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Kirchenjubiläum in Töging

Es wird einem nicht geschenkt – Töginger Pfarrei St. Josef besteht seit 70 Jahren

Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst überreichte Pfarrer Piotr Wandachowicz seitens der Stadt Töging eine Jubiläumskerze. Foto Becker
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Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst überreichte Pfarrer Piotr Wandachowicz seitens der Stadt Töging eine Jubiläumskerze.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Zum Festtag hatte Pfarrer Piotr Wandachowicz in Töging eine besondere Messe vorbereitet. Fast auf den Tag genau vor 70 Jahren wurde die Pfarrkirche St. Josef am 21. September 1952 von Bischof Scharnagl eingeweiht. Dabei wurde klar: Einfach war es nie.

Töging – Schon die Lesung aus dem Buch Amos erinnerte daran, dass einem auf dieser Welt nichts geschenkt wird. Im Evangelium führte der Pfarrer dann das Gleichnis des Lazarus ins Feld, der im Leben viel zu erleiden hatte.

Ein abschreckender Text

„Ich hätte es mir auch einfacher machen und keinen so abschreckenden Text nehmen können!“, erklärte das Oberhaupt der Pfarrgemeinde, doch sei es gerade in Krisenzeiten nötig, „die Augen nicht zu verschließen“. Piotr Wandachowicz lobte die Aufbruchstimmung der Bevölkerung in der Töginger Siedlung der frühen 1950er Jahre.

Diese hatte den Kirchenbau so kurz nach dem Krieg in nur einem Jahr fertiggestellt, während es dann noch vier Jahre dauerte, bis die Diözese dem Gotteshaus einen eigenen Seelsorger zuwies und es zur Pfarrkuratie erhob. Eine eigene Pfarrei war St. Josef sogar erst ab 1959 und das auch nur 40 Jahre lang, 1989 erfolgte der Zusammenschluss in einen Pfarrverband mit der Nachbarpfarrei Erharting.

Bürgermeister wünscht sich mehr Zusammenhalt

Dennoch wünschte sich nach der Messe auch Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst einen derartigen Zusammenhalt in der Gesellschaft: „In der Anfangszeit fanden die Messen hier noch ohne Bänke mit mehr als 1000 Gläubigen statt!“, verdeutlichte das Stadtoberhaupt den Wortsinn von „Zusammenstehen“. Zudem sei das Gebäude mit seinem Satteldach, das den umliegenden Häusern der Arbeitersiedlung nachempfunden ist, regelrecht „zum Wahrzeichen von Töging geworden“.

Kirchenpfleger Johann Steckermeier erklärte noch die Intention hinter der Renovierung des Kirchenvorplatzes und was dort noch geplant ist. So bat er um Verständnis dafür, dass die alten Bäume noch gefällt werden müssten, die nach Experten-Aussagen stark umsturzgefährdet seien. Zudem solle ja auch eine Reihe neuer Bäume gefällt werden.

Platz zum Zusammenkommen

Er freute sich über den durch LED-Beleuchtung und Bänke sowie seine Weitläufigkeit einladend gestalteten Platz der Begegnung, der schon erste Nutzer gefunden habe: „Gestern Abend traf ich da einige Jugendliche, die sich freuten, hier endlich einen Platz zum Zusammenkommen zu haben!“, so Johann Steckermeier.

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Nun läge es mit der geplanten Renovierung des Pfarrzentrums letztlich an der Diözese, wieder ein zeitgemäßes Umfeld für junge Gläubige zu schaffen. Nach der Messe fand vor der Kirche die Einweihung der elften Station des Töginger Geschichtslehrpfades statt. Stadtrat Stefan Grünfelder, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Töginger Heimatbundes, dessen Gestaltung maßgeblich begleitet hatte, setzte die weit mehr als 100 Anwesenden über die Funktion dieser modernen Infotafel in Kenntnis, die, wie die anderen Stationen, in Erinnerung an die Stadterhebung Tögings vor 50 Jahren entstanden ist. Nach der feierlichen Segnung durch Pfarrer Piotr Wandachowicz lud dieser noch ins Pfarrzentrum ein, wo dann sogar noch echte Ökumene gefeiert wurde: Pfarrerin Dr. Sabrina Wilkenshof hatte sich mit einigen Gemeindemitgliedern nach ihrem evangelischen Gottesdienst in der Auferstehungskirche auf den Weg in die katholische Nachbarpfarrei gemacht, um zum Jubiläum zu gratulieren.

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