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Es sind nicht die Grünen

Fraktion im Mühldorfer Stadtrat bringt Streitthema Kulturprogramm auf Tagesordnung

Die Bühne voll, der Haberkasteninnenhof auch: So sah das Sommerfestival Mühldorf in der Vergangenheit aus. Um das Kulturprogramm im Corona-Sommer 2021 gab es jetzt heftigen Streit im Stadtrat.
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Die Bühne voll, der Haberkasteninnenhof auch: So sah das Sommerfestival Mühldorf in der Vergangenheit aus. Um das Kulturprogramm im Corona-Sommer 2021 gab es jetzt heftigen Streit im Stadtrat.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Heftig gestritten wurde in der jüngsten Sitzung rund um das Thema Kultur im Mühldorfer Stadtrat. Dabei stand das Thema gar nicht auf der Tagesordnung. In der kommenden Sitzung des Gremiums sieht das anders aus.

Update 4. März

Mühldorf - Neue Entwicklung im Streit um das Mühldorfer Kulturprogramm: Die UM-Fraktion hat am Mittwoch den Antrag gestellt, dass das „Mühldorfer Kulturprogramm 2021“ in der der nächsten Stadtratssitzung vorgestellt wird und eine Aussprache darüber erfolgt. Das teilte am Donnerstag Fraktionsvorsitzender Markus Saller mit.

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Dabei solle es auch um die Frage gehen, „ob und gegebenenfalls welche corona-spezifischen Formate in die Planung eingegangen sind beziehungsweise noch geplant werden“. In der Stadtratssitzung am 25. Februar war es wegen des Kulturprogramms zum Eklat gekommen. Das Thema stand nicht auf der Tagesordnung, wurde beim Punkt „Fragen an die Stadtverwaltung“ diskutiert. Als eine Mehrheit sich für ein Ende der Debatte aussprach, verließen die Grünen unter Protest die Sitzung. Hg

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Erstmeldung

Mühldorf – Zu einem heftigen Schlagabtausch führte im Mühldorfer Stadtrat die Diskussion über das Kulturangebot im kommendne Coronasommer. SPD und Grüne warfen der Stadt Untätigkeit vor.

Zu einem Eklat im Stadtrat führte der Streit um das Kulturprogramm der Stadt im kommenden Sommer. Nachdem die Diskussion darüber zum Ende der Sitzung am Donnerstagabend auf Antrag der CSU abgebrochen wurde, verließ die Fraktion der Grünen geschlossen die Sitzung.

Kulturreferentin Hungerhuber: Kultur seit einem Jahr tot

Kulturreferentin Claudia Hungerhuber (SPD) hatte die Diskussion unter dem letzten Tagesordnungspunkt „Fragen an die Stadtverwaltung“ in Gang gebracht, als sie wissen wollte, was die Stadt für diesen Sommer plane. „Wir gehen davon aus, dass Kulturveranstaltungen als Großveranstaltungen so nicht stattfinden können“, sagte sie und appellierte an Bürgermeister Michael Hetzl (UM), ein Alternativprogramm aufzulegen.

„Das Kulturprogramm in Mühldorf ist seit einem Jahr tot. Wann setzen sie die Ressourcen der Stadt Mühldorf in diesem Bereich endlich ein, um Alternativkonzepte zu entwickeln und umzusetzen?“, fragte Hungerhuber.

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Die Kulturreferentin verwies auf andere Städte, in denen es – anders als in Mühldorf – im vergangenen Jahr coronagerechte Angebote gegeben habe.

Bürgermeister Hetzl: Wegen Corona Diskussion sinnlos

Bürgermeister Hetzl wies die Vorwürfe zurück: „Das stimmt nicht“, sagt er, „es liegt nicht nur in Mühldorf, sondern überall nieder. Es ist Corona und wir sind in Mühldorf sehr gebeutelt. Wir sind von einer 35er Inzidenz sehr weit entfernt.“

Im Advent habe es mit dem Weihnachtszauber, der Beleuchtung einiger Häuser, ein Programm gegeben, gegen, gegen weitere Veranstaltungen habe das Landratsamt protestiert.

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Das neue Kulturprogramm könne am 1. April beginnen, die Planungen für das Haberkastenfestival seien abgeschlossen, es solle länger werden als sonst. Hetzl schränkte mit Blick auf die unsichere Corona-Entwicklung aber ein: „Wir sind nicht Herr unserer eigenen Lage. Momentan ist der falsche Zeitpunkt über solche Dinge zu diskutieren.“

Alternativveranstaltungen für Coronasommer 2021

Das sahen die Grünen anders. Dr. Matthias Kraft forderte Planungen für Digitalveranstaltungen und andere Alternativen. Er nannte Übertragungen mit Auftritten von heimischen Künstlern aus dem Haberkasten.

„Wir sollten uns darauf vorbereiten.“ Katrin Enzinger sagte: „Ich fordere Transparenz, die Fragen werden nicht beantwortet.“

Sie verlangte, dass der zuständige Abteilungsleiter Walter Gruber die Planungen im Stadtrat vorstellen solle. „Es wird kein Nachcorona geben, sondern ein Mitcorona. Es wird Möglichkeiten geben müssen, auch mit einer hohen Inzidenz, Dinge zu ermöglichen.“

Stephan Schinko kritisierte, dass der es in der Stadt nur noch um Bauvorhaben gehe. „Man versteckt sich hinter Corona und es passiert nichts.“

CSU-Stadtrat Niederschweiberer: Diskussion beenden

Auf Antrag von Ulrich Niederschweiber (CSU) beendete der Stadtrat die Diskussion mit 21 zu sieben Stimmen. Daraufhin verließen die Grünen vor dem nichtöffentlichen Teil die Sitzung.

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