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Antrag auf Renovierung abgelehnt

„Ein Ding der Unmöglichkeit“: Warum die Gemeinde Kraiburg keinen Quergiebel zulassen will

Eigentlich begrüßt der Kraiburger Marktgemeinderatdas Sanierungsprojekt in der Brunngasse. Aus Gründen des Denkmalsschutzes lehnt er aber den Ausbau des Dachgeschosses mit einem Quergiebel ab.
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Eigentlich begrüßt der Kraiburger Marktgemeinderatdas Sanierungsprojekt in der Brunngasse. Aus Gründen des Denkmalsschutzes lehnt er aber den Ausbau des Dachgeschosses mit einem Quergiebel ab.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Gerne hätten die Kraiburger Gemeinderäte den Antrag auf Renovierung eines herunter gekommenen Haus gleich unterhalb des Rathaus durchgewunken. Doch ein Quergiebel, den der Antragsteller aufs Dach setzen will, kam ihnen in die Quere.

Kraiburg – Es hat schon bessere Jahre gesehen, das alte Haus in der Brunngasse, gleich unterhalb des Rathauses, nicht weit vom Marktplatz. Jetzt will der Eigentümer das Gebäude renovieren und das Dachgeschoss ausbauen. Eigentlich ein Grund für Kommunalpolitiker, sich über die Aufwertung einer wenig ansehnlichen Ecke im historischen Zentrum Kraiburgs zu freuen. Hätte der Antragsteller nicht die Absicht, einen Quergiebel auf das Gebäude zu setzen.

Bürgermeisterin: Quergiebel verändert Ortsbild total

Markus Schmidinger vom Bauamt informierte den Marktgemeinderat über die geplanten Dachgauben, gegen die es erhebliche Bedenken im Gremium gibt. Es ist sehr lobenswert, dass etwas passiert an dem Haus“, sagte Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU).

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Sie verwies allerdings darauf, dass es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handle, ein Einzeldenkmal im Sanierungsgebiet. Die Bürgermeisterin: „Ein Quergiebel verändert das Ortsbild total.“ Auch das Dach werde damit um etwa 1,50 Meter höher.

UWG-Gemeinderat hätte kein Problem mit der Optik

Franz Kifinger (UWG) hätte „von der Optik her kein Problem“ mit dem Sanierungsprojekt. Er macht sich eher Sorgen wegen der Parkplätze.

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Da entstehe schließlich neuer Wohnraum. Diese Befürchtung konnte Markus Schmidinger von der Verwaltung entkräften. Es bleibe bei zwei Wohneinheiten.

CSU-Gemeinderat warnt vor Präzedenzfall

Der Denkmalschutz bleibt allerdings ein gewichtiges Gegenargument. „Niemals geht das beim Denkmalamt durch“, sagte Dr. Ludwig Kamhuber (CSU). „Wir können nicht an unserem Marktplatz Giebel kreuz und quer bauen lassen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir schaffen damit einen Präzedenzfall.“

Bauantrag mit 10:6 Stimmen abgelehnt

Grundsätzlich habe auch er nichts gegen die Renovierung, stellte Kamhuber klar. Und so kam es dazu, dass der Gemeinderat ein Bauvorhaben, das er eigentlich begrüßt, aus Gründen des Denkmalschutzes ablehnte. Sechs Gemeinderäte stimmten für das Vorhaben, zehn dagegen.

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