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Bahnunterführung in Mühldorf gefährlich für Fußgänger und Radfahrer

Engstelle Kapellenstraße: So will die Stadt Mühldorf das Nadelöhr beseitigen

Für Autos extrem eng, für Fußgänger und Radfahrer gefährlich: Die schmale Bahn-Unterführung in der Kapellenstraße. Die Stadt will sie erweitern, muss dafür aber tief in die Tasche greifen.
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Für Autos extrem eng, für Fußgänger und Radfahrer gefährlich: Die schmale Bahn-Unterführung in der Kapellenstraße. Die Stadt will sie erweitern, muss dafür aber tief in die Tasche greifen.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Bahnunterführung an der Kapellenstraße in Mühldorf gehört zu den größten Engstellen in der Stadt. Eine Änderung der Situation schien unmöglich. Doch jetzt könnte es eine Lösung geben.

Mühdorf – Die Stadt will mehrere Millionen Euro investieren, um die Bahnunterführung in der Kapellenstraße zu verbreitern. Das soll der Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 29. September, beschließen. Damit soll eines der größten Nadelöhre und Gefahrenstellen in der Stadt beseitigt werden.

Die Bahn plant die Sanierung der Unterführung in den nächsten Jahren, dabei würde das Bauwerk allerdings nur in der Größe erstellt, die es derzeit hat. Damit bliebe es dabei, dass die Straße zu schmal und vor allem für Fußgänger und Radfahrer wegen sehr knapp bemessener Geh- und Radwege gefährlich bliebe.

Geh- und Radwege auf beiden Seiten

„Die Querschnitte entsprechen nicht den derzeitig gültigen Richtlinien für den Straßentyp und die Verkehrsbedeutung der Kapellenstraße“, betonte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner in der Vorlage für die Stadtratsitzung im Juli.

Damals wurde das Thema kurzfristig gestrichen. „Der Tagesordnungspunkt wurde vertagt, da wir noch auf Rückmeldung seitens beteiligter Behörden warten“, teilt dazu eine Sprecherin der Stadt mit. Am 29. September steht er aber erneut auf der Tagesordnung, „für die Sitzung ändert sich am grundsätzlichen Sachverhalt nichts.“

Stadt muss die kosten übernehmen

Dieser Sachverhalt besagt: Weil diese wichtige Straße so schmal ist, will die Stadt die Vergrößerung der Unterführung bei der Bahn beantragen. Doch damit nicht genug: Wenn die Straße verbreitert und mit Geh- und Radwegen ausgestattet wird, muss die Stadt die Kosten dafür übernehmen.

Denn für alle Forderungen an den Ausbau, die über den Bestand hinaus gehen, gehen aufs Konto der Stadt. Die Bahn zahl in einem komplizierten Abrechnungsverfahren nur das, was die Erneuerung mit den derzeitigen Größen und Standarts kostet.

Planungen stehen noch am Anfang

So bleibt für die Stadt ein großer Brocken. Nach ersten Berechnungen geht es um Kosten von über 15 Millionen Euro in den Jahren bis 2027 zu. Baubeginn ist nach Einschätzung der Stadt frühestens 2025. Die genaue Höhe der Kosten steht allerdings noch nicht fest, da die Planungen nicht abgeschlossen sind. Auch mögliche Förderungen müssen noch mit der Regierung von Oberbayern geklärt werden.

Geh- und Radwege auf beiden Seiten

Fest steht nur, was die Stadt will, sie beruft sich dabei auf die Planungen des Ingenieurbüros „Ing Altötting“. Danach soll es künftig beidseitige Radwege und Gehwege mit 2,50 Meter Breite geben, die Unterführung würde damit insgesamt über 15 Meter breit. Die Durchfahrt soll von derzeit 4,50 auf 6,50 Meter erhöht werden.

Immer mehr Autos

Wie bedeutend die Straße ist, zeigen verschiedene Verkehrszählungen, die die Stadt in den vergangenen vier Jahren durchgeführt hat. Demnach fahren zwischen 6300 und 8500 Autos täglich durch die Unterführung, in Spitzenzeiten über 1000 in der Stunde.

Zahl der Autos wird steigen

Dazu kommen zwischen 200 und 330 Lastwagen am Tag. Prognostiziert wird bis zum Jahr 2040 eine Belastung von 9100 Autos am Tag und mit Spitzenbelastungen von bis zu 1115 Autos pro Stunde.

Die Stadtratssitzung findet am Donnerstag, 29. September, im Mühldorfer Stadtsaal satt. Beginn ist um 17 Uhr.

Beteiligt sich der Landkreis finanziell am Bau der Unterführung?

Bis ins Jahr 2012 gehörte die Kapellenstraße dem Landkreis. Nach dem Neubau der Innkanalbrücke und der Kreisel bei Globus und McDonalds übernahm die Stadt Brücke und Kapellenstraße. Damals vereinbarten Stadt und Landkreis: Sollte die Bahnunterführung binnen der nächsten 25 Jahre – also bis 2038 – saniert werden, übernehme der Landkreis 50 Prozent derjenigen Kosten, die die Stadt tragen muss.

Ob das so kommt, ist derzeit offen. Auf eine entsprechende Anfrage an das Landratsamt antwortete ein Sprecher nur: „Wir befinden uns diesbezüglich gerade in der Prüfung der Sach- und Rechtslage in Abstimmung mit der Stadt Mühldorf.“

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