Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Den Weg zu Christus weisen

Ein Kompass zur Orientierung: Redemptoristenpater Anton Wölfl feiert Primiz in Obertaufkirchen

Ein Kirchenzug mit den verschiedenen Fahnenabordnungen ging dem Gottesdienst voraus.
+
Ein Kirchenzug mit den verschiedenen Fahnenabordnungen ging dem Gottesdienst voraus.
  • VonBruno Münch
    schließen

Wie geschaffen war das sonnige Spätsommerwetter für die Hunderten von Gläubigen, die aus nah und fern gekommen waren, um die erste Eucharistiefeier des jungen Redemptoristenpater Anton Wölfl mitzufeiern.

Obertaufkirchen – Ein Kirchenzug bewegte sich mit den Fahnenabordnungen, dem Altardienst in liturgischem Weiß, einer Gruppe von Klerikern und zuletzt dem Primizianten zum festlich geschmückten Bühnenaltar. Nachdem die Schützen mit Böllern und Pulverdampf ihren Dienst beendet hatten, füllten eine große Zahl von Blechbläsern und der Kirchenchor den Platz zwischen Kirche und Pfarrhof mit vertrauten Weisen. Feierlich eröffnete der Primiziant den Gottesdienst und besprengte die Gläubigen mit Weihwasser. Nicht ohne einigen verschmitzt zuzuraunen, dass er sich auch darauf gefreut habe.

Feierten gemeinsam die erste Eucharistiefeier: Gemeindepfarrer Jozo Karlic (von links), Primiziant Anton Wölfl, Primizprediger Pfarrer Bernhard Stühler und Diakon Thomas Elbert, ein Studienfreund von Anton Wölfl.

Ein Kompass zur Orientierung

Gemeindepfarrer Jozo Karlic ging auf die heute mehr denn je notwendige Funktion des Priesters ein, der die Person Christi vertrete. Zu Beginn seiner Primizpredigt, die er unter das Leitthema „Orientierung“ stellte, überreichte Pfarrer Bernhard Stühler aus Würzburg Anton Wölfl einen Kompass als Symbol zur Orientierung im Leben. Schon der Primizspruch „Bei ihm ist Erlösung in Fülle“, zugleich Wahlspruch der Redemptoristen, weise ihm ja den Weg zu Christus. Er lobte auch die Entscheidung, dass er als Evangelium die Perikope aus dem Lukasevangelium gewählt habe, in der Jesus am See Genesareth die vom Misserfolg enttäuschten Apostel erneut auffordert, die Netze auszuwerfen.

Lesen Sie auch: Ganz Oberornau feiert zwei Jubiläen: 100 Jahre Pfarrei und 150 Jahre MMC

Als sie mit überreichem Fang zurückkehren, kündigt er Simon Petrus an, dass sie von nun an „Menschen fangen“ werden. Diesen Auftrag und die Worte des Paulus aus der Lesung „Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe, weise zurecht, ermahne, in aller Geduld und Belehrung“ empfahl Stühler dem Primizianten zu seiner Orientierung im Leben als Priester.

Zum Abschluss versah Anton Wölfl die Fahnen der Abordnungen mit einem Erinnerungsband.

Petrus sei im Evangelium dem Geheimnis Gottes begegnet, und er habe die Zusage „Fürchte dich nicht!“ bekommen, um seinen Weg zu gehen. Berufen sei jeder Christ auf seine Weise. Der Priester aber werde wie Petrus von Jesus in seinem Leben nicht mehr losgelassen. Glaube und Nachfolge seien nicht mit einem Spaziergang zu verwechseln.

Lesen Sie auch: Katharinenkirche in der Stadt Mühldorf nach 15 Jahren Renovierung wieder eröffnet

Dem enttäuschten Petrus habe Jesus neue Kraft gegeben und ihn zum Menschenfischer gemacht. Heute müsse man diesen Auftrag neu interpretieren: Mehr als Menschen zu „fangen“, komme es darauf an, Menschen nach Rückschlägen und Verzweiflung neu zu „lebendig zu machen“.

Besprengte die Gläubigen mit Weihwasser: Anton Wölfl.

Voller Tatendrang in die Zukunft

Der Primiziant versah zum Abschluss die Fahnen der Abordnungen mit einem Erinnerungsband und spendete allen Versammelten den Primizsegen.

Abschließend zeigte sich Primiziant Anton Wölfl überwältigt und dankbar für den beispiellosen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen und der ganzen Gemeinde, die ihm dieses Fest geschenkt hätten. Voller Tatendrang blicke er in die Zukunft seiner Arbeit in der Seelsorge im Rahmen des Engagements der Redemptoristen im Pfarrverband Hernals im 17. Wiener Gemeindebezirk.

Mehr zum Thema

Kommentare