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„Mühldorf hat sich prachtvoll entwickelt“

Umzug der Superlative: 7000 Teilnehmer feiern die Verbundenheit von Mühldorf und Salzburg

In einem langen Festzug marschierten die rund 7000 Schützen, Trachtler und Musikgruppen (hier der Trachtenverein St. Koloman) vom Stadtplatz zum Mühldorfer Volksfest, wo sie sich eine zünftige Brotzeit schmecken ließen. Mayer
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In einem langen Festzug marschierten die rund 7000 Schützen, Trachtler und Musikgruppen (hier der Trachtenverein St. Koloman) vom Stadtplatz zum Mühldorfer Volksfest, wo sie sich eine zünftige Brotzeit schmecken ließen. Mayer
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Es war ein Umzug der Superlative: Der Stadtplatz platze beim Internationalen Jubiläums-Schützen- und Trachtenzug beinahe aus allen Nähten. Vereine aus ganz Bayern, dem Land Salzburg und Südtirol zogen bei wunderschönem Wetter friedlich und einträchtig durch den Stadtplatz zum Volksfest.

Mühldorf – Die Schützen, Trachtler und Musiker präsentierten sich in traditionellen und teils farbenprächtigen Gewändern, um gemeinsam dem Jubiläum „1322 - 700 Jahre letzte Ritterschlacht auf deutschem Boden“ zu gedenken.

Damals war die Stadt Mühldorf eine Exklave des Erzstiftes Salzburg. Und vor ihren Toren wurde europäische Geschichte geschrieben.

Mit einem Ehrensalut wurde den Festrednern jeweils für ihre Worte gedankt.

Hier trafen der Wittelsbacher Ludwig IV. der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne aufeinander. Beide waren von deutschen Fürsten zum deutschen König gewählt worden und bei der Schlacht sollte die Entscheidung fallen, wer König sein sollte. Der Habsburger unterlag und musste immense Reparationszahlungen leisten.

Trug sich auch ins Goldene Buch der Stadt ein: der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger mit Bürgermeister Hetzl und Landrat Max Heimerl (rechts).

Um diese leisten zu können, wurde eine außerordentliche Steuer erhoben, was 1327 zur Eigenständigkeit Salzburgs führte.

Auch die Schäffler waren beim Umzug dabei.

Die Stadt Mühldorf kam erst im Jahr 1802 zum Land Bayern. Die beinahe 900-jährige Zugehörigkeit zu Salzburg zeigt in Mühldorf noch immer: das Salzburger Wappen prangt auf dem Münchner Tor.

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer (links) und Bürgermeister Michael Hetzl (rechts) enthüllten eine Gedenktafel, die die gute Beziehung zwischen Salzburg und Mühldorf untermauert.

Bürgermeister Michael Hetzl meinte bei einem Festakt mit einem Augenzwinkern, dass sich viele Mühldorfer im Herzen immer noch als Salzburger fühlen.

Die Schützen und Trachtler harrten während des rund eineinhalbstündigen Festaktes auf dem Stadtplatz aus. Der Schirm schützte vor der Sonne.

So war es nicht verwunderlich, dass aus dem Land Salzburg rund 3800 Schützen aus allen Gauen sowie deren Fahnenabordnungen und Musikkapellen unter Führung von Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer nach Mühldorf gekommen waren. Er betonte in seiner launigen Rede, dass man „mal wieder nachschauen müsse, wie sich Mühldorf entwickelt hat“.

Fesch schauen die jungen Damen in ihren Trachten aus. Sie waren extra aus dem Land Salzburg gekommen.

Seine Antwort war eindeutig: „Mühldorf hat sich prachtvoll entwickelt“. Mit einer Gedenktafel, die an der Frauenkirche angebracht werden soll, möchte man die Verbundenheit mit Mühldorf dokumentieren. „Wir haben eine fast 900 Jahre andauernde gemeinsame Geschichte und ich bin froh, dass wir gemeinsam einen solch eindrucksvollen Festsonntag auf die Beine gestellt haben“, freute sich Bürgermeister Hetzl.

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Nach einem Festakt zogen die Teilnehmer einträchtig zum Volksfest.

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