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Nach GUTACHTEN

Erweiterung muss warten - Müll verzögert Tögings Gewerbegebiet Mitterwehrt

Im roten Kreis soll früher illegal Müll deponiert worden sein, weshalb die Fläche unbebaut bleiben wird. Für eine weitere Zufahrt zum Industriepark gibt es noch keine konkrete Planung.
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Im roten Kreis soll früher illegal Müll deponiert worden sein, weshalb die Fläche unbebaut bleiben wird. Für eine weitere Zufahrt zum Industriepark gibt es noch keine konkrete Planung.
  • VonPeter Becker
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Ein Müllfund verzögert die Erweiterung der Firma Schmidtbau. Die Behörden hatten es schon erwartet, doch nun ist es gewiss: auf einer Fläche des geplanten Gewerbegebiets Mitterwehrt gibt es eine Altlast. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der Grundstückverpächter in Auftrag gegeben hatte.

Töging – Ein Müllfund verzögert die Erweiterung der Firma Schmidtbau. Die Behörden hatten es schon erwartet, doch nun ist es gewiss: auf einer Fläche des geplanten Gewerbegebiets Mitterwehrt gibt es eine Altlast. Um weitere Verzögerungen zu verhindern, hatte der Verpächter im Januar ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die tatsächliche Belastung zu eruieren. Diesem Gutachten ist zu entnehmen, dass in einem kleinen Teilbereich unweit der früheren Eisenbahnlinie früher offenbar illegal Müll entsorgt wurde.

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Aus Parkplatz wird eine Ausgleichsfläche

Wie es in dem Gutachten heißt, ist man bei einer von zwei Schürfungen in einer Tiefe von zwei bis zweieinhalb Metern auf hausmüllartige Gegenstände getroffen. Wie Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU) in Übereinstimmung mit dem Gutachten erklärte, dürfe das Gelände nicht bebaut werden. Stattdessen soll es in diesem Bereich eine Ausgleichsfläche geben.

Die Erweiterungspläne eines Pleiskirchener Unternehmens, das künftig in Töging die Bestandteile seiner Holz-Stadl lagern und für neue Aufträge umkonfektionieren will, dürfte diese illegale Müllhalde jedoch nicht durchkreuzen: An der betreffenden Stelle war sowieso keine Bebauung, sondern lediglich ein Parkplatz vorgesehen. Daher zeigte sich der Töginger Bürgermeister Windhorst zuversichtlich, dass es schon im April oder spätestens im Mai mit den notwendigen Bauarbeiten losgehen könnte.

Anlieger mit Schallschutzmaßnahmen besänftigt

„Auf der Anliegerversammlung wurden die Anwohner ja durch die geplanten Schallschutzmaßnahmen besänftigt“, erklärte Tobias Windhorst auf Nachfrage. Die Töginger SPD hatte den Stadtratsbeschluss für diese Gewerbeansiedlung zwar selbst mitgetragen. Doch schon mehrfach hatten die Sozialdemokraten den CSU-Bürgermeister bei der Planung gewerblicher Vorhaben auf die Regierungspolitik seiner eigenen Partei hingewiesen, die mehr interkommunale Gewerbegebiete fordert.

Interkommunales Gewerbegebiet mit Winhöring stockt

Daher hatte Fraktionssprecher Günter Zellner (SPD) bei einer Videokonferenz Mitte Januar festgestellt, dass das Töginger Rathaus unter sozialdemokratischer Führung mit der Nachbargemeinde Winhöring „schon deutlich weiter“ gewesen sei.

Bei der Videokonferenz hatte auch rund ein halbes Dutzend Anwohner des geplanten Gewerbegebiets in Mitterwehrt teilgenommen. Sie waren den Ausführungen des Rosenheimer Stadtrats Erdogan Abuzar (SPD) über die Möglichkeiten gefolgt, wie Bürger sich gegen geplante Bauprojekte wehren können. Einen offiziell organisierten Widerstand gibt es bis heute aber offenbar nicht, wie eine Nachfrage der OVB Heimatzeitungen im Rathaus ergab.

Weitere Zufahrt für Industriepark Inntal

Der Lärm durch die voraussichtlich weiter steigende Verkehrsbelastung beim Industriepark Inntal war auch schon im Stadtrat diskutiert worden. Bürgermeister Tobias Windhorst erklärte auf Nachfrage erneut, dass es noch keine konkreten Planungen für eine weitere Zufahrt zum Industriepark Inntal gebe.

Wie schon im Oktober 2020 besprochen, als das Gewerbeprojekt im Stadtrat einstimmig abgesegnet worden war, würden sich die meisten eine Straße auf oder entlang des alten Industriebahndammes wünschen, die dann in den Kreisverkehr südlich der Autobahnausfahrt mündet.

Hauptproblem dabei ist aber, dass der Kreisverkehr seinerzeit zu nah an der Bahnlinie Mühldorf-Simbach errichtet wurde, sodass eine Unterquerung an dieser Stelle offenbar nicht ohne Weiteres machbar ist.

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