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ZWEITKARRIERE IM FERNSEHEN

Am schönsten bei Hubert ohne Staller - Ehepaar aus Mühldorf spielt in zahlreichen Fernsehserien

Die Schauspielerei als Eheglück: Als Kleindarsteller spielen Petra Stark und Rudi Breiteneicher in vielen Sendungen mit.
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Die Schauspielerei als Eheglück: Als Kleindarsteller spielen Petra Stark und Rudi Breiteneicher in vielen Sendungen mit.

Petra Stark und Rudi Breiteneicher haben ganz normale Jobs, die beiden Mühldorfer arbeiten im Globus und bei Wacker. Daneben haben sie sich eine Fernsehkarriere aufgebaut.

von Sophia Strasser

Mühldorf – Es herrscht gute Stimmung im Haus: Nicht nur vor der Kamera sorgen Petra Stark und Rudi Breiteneicher für gute Laune. Auch im echten Leben leben die beiden Kleindarsteller ihr gemeinsames Hobby – den Humor.

Die Mühldorfer standen schon für Fernsehproduktionen wie „Dahoam is Dahoam“ oder „Hubert ohne Staller“ vor der Kamera. Gemeinsam drehen die beiden Sketche für die bayerische Web-Serie „B-Comedy“. Dieser Nebenjob soll ihnen auch in der bevorstehenden Rente die Zeit vertreiben.

Als zweiter Preis eine kleine Rolle

Zur Kleindarstellerei ist der Schlosser durch Glück gekommen: „Ich habe im Jahr 2009 bei Günter Grünwalds Freitagscomedy an einem Gewinnspiel teilgenommen und den zweiten Preis gewonnen: Eine Komparsenrolle in der TV-Serie München 7.“ Der Job habe ihm so Spaß gemacht, dass er sich bei einigen Komparsenagenturen beworben habe.

So sei er dann auch immer wieder gebucht worden, für „Dahoam is Dahoam“, „München 7“ oder den „Tatort“. Neben seiner Arbeit bei Wacker Siltronic wurde das Schauspielern für ihn eine immer wichtigere Beschäftigung.

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So spielte Breiteneicher im Jahr 2019 bei „Vorsicht Falle“ eine Hauptrolle, 2020 folgte eine Nebenrolle. Im Unterschied zum Komparsen, der nur im Hintergrund zu sehen ist, hat ein Kleindarsteller eine Rolle mit Sprechtext.

„Der Kleindarsteller ist der bessere Job“, lacht Breiteneicher, „Man hat feste Drehzeiten und eine bessere Gage.“ Als Komparse könne es passieren, dass man acht Stunden am Set sei für eine Szene von ein paar Minuten Länge. „Die wird am Ende vielleicht sogar noch rausgeschnitten.“

Der Sachverständige Herr Schäufle

Seinen schönsten Job als Kleindarsteller erlebt er als Sachverständiger Herr Schäufle in seiner Lieblingsserie „Hubert ohne Staller“. „Das war wirklich besonders. Am Set herrschte so gute Stimmung, die Schauspieler haben oft und gern ein bisschen rumgeblödelt.“

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Denn das liegt Breiteneicher im Blut: 2012 stellte er einen Weltrekord auf: Mit 26 Witzen in einer Minute war er der schnellste Witzeerzähler der Welt und bekam einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Als Petra Stark, Betriebsrätin bei Globus, 2014 für das Betriebsfest eine Attraktion suchte, fand sie Breitneicher:. „Da bin ich im Internet auf den schnellsten Witze-Erzähler der Welt gestoßen.“ Sie ging mit ihm essen, Ende 2019 heiratete das Paar. Und er nahm sie mit ins Fernsehn zu „Dahoam is Dahoam“ oder den „Straßencops Süd“.

Stark konnte bereits auf Bühnenerfahrung zurückgreifen, 20 Jahre trat sie für die Volksbühne Mettenheim auf. Ihre größte Rolle bisher: In der SAT 1-Sendung „Akte“ spielte sie im Fall der verschwundenen Peggy die Großmutter eines Verdächtigen.

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Seit 2018 stehen die beiden auch als Ehepaar vor der Kamera: Als Darsteller bei der Web-Serie „B-Comedy“ drehen sie bayerische Sketche. Die Serie ist unter anderem auf YouTube und Facebook zu sehen. „Ich muss den Rudi in den Sketchen oft so schimpfen, dass er mir direkt leidtut“, schmunzelt Stark. Trotzdem: „Es wäre schön, wenn wir noch öfter zusammen vor der Kamera stehen könnten.“

Als Kleindarsteller traf sie die Coronakrise voll. Am Anfang konnten sie nur zu Hause kleinere Beiträge drehen. Mit den Lockerung ging es schließlich auch am Set wieder los mit spezielle Hygieneregeln, die einen Dreh ohne Maske erlauben.

Regelmäßige Coronatests

Unter anderem müssen sich die beiden regelmäßig einem Coronatest unterziehen. „Ein großer Vorteil ist aber auf jeden Fall, dass wir ein Haushalt sind.“ So könnten sie auch ohne Abstand und Maske gemeinsam vor der Kamera stehen. „Erst vor kurzem haben wir beide zusammen eine Kochshow gedreht.“

Für den Ruhestand freut sich die 63-jährige über die Arbeit als Darstellerin. „Wenn ich nächstes Jahr in Rente gehe, ist das neben der Familie und den Enkelkindern eine weitere sinnvolle Beschäftigung für uns beide.“ Stark ist sich sicher: „Uns wird nicht langweilig. Vielleicht bekommen wir mehr Rollen.“

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