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Ehrenbürgerin

Eine einzige Frau unter vielen Ehrenmännern: Schwester Joviana

Im Heilig-Geist-Spital betreute nach 1937 auch Schwester Joviana arme, mittellose und bedürftige Mühldorfer.
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Im Heilig-Geist-Spital betreute nach 1937 auch Schwester Joviana arme, mittellose und bedürftige Mühldorfer.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Mühldorf – Nur eine Frau hat es in der Kreisstadt je zur höchsten Auszeichnung gebracht: Maria Joviana Angerer, Mallersdorfer Schwester, erhielt den Titel 1996.

Kurz nach ihrem Eintritt in den Orden 1937 wurde sie nach Mühldorf ins Heilig-Geist-Spital geschickt. Dort arbeitete sie und wurde anschließend bis 2000 gepflegt, bevor sie 2001 starb.

Einzige Frau unter zwölf Ehrenbürgern

Schwester Joviana gehörte dem Vinzenz-Verein für ambulante Krankenpflege an. 60 Jahre lang hat sie unermüdlich Kranke und Alte gepflegt. Für ihre Tätigkeit beschloss der Stadtrat am 25. Juli 1996, ihr das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Dies sollte zugleich Ausdruck der hohen Wertschätzung für den St.-Vinzentius-Verein sowie gegenüber dem Orden der Mallersdorfer Schwestern sein, die sich um Mühldorf große Verdienste erworben haben.

Die Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf kamen auf Wunsch des Mühldorfer Stadtrats in den Jahren um 1860 in die Kreisstadt. Paul Josef Nardini, der Gründer des Ordens, hatte am 7. Mai 1851 die Pfarrei Pirmasens in der Diözese Speyer übernommen. Damals war die ehemalige Garnisonsstadt nach der Auflösung des Militärs wirtschaftlich in große Not geraten.

Schwester Joviana.

Die Schwestern waren bereit, die Armen- und Krankenpflege in der Pfarrei zu übernehmen. Als Grundlage ihres Lebens wählten sie die Drittordensregel. Das Gelübde der persönlichen Armut war ihnen besonders wichtig, um aus Liebe zu den Armen gehen zu können. Die neue Kongregation stellte sich unter den Schutz der Heiligen Familie, denn es ging ihnen vorrangig um eine soziale und moralische Stärkung der Familien.

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So übernahmen die Schwestern bald vielfältige karitative Aufgaben in der Erziehung, Krankenpflege und Altenpflege. So auch in Mühldorf, wo sie sich um die Bewohner des Heilig-Geist-Spitals bis zu ihrer Ablösung kümmerten. Sie verstärkten später auch die Krankenpflege in Mühldorf und waren lange Bestandteil des Pflegepersonals des Mühldorfer Krankenhauses.

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