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Belastung der Krankenhäuser steigt

Erste Operationen im „InnKlinikum“ Mühldorf und Altötting fallen Corona zum Opfer

Die Belastung der Krankenhäuser steigt - auch im Landkreis Mühldorf.
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Die Belastung der Krankenhäuser steigt - auch im Landkreis Mühldorf.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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In den Krankenhäusern Altötting und Mühldorf werden Operationen abgesagt. Die Kliniken stehen zurzeit unter einer Doppelbelastung.

Mühldorf – Kaum mehr Tote, wenige schwer Corona-Kranke und trotzdem wirkt sich die Pandemie in der Region wieder massiv aus. Vor allem die Krankenhäuser spüren die verschärfte Lage. Denn nicht nur der Landkreis Mühldorf liegt mit einem Inzidenzwert von 1022 in der Spitzengruppe der deutschen Landkreise.

Die Nachbarn in Altötting haben sogar noch höhere Zahlen zu melden. Dort lag die Inzidenz gestern bei 1089 sogar noch weiter vorn.

Personalnot nimmt stetig zu

In den Krankenhäusern Mühldorf und Altötting liegen derzeit 59 mit Corona infizierte Patienten, weit weniger als während der Welle im vergangenen Jahr. Trotzdem ist das „InnKlinikum“ schon jetzt voll getroffen, sagt der Mühldorfer Lungenchefarzt Dr. Gregor Zimmermann.

Das trifft auch das Personal: „Leider beklagen wir schon wieder einen massiven Personalausfall aufgrund von Corona-Infektionen“, sagt Zimmermann“. Nach seinen Angaben fallen derzeit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter coronabedingt aus. „Nur durch Personalverschiebungen, beispielsweise von Haag nach Mühldorf, ist es uns derzeit möglich, die Patientenversorgung aufrecht zu erhalten.“

Planbare Eingriffe sind verschoben worden

Für die Patienten besonders schwerwiegend: „Zahlreiche planbare Eingriffe, mussten verschoben werden. Es werden aktuell lediglich Notfälle, dringliche Patienten oder Patienten mit Verdacht auf einen bösartigen Tumor operiert.“

Arzt rechnet mit weiterem Anstieg

Lungenarzt Zimmermann geht davon aus, dass die Zahlen weiter rasant steigen und sich die Personalsituation weiter zuspitzen wird. „Wir müssen die Kräfte wieder bündeln und Personal, dass an allen Ecken benötigt wird, wieder umplanen.

Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf.

„Bei weiterem Anstieg der Zahlen müssten die Kliniken Ihre Kapazitäten im Covid-Bereich wieder massiv ausstocken. Das bedeutet, dass aber Personal in anderen Bereichen reduziert werden muss.“

Zimmermann hofft, dass die Menschen in der Region wieder etwas vorsichtiger werden und sich vor allem impfen lassen. „Jeder sollte jetzt prüfen, ob nicht eine Auffrischungsimpfung sinnvoll ist“, sagt er. „Das ist ein wirksamer Schutz, um schwere Verläufe zu reduzieren und nicht ins Krankenhaus zu müssen.“

Impfquote in der Region.

Denn auch das zeigt die Omikron-Herbstwelle: Die Zahl der schweren Corona-Erkrankungen ist trotz der hohen Inzidenz niedriger als im Vorjahr. Es gibt weniger Patienten, die wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Auch die Zahl der Toten ist deutlich gesunken.

Rasanter Anstieg geht weiter

Gestern lag der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Mühldorf erstmals seit dem 14. April wieder über die Marke von 1000. Das Robert-Koch-Institut meldete einen Siebentagewert von 1022 und 298 Neuinfektionen. Damit liegt der Landkreis auf Platz 22 in Deutschland. Noch höher ist der Wert im Nachbarlandkreis Altötting, wo er 1089 beträgt.

Das Ende der Schonzeit: Die Grafik macht deutlich, wie schnell der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Mühldorf seit Anfang September gestiegen ist.

59 mit Corona infizierte Patienten liegen derzeit in den Krankenhäusern Mühldorf und Altötting des „InnKlinikums“, drei von ihnen auf der Intensivstation. Einer muss beatmet werden. Die Hospitalisierung im Landkreis Mühldorf liegt bei 27,5, im Landkreis Altötting bei 26.

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