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Notbetreuung

Eltern fordern kleinere Gruppen für die Notbetreuung in Mühldorfs Kindergärten

Coronavirus - Kindergarten in Friedrichshafen
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Eltern fordern kleinere Gruppen in Mühldorfs Kindergärten.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Kindergärten sind wieder in die Notbetreuung gegangen. Eltern kritisieren, dass die Gruppen zu groß seien. Das sagt die Stadt dazu.

Mühldorf – Unter den Eltern von Kindergartenkindern herrscht Unruhe, das zeigen Diskussionen in den sozialen Netzwerken und in Briefen an die Stadt. Der Grund: Die Stadt hat die Zahl der Kindergartengruppen mit dem Übergang von der Regel- in die Notbetreuung reduziert. Eltern fürchten, dass damit zu viele Kinder in einer Gruppe sind und es zu viele Kontakte gibt.

Im Kindergarten am Innsbruckring sieht das so aus: Künftig wird es pro Flur nur noch eine Gruppe für die Notbetreuung geben. Bisher waren es zwei Gruppen auf einem Flur, in die nach Angaben der Stadt aber mehr Kinder gingen, als jetzt in die Notbetreuungsgruppen.

Mehr Kinder als notwendig

Florian Loserth, Elternbeiratsvorsitzender im Kindergarten Innsbruckring, hat sich in einem Brief an die Stadt gewandt. „Wir hätten auch in der Notbetreuung lieber zwei noch kleinere Gruppen gehabt als nur eine“, sagt er auf Anfrage. „Jetzt sind sie etwas größer als notwendig.

Es geht darum, Kontakte zu minimieren

Schließlich gehe es auch im Kindergarten darum, Kontakte zu minimieren, um das Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Loserth ist sich bewusst, dass das ein dymnamischer Prozess ist. Denn auf der anderen Seite stünde die Aufgabe, den Kindern in den Betreuungseinrichtungen ein gutes soziales Miteinander zu bieten. Auf der anderen gehe es um den Schutz der Erzieherinnen, der Kinder und ihrer Familen.

Lesen Sie auch: Neuer AWO-Kinderhort in Mühldorf: „Jedes Kind kann sich individuell entfalten“ (Plus-Artikel ovb-online.de)

Auch die Eltern des Kindergarten in der Tachinger-See-Straße sind aufgeschreckt. Nach Angaben von Elternbeiratsvorsitzenden Jürgen Skoluda wurden die drei bisherigen Gruppen aus dem Regelbetrieb auf zwei Notbetreuungsgruppen reduziert. „Vom Infektionsgeschehen her können wir das nicht verstehen“, berichtet er nach Gesprächen mit dem Elternbeirat. „Das ist für uns nicht akzeptabel.“

Angesichts der hohen Infektionszahlen im Landkreis habe die Stadt eine Vorbildfunktion zu erfüllen, sagt Skoluda. „In der Zeit, in der Abstand wahren angesagt ist, sollte die Stadt das auch in Kindergärten ermöglichen.“

Stadt sollte Vorbild sein

In sozialen Netzwerken melden sich Eltern zu Wort, sie nennen die Entscheidung der Stadt unverantwortlich.

Mehr zur Kindernotbetreuung: Mancherorts ist Corona-Notbetreuung so besucht wie Normalbetrieb - Und im Landkreis Mühldorf? (Plus-Artikel ovb-online.de)

Die Stadt hält sich bei der Organisation des Notbetriebs nach eigenen Angaben an die Vorgaben des Freistaats. Danach muss die Kinderbetreuung ab einem Inzidenzwert von 100 in den Notbetrieb überführt werden. In ihm werden nur noch Kinder von Eltern betreut, die keine andere Möglichkeit der Betreuung haben.

Anders als im eingeschränkten Regelbetrieb finde die Notbetreuung in festen Gruppen statt, heißt es bei der Stadt. „Es wurden daher nicht bestehende Gruppen zusammengelegt, sondern Notbetreuungsgrupen nach dem Bedarf der Eltern gebildet.“ Pro Einrichtung seien das ein bis zwei Gruppen.

Orientierung an den gesetzlich vorgeschriebenen Größen

Diese Notbetreuungsgruppen orientieren sich laut Stadt an den zulässigen Größen. „Somit können sich diese Gruppen viel freier in den Einrichtungen und den Gärten bewegen, wie wenn alle Gruppen mit Kindern und Personal besetzt sind“, argumentiert die Stadt. „Eine ausreichende Notbetreuung ist sichergestellt.“

Maximal 25 Kinder in einer Gruppe

Die Sollstärken von zwölf Kindern in einer Kinderkrippegruppe und 25 in Kindergartengruppe werdenin den Notgruppen nicht überschritten.

„Bei größeren Einrichtungen muss im Bedarfsfall auch eine zweite oder dritte Notbetreuungsgruppe, mit entsprechendem Personaleinsatz, eingerichtet werden“, heißt es bei der Stadt. Wie viele Kinder zuletzt in den Regelgruppen waren, kann die Stadt dagegen nicht sagen, die Zahl habe geschwankt.

System stellt Betreuung sicher

Zudem könne diese Notbetreuung durch das Schichtsystem beim Personal auch dann sichergestellt werden, wenn Gruppen und Mitarbeiter in Corona-Quarantäne müssten, betonte die Stadt.

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