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INTERVIEW

Ex-Läuferin aus Ampfing hat eine neue Leidenschaft entdeckt: das Walken

Walken statt Laufen. Gudrun Brandl hat am Umstieg ihre helle Freude.
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Walken statt Laufen. Gudrun Brandl hat am Umstieg ihre helle Freude.

Oft ist es so, dass aus Walkern Läufer werden. Bei Gudrun Brandl aus Ampfing war es umgekehrt. Und das hat seine Gründe.

Von Armin Fladerer

Ampfing – Vor drei Jahren wurde die begeisterte Läuferin in den Vereinen LC Bayern und LG Mettenheim 70. In der neuen Altersklasse hätte sie zur Siegläuferin werden können. Doch dann zwickt die Hüfte, eine OP ist fällig. Gudrun stellt sich sofort darauf ein und gibt ihrem Körper Zeit, die er braucht, um wieder in Bewegung zu kommen. Sie fängt zu walken an und erkennt: Das macht richtig Spaß, das ist mein neuer persönlicher und altersgemäßer Sport. Den ich vielleicht noch lange betreiben kann.

Länger als das Laufen? Wir sprachen mit ihr über die Beweggründe und darüber, warum Walken mindestens genau soviel Spaß machen kann wie Laufen.

Welche Unterschiede gibt es für Sie vom Laufen zum Walken?

Gudrun Brandl: Ich wollte nicht nur Spazierengehen, sondern das Nordic Walken sportlich betreiben. Doch bald habe ich festgestellt, dass der Bewegungsablauf mit den Stöcken gelernt sein will. Walken ist sehr Körper betont und – will man es wirklich richtig machen – aufgrund der Technik sehr anspruchsvoll.

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Haben Sie den Umstieg bereut?

Brandl: Mit der neuen Hüfte stand das Walken erst als Reha-Maßnahme auf dem Programm. Doch bald bereitete es mir so viel Freude, dass es mehr als Reha und ein Ersatz für das Laufen war. Ich hätte auch nach der OP wieder laufen können und dürfen, vielleicht gute Ergebnisse und Platzierungen erreicht. Ob mich das zufrieden stellte, kann ich heute nicht mehr sagen. Ich habe mittlerweile viele gute Walkingfreunde gefunden. Auch jene wie Georg „Mandi“ Buchner, die mich im sportlichen Nordic-Walking weiter brachten. Heute nach vier Jahren nur Walken und nicht Laufen habe ich nichts davon bereut.

Welche Verbesserungen würden Sie sich beim Walken als Wettkampfsport wünschen?

Brandl: Es sollte mehr reine Walkingveranstaltungen geben. Ich bin aber schon zufrieden, wenn Laufveranstalter einen separaten Start für Walkerinnen und Walker anbieten und wir nicht als „Anhängsel“ unter die Läufer gemischt werden, um mehr Teilnehmer zu generieren. Das größte Ärgernis sind oft die Walker selbst, wenn sie zwischendrin laufen und sich nicht an die sportlichen Regeln halten. Das ist einfach unfair!

Welche Veranstaltungen gefallen Ihnen als Walkerin am besten?

Brandl: Ich freue mich immer auf Walkingstrecken in der Natur und im Gelände. Das ist die wahre Heimat des Walkens, wie zum Beispiel in Zellereit in Oberbayern oder Pfettrach und Bad Griesbach in Niederbayern. Auch der Kurs bei den Bayerischen Meisterschaften in Nürnberg 2019 war einmalig schön. Grundsätzlich sind Veranstaltungen mit getrennter Wertung für Walkerinnen und Walker ein Anreiz, dabei zu sein.

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