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Ende der Homeoffice-Pflicht: So machen es künftig Unternehmen und Angestellte in der Region

Homeoffice
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Eine junge Frau arbeitet während der Corona-Pandemie im Homeoffice.

Die Corona-Zahlen sind weiter auf einem stabil niedrigen Niveau und damit endete zum 30.6 die Pflicht zum Home Office. Viele Arbeitnehmer möchten allerdings weiterhin von zuhause aus arbeiten. Die OVB-Heimatzeitungen haben sich in der Region bei Arbeitgebern erkundigt, wie es für Ihre Angestellten weitergehen soll.

Ein Grund für die Bundesregierung, die im April verhängte „Bundesnotbremse“ auslaufen zu lassen. Die bundesweite Homeoffice-Pflicht über den 30. Juni hinaus wird damit nicht verlängert. Doch für Angestellte und Unternehmen ist das Thema damit längst nicht vom Tisch, eine Rückkehr zur traditionellen Fünf-Tage-Woche wird wohl vorerst nicht wiederkommen.

Stephan Kretzschmar, Steuerberater, Mühldorf

Stephan Kretzschmar, Steuerberater, Mühldorf

„In unserer Steuerkanzlei war die Digitalisierung schon vor Corona weit fortgeschritten, vereinzelt hatten unsere Mitarbeiter bereits die Möglichkeit genutzt, von zu Hause aus zu arbeiten.

Und auch während Corona hat das hervorragend geklappt, weil auch die Bereitschaft unserer Mandanten sehr groß ist, digital zu kommunizieren und Daten auszutauschen.

Mit dem Wegfall der Bundesnotbremse kehren die meisten Mitarbeiter wieder zurück ins Büro. Dabei spielen nicht nur die Arbeitsabläufe eine Rolle, die besser koordiniert werden können, sondern auch die sozialen Kontakte, die man lange vermisst hatte. Wir werden aufgrund der guten Erfahrungen auch weiterhin unseren Angestellten die Möglichkeit anbieten, mobil zu arbeiten.“

Hans Vetter, Waldkraiburg

Hans Vetter, Waldkraiburg

„Bei der Firma Netzsch wird es auch weiterhin für Mitarbeiter die Möglichkeit geben, im Homeoffice zu arbeiten. Aufgrund der Erfahrungen, die wir während der Pandemie gesammelt haben, wollen wir – wo es möglich ist – mobiles Arbeiten bis zu zwei Tage pro Woche ermöglichen.

Die Erfahrung zeigt, dass es möglich ist, weshalb es nun auch eine entsprechende Vereinbarung gibt. Unseren Mitarbeitern werden wir eine Basis-Ausstattung zur Verfügung stellen und auch die Anschaffung eines rückenschonenden Bürostuhls bezuschussen.

Den Juli nutzen wir als Übergangsmonat, in dem die Mitarbeiter nach und nach in ihre Büros zurückkehren, parallel wird das mobile Arbeiten hochgefahren, das ab August möglich sein wird.“

Gina Gaetani,Geschäftsleiterin, Ampfing

Gina Gaetani, Geschäftsleiterin, Ampfing

„Als die Pandemie kam, mussten wir unser Reisebüro von heute auf morgen schließen. Fast alle Mitarbeiter waren ab da sofort im Homeoffice. Das Hauptaugenmerk während dieser Zeit, lag auf Rückabwicklungen und Umbuchungen von Reisen.

Weiter nutzten wir die Zeit für viele Webseminare – dennoch fehlte einfach der persönliche Kontakt. Die Onlineberatungen haben gut funktioniert und wir werden das Hybridarbeiten sicher beibehalten.

Was sich auch gut bewährt hat, individuell gebuchte Kundentermine, auch diese werden wir beibehalten. Aber jetzt, wo wir wieder ins Büro kommen dürfen, freuen wir uns sehr auf den persönlichen Kontakt.

Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir auch im Homeoffice gut für unsere Kunden erreichbar sind.“

Andreas Holzapfel, Steuerberater, Waldkraiburg

Andreas Holzapfel, Steuerberater, Waldkraiburg

„Während der Pandemie waren etwa 80 Prozent unserer Mitarbeiter rotierend im Homeoffice. Die Arbeit unserer Branche lässt sich auch sehr gut vom Homeoffice aus organisieren, weil wir gut von anderer Stelle auf Daten zugreifen können.

In der Corona-Krise haben wir damit auch sehr positive Erfahrungen gemacht. Ein Nachteil ist, dass die Kommunikation leidet. Gerade bei Projektarbeiten lässt sich diese auch über Videokonferenzen nicht vollständig ersetzen.

Künftig wird es auch bei uns weiterhin die Möglichkeit zum Homeoffice geben, wir werden das liberal gestalten. Wo Homeoffice sinnvoll ist, tut jeder Arbeitgeber gut daran, es seinen Mitarbeitern anzubieten. Aber eine gesetzliche Pflicht für Homeoffice finde ich nicht gut.“

Alexandra UnterholzerElektro Bauer, Buchbach

Alexandra Unterholzer, Elektro Bauer, Buchbach

„Es hat sich gezeigt, dass in den administrativen Bereichen unseres Unternehmens Homeoffice möglich ist. Dank der Flexibilität unserer Mitarbeiter hat das sehr gut funktioniert.

Allerdings ist Homeoffice im Handwerk für den Großteil der Mitarbeiter, die bei Bauvorhaben eingesetzt sind, nicht möglich. Der Erfolg eines Projektes hängt stark von der Zusammenarbeit im Team ab und das ist aus meiner Sicht die größte Herausforderung beim Arbeiten von zu Hause aus.

Natürlich kann man durch regelmäßige virtuelle Meetings sich austauschen, aber die soziale Komponente, der Teamgedanke und auch die Kreativität kommen hier manchmal zu kurz – Menschen brauchen soziale Kontakte, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld.“

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