Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Lang als Zeitungsschreiber aktiv

Ein großes Herz fürs ganze Dorf - Mit 89 Jahren ist Rudi Wimmer aus Flossing gestorben

-
+
-
  • Robert Wagner
    VonRobert Wagner
    schließen

Auch wenn sein Gesundheitszustand schon längere Zeit angegriffen war, so war es für die Familie doch überraschend, dass sein Lebensweg nun zu Ende ging. Am Tag vor Heiligabend starb Rudolf Wimmer nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt im Alter von 89 Jahren.

Polling – Eine traurige Nachricht, die nicht nur seine Familie erschütterte, sondern im ganzen Dorf für Beileidsbekundungen sorgte. Schließlich war der Rudl, wie er von allen genannt wurde, ein Mensch, der sich über ein halbes Jahrhundert ins Dorfleben eingebracht hatte, er war vor allem in der katholischen Pfarrei engagiert.

Sehr lange Chef der Raiffeisenbank

Rudi Wimmer wurde am 6. September in Reichhub geboren, dort wuchs er auf und ging in Oberneukirchen zur Schule. Anschließend arbeitete er auf dem elterlichen Hof und besuchte die Winterschule. Seine landwirtschaftliche Zeit endete schon bald, er wechselte zur Raiffeisenbank Flossing. Gleichzeitig übernahm er den Organistendienst in der Pfarrei Flossing, den er 50 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand innehatte. Der Ruhestand beendete auch seine 43-jährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Raiffeisenbank.

+++ Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier +++

Der Verstorbene war ein rühriger Mensch, der sich in das gesellschaftliche Leben des Dorfes einbrachte – unter anderem war er Mitbegründer des Seniorenclubs. Fast 50 Jahre lange sorgte er dafür, dass das Geschehen in Flossing auch über den Ort hinaus wahrgenommen wurde. Ab 1957 schrieb er als freier Mitarbeiter für den Mühldorfer Anzeiger und berichtete aus dem Dorfleben, von Festen, Feiern und Versammlungen, von erfreulichen und traurigen Ereignissen. Erst als ihm die Arbeit aus Altersgründen zu beschwerlich wurde, beendete er sein Engagement für die Zeitung im Jahr 2008.

Bürgermeister und Vereinsvertreter am Grab

Sein privates Glück fand Rudolf Wimmer mit seiner Frau Anneliese, die er 1960 vor den Traualtar der Kirche in Flossing führte und mit der er im letzten Jahr noch die Diamantene Hochzeit feiern durfte. Mit ihr erbaute er ein Haus in der Blumenstraße, in dem auch die drei Kinder Maria, Rudi und Renate aufwuchsen. Mit ihnen trauern nun vier Enkelkinder und ein Urenkel um den Opa, der sie so sehr ins Herz geschlossen hatte.

Es war ein kleiner Kreis um die Familienangehörigen, der ihm auf dem Flossinger Friedhof das letzte Geleit gab, begleitet von den Fahnenabordnungen und den beiden Bürgermeistern Lorenz Kronberger und Andreas Maierhofer sowie Vertretern der Vereine und der Raiffeisenbank. Sie alle verabschiedeten den „Wimmer Rudl“ auf seinem letzten Weg, auf dem ihn auch noch ein Lied des Flossinger Chores begleitete, der am Grab sang.

Kommentare