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Kultur und Corona

Erste Ideen für den Corona-Kultursommer in Mühldorf – Das wird aus dem Altstadtfest

Hier könnte möglicherweise etwas entstehen: Bürgermeister Michael Hetzl (links) und Kulturamtsleiter Walter Gruber auf dem Gelände des Innstadtparks als möglichem Spielort im Rahmen des Mühldorfer Kulturprogramms.
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Hier könnte möglicherweise etwas entstehen: Bürgermeister Michael Hetzl (links) und Kulturamtsleiter Walter Gruber auf dem Gelände des Innstadtparks als möglichem Spielort im Rahmen des Mühldorfer Kulturprogramms.
  • Frank Bartschies
    vonFrank Bartschies
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Nach langen Diskussionen hat die Stadt jetzt ein erstes Konzept für einen Kultursommer in Mühldorf vorgestellt. Es enthält neue Ideen und Spielorte.

Mühldorf – „Mühldorf ist mit diesem Vorschlag auf der Überholspur!“ Auf diesen Nenner brachte Andreas Seifinger (UM) seine Einschätzung des neuen, an die Corona-Situation angepassten alternativen Kulturprogramms, das Kulturamtsleiter Walter Gruber in der Sitzung des Haupt- und Kulturausschusses vorgestellt hat.

Kulturamt stellt Grobkonzept vor

Seifinger spiegelte damit die Meinung der Ausschuss-Mitglieder wider, die sich von dem Konzept durchweg angetan zeigten. „Toll, gute Ideen“, attestierte beispielsweise Stephan Schinko (Grüne).

Lesen Sie auch: Weiter Streit über Kultur im Mühldorfer Corona-Sommer – Jetzt soll es ein Arbeitskreis richten

Gruber stellte kein ausgearbeitetes Programm, sondern ein Grobkonzept vor: „Wenn das Konzept im Ausschuss Zustimmung findet, setzen wir uns morgen ans Telefon und legen los.“

Ein ausgearbeitetes Konzept soll abschließend nochmals dem Ausschuss präsentiert werden, wobei Gruber und Bürgemreister Michael Hetzl (UM) betonten, dass auch dieses Programm flexibel sei, weil man im Voraus nicht festlegen könne, wann welche Veranstaltungen stattfinden könnten.

Kultur an verschiedenen Orten

Vorbereitet hatte die Vorschläge der auf Wunsch des Stadtrats gegründete Arbeitskreis, dem neben Gruber auch Kulturreferentin Claudia Hungerhuber (SPD) und Isabell Enzinger vom Kulturamt angehören.

Gruber nannte dem Ausschuss Veranstaltungsorte, die mit einem Corona-Hygienekonzepte bespielt werden könnten: die Wiese im Innstadtpark, der überdachte Haberkasten-Innenhof und die Wiese dahinter, der Stadtwall, in dem neben kleinen Bühnen auch die Wasserflächen und der Spielplatz in die Planungen einbezogen werden könnten, der Stadtplatz und die Eisbahn, wie Gruber auf Nachfrage von Claudia Hausberger (CSU) bestätigte.

Jetzt geht es um die Koordination, wer wann wo auftreten kann

Die Koordination, welche Künstler wo auftreten könnten, sei nun im nächsten Organisationsschritt zu klären.

Als mögliche Auftaktveranstaltung nannte Gruber einen Walking-Act. Dabei würden sechs Gruppen bzw. Darsteller an festen Plätzen zeitgleich je 15 Minuten spielen und danach den den Standort wechseln – ein Programm von eineinhalb bis zwei Stunden ließe sich so gestalten. Spielstätten wären: Innstadtpark, Katharinenplatz, Nagelschmiedturm, Rathaus, Frauenkirche und Altöttinger Tor. Als weiteres mögliches Angebot nannte Gruber eine Kulturpreis-Veranstaltung für Nachwuchskünstler.

Zum Haberkasten-Innenhof führte der Kulturamtsleiter aus, dass dieser innerhalb dreier Monate nur an 18 Tagen genutzt werden dürfe. Mit dem Landratsamt sei aber inzwischen vereinbart, die Überdachungsdauer zu verlängern, um Gruppen die Möglichkeit für Vorproben zu geben.

Sollte das Sommerfestival mit kleineren Veranstaltungen, die teilweise in Wiederholung angeboten werden könnten, über die Bühne gehen, blieben noch sieben Veranstaltungstage übrig. So hab e sich der Kulturschupp’n für Auftritte im Haberkasten-Innenhof angemeldet.

Kulturreferentin begrüßt das Konzept

„Ich glaube, wir können hier etwas wirklich Tolles schaffen zur Freude der Bürger“, zeigte sich Kulturreferentin Hungerhuber über das vorgestellte Konzept erfreut. Sie hatte in den vergangenen Monaten immer wieder ein Corona-Alternativprogramm unter Federführung der Stadt gefordert. Hausberger wollte wissen, ob der Kostenrahmen von 15 000 bis 20 000 Euro nur für Künstlergagen vorgesehen sei.

Kosten und Auftakt noch offen

Gruber sagt, dass der Haushalt der Stadt bereits beschlossen sei. Allerdings sorgten corona-bedingte Veranstaltungsabsagen und -verschiebungen für Einsparpotenzial. Das eine oder andere Equipment müsse möglicherweise beschafft oder geliehen werden, es würden auch noch Sponsoren gesucht.

Im Übrigen sei die genannte Summe derzeit nur als „Hausnummer“ zu verstehen. Bei den 18 bespielbaren Tagen im Haberkasten-Innenhof handele es sich um ganze Tage, so Gruber, an denen mehrere Angebote hintereinander stattfinden könnten.

Die Notwendigkeit flexibler Bausteine für das Kulturprogramm betonte Katrin Enzinger (Grüne), verbunden mit der Bitte, nicht zu groß zu denken. Bürgermeister Hetzl nannte auf Frage Enzingers den Zeitplan die „Gretchenfrage“. Man müsse sich flexibel an das anpassen, was erlaubt sei. „Unsere einzige Hürde ist, corona-bedingte Auflagen zu bewältigen“, bestätigt auch Gruber. Er und Hetzl hoffen aber, Anfang Juni erste Angebote machen zu können.

Schon jetzt Planung für Christkindlmarkt

Stephan Schinko schlug vor, den Innstadtpark auch in die Planungen für Christkindlmärkte einzubeziehen und die Eisbahn aufzusanden, um im Rahmen des Kulturprogramms eine Beach-Party anzubieten. Dr. Reinhard Wanka (UM) fand die Idee, verschiedene Plätze in der ganzen Stadt zu bespielen, sehr gut. Bedenken hatte er, dass es beim Walking-Act zu zu großen Ansammlungen von Zuschauern kommen könnte und die Künstler dann ihre Darbietung einstellen müssten.

Altstadtfest abgesagt

Die Stadt hat das Altstadtfest abgesagt. Als Grund nannte Bürgermeister Michael Hetzl, dass die Stadt „alle Anstrengungen unternehme, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzutreten“. Das Volksfest ist nach Angaben von Kulturamtsleiter Walter Gruber dagegen noch nicht abgesagt.

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