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FÜR HÄNDLER UND HANDWERKER

Einstieg in die digitale Geschäftswelt: Ein Ampfinger hilft bei der Markterschließung:

Werner Witte aus Ampfing unterstützt Geschäftsleute und Handwerker bei Projekten im Rahmen des Förderprogramms „go digital“, das vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegt worden ist.
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Werner Witte aus Ampfing unterstützt Geschäftsleute und Handwerker bei Projekten im Rahmen des Förderprogramms „go digital“, das vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegt worden ist.
  • Frank Bartschies
    VonFrank Bartschies
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„Go digital“ heißt ein Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums, das Hilfestellung bei digitalisierten Geschäftsprozessen, der Erschließung von Online-Märkten oder IT-Sicherheit gibt. Werner Witte, Vorsitzender des Gewerbeverbands Ampfing, berät Händler und Handwerker im Landkreis Mühldorf.

Ampfing – Unterstützung finden Geschäftsleute und Handwerker beim Einstieg in die digitalisierte Geschäftswelt durch ein Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums: „go digital“ gibt Hilfestellung in den Bereichen digitalisierte Geschäftsprozesse, digitalisierte Markterschließung und IT-Sicherheit. Das Ministerium sorgt für das Geld – Beratung, Antragstellung und alles Weitere erledigt ein Beratungsunternehmen. Im Landkreis Mühldorf ist Werner Witte für die Leistungen im Bereich „digitalisierte Markterschließung“ autorisiert. Er ist Vorsitzender des Gewerbeverbandes Ampfing und betreibt in der Gemeinde eine Marketing-Agentur.

Von der Webseite bis zum Online-Shop

Als Beispiele für die von ihm angebotenen Leistungen nennt Witte die Erstellung einer Webseite, den Aufbau eines Online-Shops oder die Entwicklung einer Marketing-Strategie. Sollte das Projekt vom Ministerium genehmigt werden, werden die Kosten für diese Leistungen zu 50 Prozent gefördert, bis zu einer maximalen Projektgröße von 33 000 Euro pro Jahr. Die Fördersumme beträgt dann 16 500 Euro.

Programm für kleine und mittlere Unternehmen unter 100 Mitarbeitern

„Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk“, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. Die konkreten Kriterien, um eine Förderung beantragen zu können: Weniger als 100 Mitarbeiter, ein Vorjahresumsatz oder eine Bilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro. Die Betriebsstätte oder Niederlassung muss in Deutschland sein und förderfähig nach der sogenannten De-minimis-Verordnung, das heißt eine „Bagatellhilfe sein, die nicht von der EU-Kommission genehmigt werden muss.

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„Dem Bund ist es wichtig, dass Innovation stattfindet“, sagt Witte im Hinblick auf die Entwicklung der digitalen Welt. Sein Angebot sei dabei exakt auf den Kundenwunsch zugeschnitten.“ Der Markt sei riesig, so der Gewerbeverbandsvorsitzende, der dazu etwa auf die zahllosen Werbemöglichkeiten auf sozialen Kanälen verweist. Google oder Facebook – wo ist die Relevanz höher, wo erreiche ich am besten mein Zielpublikum? Diese und ähnliche Fragen seien unter anderem wesentlich für den Aufbau einer Marketing-Strategie.

Als Beratungsfirma von Ministerium autorisiert

Seit Juli 2020 bietet Witte seine Dienste im Rahmen von „go digital“ an. Die Autorisierung als Beratungsunternehmen knüpft das Wirtschaftsministerium an folgende Kriterien: fachliche Expertise durch den Projektträger Euronorm, wirtschaftliche Stabilität, Gewähr einer wettbewerbsneutralen Beratung, Bezug zu kleinbetrieblichen Beratungsklientel, Zusammenarbeit mit (Fach-)Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Erfüllung und Gewährleistung der Qualitätsstandards.

Witter: 1,5 Tage Arbeitsaufwand

Zehn Anfragen, auch überregional, habe er bisher von Betrieben erhalten, so Witte. Für ein Projekt in Ampfing, das Anfang März starte, liege mittlerweile eine Zusage vor, drei Anträge seien derzeit in der Genehmigungsprüfung. Zehn bis zwölf Wochen nennt er als Zeitraum, bis über einen Antrag im Wirtschaftsministerium entschieden sei. Der Marketing-Fachmann weist zudem darauf hin, dass das Programm bei freien Berufen wie Ärzten oder Sachverständigen nicht greife.

Witte: Der kleine Händler vor Ort muss keinen Online-Shop haben

„Der kleine Händler vor Ort muss keinen Online-Shop haben, es reicht, wenn er zeigt: Ich bin da“, verdeutlicht Witte. Soll heißen: Er müsse einen Weg finden, um bei der heutigen Flut an Werbeimpressionen auf sich aufmerksam zu machen. Dazu bedürfe es beispielsweise eines zielgruppenorientierten Aufbaus einer Webseite, wobei auch zu berücksichtigen sei: „Wie krieg‘ ich die Leute auf meine Webseite?“ 1,5 Tage Arbeitsaufwand sind Witte zufolge etwa erforderlich für die Vorarbeiten von der Beratung über die Erstellung der Unterlagen bis zum Antrag.

Die spätere Betreuung der Maßnahmen wie zum Beispiel die Pflege der Webseite könne der Kunde selbst vornehmen, er biete diesen Service aber auch an – dies jedoch außerhalb des Förderprogramms.

Ein Ampfinger Unternehmen berichtet über erste Erfahrungen

Genutzt hat das Angebot mittlerweile unter anderem dem Juwelier „Uhren, Optik, Schmuck Baur“ in Ampfing. Er habe ohnehin vorgehabt, heuer stärker als bisher die sozialen Medien in seine geschäftliche Tätigkeit einzubeziehen, und setze dies nun im Rahmen des go-digital-Angebotes um, erklärt Korbinian Baur. Informationen über Einkaufsmöglichkeiten während des Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie oder zu Produkten sollen auf diesem Weg verbreitet werden.

Die Homepage des Unternehmens werde aktualisiert und bedienerfreundlich auch für die Nutzung mittels Tablet oder Handy gestaltet. Außerdem werde eine sogenannte landing page eingerichtet. Werner Witte erklärt deren Funktionsweise: Ein Kunde, der ein bestimmtes Produkt suche, lande auf dieser Seite und könne sich hier beispielsweise eine Armbanduhr nach seinen ganz persönlichen Wünschen konfigurieren.

Die Homepage der Firma Baur „harmonisiert“ mit der landing page, so Witte. Sollte Baur den Kundenwunsch bedienen können, könne der Kunde per Anruf, E-Mail oder über das Kontaktformular auf der Homepage einen persönlichen Beratungstermin im Geschäft vereinbaren. Im Januar wurde Baur zufolge das Vorhaben beim Bundeswirtschaftsministerium beantragt, Anfang März geht es los.

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