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Ausbildungsfirmen präsentieren sich

Speed-Dating an der Mittelschule Mühldorf: So geht Berufswahl heute

Fotografin Veronika Freudling setzte die Schüler im Workshop „Dein Bewerbungsfoto“ ins rechte Licht.
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Fotografin Veronika Freudling setzte die Schüler im Workshop „Dein Bewerbungsfoto“ ins rechte Licht.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Sechs renommierte Ausbildungsfirmen aus dem Landkreis hatte Maria Korber von „sprungbrett bayern“ in die Mittelschule Mühldorf bekommen, um sich am Speeddating-Tag den Schülern zu präsentieren.

Mühldorf – Speeddating taugt nicht nur, um in der Liebe den Partner fürs Leben zu finden.

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„Ihr sucht heute auch nach dem Partner fürs Leben – aber in Form des Berufs oder des Betriebs, in dem ihr bis zur Rente bleibt“, brachte Beate Hager, Lehrerin an der Mittelschule Mühldorf, das etwas ungewöhnliche Berufswahl-Projekt für ihre Schüler auf den Punkt. Sie ist als Schule-Wirtschaft-Expertin im Landkreis Mühldorf das Bindeglied zwischen den Bereichen Schule und Wirtschaft.

Hyuray Yozgyur (15), 9 c Mühldorf Ich möchte später Feinwerkmechaniker werden und habe mich bei der Firma MBM informiert. Man arbeitet dort mit einem CNC-Programm aus einem Metallstück wird ein Werkstück gefräst. Die Ausbildung dauert drei Jahre, man braucht den Qualifizierenden Abschlussr. Ich kann das Speeddating nur weiterempfehlen, mir hat es gut gefallen, da es sehr informativ war.

Sechs Firmen als Sprungbrett dabei

Sechs renommierte Ausbildungsfirmen aus dem Landkreis hatte Maria Korber von „sprungbrett bayern“, der größten Börse für Betriebspraktika in Bayern in die Mittelschule Mühldorf bekommen, um sich am Speeddating-Tag den Schülern zu präsentieren. Mit dabei waren Atoma Multipond, MBM, Netzsch, ODU, Viscotec und ZF.

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32mal hat „sprungbrett bayern“ dieses Speeddating in ganz Bayern durchgeführt, zum ersten mal allerdings in der Region. Als Hauptsponsor hatte Korber die Bayerische Metallindustrie bayme gewinnen können. Bayme-Geschäftsführer, Marc Hilgenfeld war in Mühldorf dabei und beklagte: „Es gibt einen fundamentalen Fachkräftemangel in Bayern, was im Umkehrschluss heißt, dass es für alle Bewerber die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz gibt. Die Leute, die wir jetzt nicht ausbilden, fehlen in den nächsten Jahrzehnten“.

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„Ihr könnt heute Betriebe und Ausbildungsplätze kennenlernen“, nannte Schulleiterin Regina Hornig die Vorteile des Projekts für Schüler und Betriebe. „Die Firmen stellen ihre Berufsbilder vor und können zukünftige Arbeitskräfte anwerben.“

Sophia Gold (13), 8 d Mühldorf Mein Berufswunsch ist noch offen. Ich finde die Veranstaltung ganz gut. Man kann sich verschiedene Berufe ansehen. Ich habe mich bei der Firma ODU über den Beruf der Fachinformatikerin informiert. Jetzt mache ich ein Praktikum bei Norma. Das Speeddating kann ich weiterempfehlen. Ich finde es auch gut, dass wir in einer Gruppe waren, weil man sich dann eher traut, Fragen zu stellen.

Maria Korber erklärte den Ablauf: „Jeder Schüler hat die Möglichkeit, fünf Gesprächsrunden von je 25 Minuten zu absolvieren.“ Außerdem wurden drei Workshops angeboten: ‚Erfolgreiches Bewerben‘; ‚Stärken stärken – meine Fähigkeiten und Stärken‘ und ‚Dein Bewerbungsfoto‘.

Regina Scherer (13), 8 b GTKMühldorf Ich war bei der Aschauer Firma ZF. Mir wurde der Arbeitsplatz einer Bürokauffrau für Organisationsmanagement erklärt. Ich erfuhr auch, was die Firma herstellt und welchen Abschluss ich für eine Lehrstelle brauche – den Mittelschulabschluss. Am besten mache ich ein Betriebspraktikum bei der Firma. Mich hat das heutige Speeddating weitergebracht – ich kannte die Firma ZF noch nicht.

Trinkflasche und Handystativ

Das war der Startschuss für ein reges Treiben in der Mittelschule. Schülerinnen und Schüler saßen in Gesprächsrunden, in denen sie wichtige Informationen bekamen oder Fragen stellen konnten, sie besuchten Workshops und nahmen am Gewinnspiel teil. Jeder Teilnehmer bekam obendrauf eine Trinkflasche und ein Handystativ geschenkt.

Robin Unertl, (25) AusbilderMBM GrünbachDas Speeddating ist eine sehr gute Sache, junge Menschen auf den Weg zum Beruf zu bringen. Sie erfahren, welche Firmen es in ihrer Region gibt, wo sie ein Betriebspraktikum absolvieren und was sie nach der Schule für einen Beruf ausüben können. Die Schüler lernen auch, dass Berufswahl spätestens in der 8. Klasse beginnt. Sie erhalten wichtige Vorinformationen über ihren späteren Beruf.

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