zugreifen kann.

Buchbach – Das Vermögen setzt sich aus bebauten Grundstücken, Grundbesitz sowie beweglichem und Anlagevermögen zusammen. Doch es ist schon ein Indikator, wie eine Kommune finanziell aufgestellt ist. Bürgermeister Einwang führte in seinem Rechenschaftsbericht aus, dass sich Corona „nicht so stark ausgewirkt hat“.

Sanierte Schule ist optimales Lernumfeld

In seinem Rückblick erinnerte Einwang unter anderem an die Sanierung der Grund- und Mittelschule, die mittlerweile abgeschlossen ist und nun „eine zukunftsfähige Schule mit optimalem Lernumfeld für die Schüler“ sei. Gott sei dank habe man sich nicht beirren lassen und auch eine Lüftungsanlage eingebaut.

Breitbandausbau ist „ein mühsames Geschäft“

Ein Thema, das die Gemeinde auch weiter beschäftigt, ist der Breitbandausbau. Weite Teile der Marktgemeinde sind bereits mit schnellem Internet ausgestattet, doch es gebe auch noch weiße Flecken, so Einwang. Über ein bayerisches Förderprogramm (Höfebonus) und ein Bundesförderprogramm werde versucht, weiterzukommen, doch, so Einwang, „es ist ein mühsames Geschäft“.

Radweg nach Schwindegg: Bürgermeister ist optimistisch

Ähnlich mühsam ist der geplante und seit Jahren geforderte Radweg von Buchbach nach Schwindegg. Aktuell sieht es so aus, dass der notwendige Grund von elf Grundstückseigentümern auf Buchbacher Seite erworben werden muss: Vier haben bereits eine Vereinbarung unterzeichnet, bei einem Eigentümer ist der Kauf bereits über die Bühne gebracht worden. Dazu gibt es vier mündliche Zusagen.

Einwang gab sich bei der Bürgerversammlung zuversichtlich, dass die Grundstücksverhandlungen bis Ende des Jahres in trockenen Tüchern sind. Er erinnerte aber auch daran, dass auf Schwindegger Seite der Weg durch ein FFH-Gebiet führen würde und dort noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist.

Bauland für Wohn- und Gewerbeflächen ist gefragt

Ein weiteres Thema, das der Marktgemeinde unter den Nägel brennt, ist die Beschaffung von Bauland; sowohl für Wohn- als auch Gewerbeflächen. Steigende Preise in Kommunen, die näher an München dran sind, haben die Nachfrage in Buchbach verstärkt. Bürgermeister Einwang listete auf, welche Projekte in Angriff genommen werden.

Er nannte unter anderem das geplante Baugebiet „Luberfeld“ oder den Ersatzbau „Marktplatz 7“, aber auch Bemühungen in Sachen „Nachverdichtung“ und „Schließung von Baulücken“. Dazu gehört aber auch die passende Infrastruktur, beispielsweise genügend Plätze für die Kinderbetreuung, eine ausreichende ärztliche Versorgung sowie eine entsprechende Wasserver- und -entsorgung. Das alles muss die Gemeinde vorhalten.

In Sachen Wasserversorgung berichtete Einwang auch, dass die Gemeinde digitale Wasserzähler angeschafft hat, die in jedem Haushalt eingebaut werden. Sie haben unter anderem den Vorteil, dass der Wasserverbrauch per Funk ausgelesen werden kann und kein Mitarbeiter der Gemeinde extra ins Haus kommen muss. Gleichzeitig haben Besitzer eines Einfamilienhauses die Möglichkeit, Einspruch gegen die Funkübertragung einzulegen.

Viele Bürgerfragen

Natürlich hatten die Bürger auch die Möglichkeit, bei der Bürgerversammlung Fragen zu stellen. In Buchbach tauchten folgende Fragen auf: Martin Zirnbauer-Geisberger wollte wissen, wie es mit der Nutzung des Nebenraumes der Gastwirtschaft „Beim Obern“ für Jugendliche ausschaut. Die Gemeinde hat dem Gaststättenerhaltungsverein einen Obolus gezahlt, um den Raum nutzen zu können. Bürgermeister Einwang sagte, dass eine feste Belegung des Nebenraumes aus organisatorischen Gründen nicht möglich sei. Er können sich jedoch schon vorstellen, dass Jugendliche dort auch mal eine Party ohne Erwachsene feiern können.

Anton Maier monierte, dass Parkplätze auf dem Marktplatz von Mitarbeitern umliegender Geschäfte belegt werden. Bürgermeister Einwang sagte, dass die Marktgemeinde hier nur an die Parker appellieren könne, sich andere Abstellmöglichkeiten zu suchen.

In diesem Zusammenhang regte Franz Mayer an, dass das Gelände des jetzigen Bauhofes, wenn der neue Bauhof gebaut ist, ja als Parkfläche genutzt werden könne. Bürgermeister Einwang stimmte zu, sagte aber auch, dass die Diskussion, wie das Areal einmal genutzt werden kann, noch nicht abgeschlossen ist.

Max Deinböck monierte, dass das Gelände, auf dem derzeit der Jacky-Bus abgestellt ist, ziemlich eingesaut ist. Bürgermeister Einwang sagte, man wisse um das Problem und habe die Besitzer des Jacky-Bus bereits informiert. Ein Treffen sei gescheitert, doch die Gemeinde habe ihnen mitgeteilt, dass der Jacky-Bus auf dem Areal, das der Gemeinde gehört, nur noch bis Oktober stehen kann. Wenn er nicht abtransportiert wird, werde er von der Gemeinde entsorgt.

Keine Bürgerfragen gab es bei der Bürgerversammlung in Ranoldsberg. Dort sprach während des Vortrages von Bürgermeister Einwang Marktgemeinderat Josef Genzinger die Verlegungstiefe des Glasfaserkabels auf privatem Grund an. Dazu meinte der Bürgermeister, dass die jeder Einzelne mit der Tiefbau-Firma besprechen müsse.

Georg Zirnbauer senior aus Adlding wollte ergänzend wissen, warum das Thema Breitband nicht zentral vom Innenministerium mit der Telekom geregelt wird. Eine berechtigte Frage, meinte Bürgermeister Einwang, die aber von ihm nicht hinreichend beantwortet werden kann.

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