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Ein Auf und Ab

  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Die Schneeglöckchen machen langsam, aber sicher den Krokussen Platz und die Triebe von Tulpen und Schlüsselblumen spitzen auch schon aus dem Boden.

Ganz klar: Der Frühling steht vor der Tür. Aber beim Blick aus dem Fenster kann ich mir das gar nicht so recht vorstellen. Graupel und Schneeflocken, Temperaturen um die Null Grad – was hat denn das mit Frühling zu tun?

Wie schön wäre es, das erste Mal im Jahr im Biergarten zu sitzen, ins Kino oder Theater zu gehen oder einen Einkaufsbummel durch die Stadt zu machen? Doch gefühlt gibt es ein solches Leben gerade nur in einer anderen Galaxie.

Seit einem Jahr bestimmt Corona unser Leben, ein Alltag ohne Masken, ohne Abstand oder ohne Kontaktverfolgung ist eine zunehmend verblassende Erinnerung. Seit einem Jahr arbeitet das Pflegepersonal an der Belastungsgrenze, 1113 Patienten wurden seitdem im Inn-Klinikum in Mühldorf versorgt. Seit einem Jahr sind viele Menschen in Kurzarbeit, arbeiten im Homeoffice.

129 Menschen sind in den vergangenen zwölf Monaten im Landkreis an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Väter, Mütter oder Partner – sie sind nicht mehr da und ihre Angehörigen müssen mit der Trauer leben. Gleichzeitig erleben die Hinterbliebenen, wie Menschen das Coronavirus verharmlosen oder gar leugnen. Ein Schlag ins Gesicht.

Die Infektionszahlen gehen hoch, dann wieder runter und wieder hoch. Schulen, Gaststätten, Kulturbetriebe oder der Einzelhandel sind mal offen, dann wieder geschlossen. Es ist ein Auf und Ab, das einem die Kräfte raubt. Die politischen Pannen im Umgang mit der Pandemie machen es einem nicht leichter, aber Partys in einem alten Wirtshaus bringen uns auch nicht weiter.

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