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Serie „Summa dahoam“

Klinikum Mühldorf: So haben sich Geburten in der Region Mühldorf verändert

Das Mühldorfer Krankenhaus hat schon viele und auch manch seltsame Geburten überstanden.
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Das Mühldorfer Krankenhaus hat schon viele und auch manch seltsame Geburten überstanden.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Themen rund um die Geburt in der Kreisstadt Mühldorf finden sich heute in unserer Sommerserie. Im Lauf der Zeit hat sich die Einstellung und die Rolle der Männer entscheidend verändert. Auch dieser Weg wird nachgezeichnet.

Mühldorf – „Die Geburt im Wandel der Zeit“ könnte eine famose wissenschaftliche Arbeit werden, wenn die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen herangezogen würden.

Heute gehört es zum Normalfall, dass Frau und Mann gemeinsam im Kreißsaal sind und die Geburt des eignen Nachwuchses persönlich miterleben. Väter, die sich dieser Pflicht entziehen wollen, werden in der Regel heute ziemlich schräg angesehen,

Feuerwehrausflug oder Geburt

Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg stellte sich bei einer Mühldorfer Familie Nachwuchs ein. Die Geburt wurde für den Juli errechnet. So kam es auch. Die hochschwangere Frau wurde von der ältesten Tochter der Familie zur Entbindung in das Mühldorfer Krankenhaus gebracht. Der Vater des Kindes war mit der Freiwilligen Feuerwehr Mühldorf mit zum Vereinsausflug gefahren. Er war der Kommandant der Mühldorfer Wehr. Als er vom Ausflug nach Hause kam, war er stolzer Vater eines Buben und nach Frau und Sohn wurde erst am Montag geschaut, denn er vertraute der Auskunft des Krankenhauses, dass Frau und Sohn wohlauf seinen.

Der Sohn des Ausflüglers entwickelte sich prächtig und nach gut 20 Jahren seiner Geburt, kündigte ihm seine Freundin an, dass sie Eltern werden würden. Das Geschimpfe seiner Mutter immer Ohr, die nicht vergessen hatte, dass der Feuerwehrausflug vor der Geburt eines gemeinsamen Kindes kam, wollte er ein vorbildlicher Vater sein.

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Als es soweit war, brachte er seine Freundin ins Mühldorfer Krankenhaus zur Entbindung. Frau Lammers war die zuständige Hebamme, die dem werdenden Vater resolut erklärte, er solle sich schleichen und irgendwo ein Halbe Bier trinken, weil des ois a Weiba-Sach sei“.

Er hielt sich genau an diese Vorgaben und begab sich stehenden Fußes in das Gasthaus Turmbräugarten, das damals noch vom Albert Stühler geführt wurde. Er trank ein Paar Halbe und als der Anruf kam, dass Mutter und Tochter gesund seien, wurde daraufhin noch mancher kräftige Schluck genommen.

Geburten wurden veröffentlicht

Ein weiterer Mühldorfer war bereits Vater von drei Töchtern und als seine Frau wieder schwanger wurde. Schwieg er eisern und hielt die gute Nachricht lange vor der Verwandtschaft und den Arbeitskollegen unter der Decke.

Diese Vorsichtsmaßnahme bewährte sich, denn auch diese Schwangerschaft mündete in der Geburt einer weiteren Tochter. Lange ließ sich die Geburt aber nicht verbergen, denn im Mühldorfer Anzeiger wurden damals schon die Geburten mit den Eltern veröffentlicht.

Seine Arbeitskollegen hatten diese Nachricht natürlich gelesen und er hatte eine Woche viele Späße um sein Mädalhaus auszuhalten.

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