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Ein buntes Potpourri

Endlich die „Silberne Matinee“ - Zum 25. Mal Volksmusik am Vormittag in Mettenheim

Die Altmühldorfer Derfi-Musi eröffnete die Matinee mit einem flotten Marsch.
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Die Altmühldorfer Derfi-Musi eröffnete die Matinee mit einem flotten Marsch.

Vor 14 Jahren führte der Verein „Kulturfreunde Mettenheim“ im Kulturhof Mettenheim die „Volksmusik-Matinee“ ein. Es lag an Corona, dass diese Veranstaltung dreimal ausfallen musste. Jetzt kam es endlich doch zur „Silbernen Matinee“, der 25. Veranstaltung in dieser Reihe.

Mettenheim – Vor 14 Jahren führte der Verein „Kulturfreunde Mettenheim“ mit seinen Vorsitzenden, Altbürgermeister Stefan Schalk und Elfi Prucker, und mit den Kreisheimatpflegern für Volksmusik und Brauchtum, Dr. Reinhard Baumgartner und Reinhard Albert, im Kulturhof Mettenheim die „Volksmusik-Matinee“ ein.

Die Derfi-Musik eröffnete das Programm

Mit diesen sonntäglichen Vormittagskonzerten schufen die Veranstalter im Herbst und im Frühjahr lokalen Volksmusikgruppen die Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit vorzustellen. „Dazu luden wir immer Bläsergruppen, Saitenmusikanten und eine Handziachmusik ein“, erklärte Kreisheimatpfleger Baumgartner. Diesmal fand die „Volksmusik-Matinee“ aber im Saal des Kreuzerwirtes statt, denn in den Mettenheimer Kulturhof könne man derzeit nicht hinein.

Es lag aber auch an Corona, dass diese Veranstaltung dreimal ausfallen musste, weswegen diese Halbjahresveranstaltung erst nach 14 Jahren das Silberjubiläum begehen konnte.

Der Schwarzenböck-Drei-Generationen-G´sang sang flotte Weisen und auch Gstanzl.

Die Altmühldorfer Derfi-Musik hatte mit acht Bläsern und dem schmissigen Marsch „Gruß an Gallenbach“ von Franz Seraphim Maier diesen musikalischen Frühschoppen eröffnet. Mit dem vielstrophigen Lied „Jessas Leit, heit gibt´s a Musi“ beschrieb der „Drei-Generationen-G´sang Schwarzenböck“ zur „Ziach“ humorvoll die Gäste und Musikanten eines niederbairischen Festes. Und die Wiesmühldorfer Musi stellte sich mit einer wohlklingenden Walzerweise vor.

Viele Infos rund um die Kirchweih

Fünfmal erklangen drei charakteristische Musikstücke im Block. In den Pausen dazwischen erzählte Dr. Baumgartner viel zu den Bräuchen an Kirchweih: über die Art, es zu feiern, über die köstlichen Speisen und Gebäcke sowie über Kirtahutsch´n und Praderer.

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Und wenn es wieder zum Spielen war, dann stellte er die Gruppen vor und ihre Spielweisen. Die Altmühldorfer Derfi-Musi, die ihre Polkas und Märsche in bis zu achtstimmiger Blechmusik darbot. Zuweilen klangen aus dem Oktett auch die Töne einer Klarinette. Vom Drei-Generationen-G´sang Schwarzenböck wusste er, dass dieser aus den „Huttenstätter Sängern“ hervorgegangen ist. Die drei Männer heißen alle Franz. Er stellte sie vor als Franz Senior, Franz Junior, den Ziachspieler, und Franz Medior, der zwischen den beiden steht und singt.

Kompositionen aus bairischen Volksmusiksammlungen

Eine gefällige „Tanzlmusik“ bot die Wiesmühldorfer Musi, die ihren Namen aus ihren Herkunftsorten zusammensetzt. Mit Zither, Geige und Kontragitarre boten auch diese drei Musiker Kompositionen aus bairischen Volksmusiksammlungen sowie eigene Schöpfungen.

Mit einem herrlichen „Bergsteiger-Schottisch“ setzten die Wiesmühldorfer den Schlusspunkt.

Der Moderator schilderte ausführlich, wie Sammlungen von Volksmusik durch Wastl Fanderl, Franz Xaver Rambold, Paul Link und Paul Friedl entstanden sind, aus deren Repertoire an diesem Vormittag viel gespielt wurde. Stücke der lokalen Volksmusiker wie Franz S. Mayer und den Lenzwenger Musikanten kamen ebenfalls zum Vortrag.

Die Menschen haben die Volksmusik vermisst

„Der gute Besuch der Matinee,“ meinte der Heimatpfleger, „ist ein Beweis dafür, wie sehr die Menschen diese Volksmusik in der letzten Zeit vermisst haben.“ Und auch für die Musikanten war es eine Freude, endlich wieder aufspielen zu können.

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