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Enttäuschte Feuerwehrler

Erst kommt der Haushalt: Gemeinderat Erharting hat Versorgungsfahrzeug zurückgestellt

Die Erhartinger Feuerwehr braucht ein solches Versorgungsfahrzeug mit Verkehrssicherungsanhänger. Der Gemeinderat wird darüber aber erst nach Vorliegen des Haushaltsplanes entscheiden.
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Die Erhartinger Feuerwehr braucht ein solches Versorgungsfahrzeug mit Verkehrssicherungsanhänger. Der Gemeinderat wird darüber aber erst nach Vorliegen des Haushaltsplanes entscheiden.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Der Erhartinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Anschaffung eines Versorgungsfahrzeugs mit Verkehrssicherungsanhänger verschoben. Fünf von neun Gemeinderäten sprachen sich trotz der Argumente eines großen Aufgebots der Erhartinger Feuerwehr gegen eine sofortige Entscheidung aus.

Erharting – Der Hauptgrund war aber, dass die Gemeinde noch gar keinen Haushaltsplan für das Jahr 2021 hat. „Ich kann eine derart hohe Ausgabe ohne diese Entscheidungsgrundlage nicht mit meinem Gewissen vereinbaren!“, betonte Gemeinderat Richard Stefke (FWE), der nach längerer Diskussion den Antrag zur Vertagung des Beschlusses stellte.

Feuerwehr will 25.000 Euro beisteuern

Die Feuerwehr von Erharting hatte Mitte August bei der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach einen Antrag über einen Zuschuss in Höhe von 192.700 Euro eingereicht. Hinzu kämen wohl auch noch bisher nicht kalkulierte laufende Kosten für den dann auf drei Fahrzeuge wachsenden Fuhrpark der Erhartinger Wehr.

Erharting ist für Unfälle bis Ampfing zuständig

Befürwortet befürwortet diese Beschaffung auch Kreisbrandrat Harald Lechertshuber. Doch gab es durchaus kritische Nachfragen, warum gerade das nur 900 Einwohner zählende Erharting diese Belastung alleine stemmen solle. „Wir sind wegen des kurzen Anfahrtsweges für alle Unfälle auf der Autobahn bis Ampfing zuständig“, setzte Kommandant Martin Demberger dem entgegen.

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Gesamtkosten in Höhe von 265 000 Euro

An den Gesamtkosten in Höhe von 265.000 Euro würde sich zwar der Freistaat mit 47.300 Euro beteiligen und auch der Feuerwehrverein will 25.000 Euro aus den eigenen Mitteln dazu geben. Dennoch gab Gemeinderat und Nicht-Feuerwehrler Georg Grandl (UWG) zu bedenken: „Das ist eine viertel Million Euro!“. Doch die Kameraden betonten unisono, dass es schließlich um die Sicherheit der Ehrenamtlichen ginge.

Feuerwehr wäre flexibler bei zweiter zeitgleicher Alarmierung

Zwar wäre der Anhänger alleine deutlich günstiger, doch habe es auch schon den Fall gegeben, dass während einer technischen Hilfeleistung auf der Autobahn oder Bundesstraße noch eine zweite Alarmierung erfolgt sei. „Dann könnten wir mit dem Versorgungsfahrzeug einen Teil der Mannschaft schon weiterschicken“, erklärte Kommandant Demberger und nannte einen Überschwemmungseinsatz aus der jüngeren Vergangenheit, für den das Versorgungsfahrzeug ideal gewesen wäre.

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Floriansjünger rechnen mit einer Übergabe nicht vor 2024

Auch wenn die die Erhartinger Feuerwehr selbst nicht mit einer Übergabe der Fahrzeuge vor dem Jahr 2024 rechnet, waren die Aktiven enttäuscht von dem Aufschub der Entscheidung: „Dann ist also das Geld wichtiger, als unsere Sicherheit“, war von der Kameraden zu hören.

Enttäuschung über den Aufschub

Auch der zweite Bürgermeister Christian Mittermüller (UWG) zeigte in der Diskussion Unverständnis über die kritischen Gegenstimmen: „Natürlich wird der Haushalt das hergeben!“, zeigte er sich überzeugt.

Bürgermeister Matthias Huber begründete das Fehlen des Haushaltes 2021 mit einem durch Corona bedingten personellen Engpass in der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach.

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