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Rechtsmediziner fanden verräterische Spuren

Aufsehenerregender Fall beschäftigt die Justiz: Zwei Frauen wegen Giftmord in Töging angeklagt

Der 75-jährige Rentner wurde im August 2021 auf dem Friedhof Töging beerdigt. Im Oktober wurde sein Grab wieder geöffnet.
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Der 75-jährige Rentner wurde im August 2021 auf dem Friedhof Töging beerdigt. Im Oktober wurde sein Grab wieder geöffnet.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Der Prozess vor dem Schwurgericht nach der Exhumierung eines 75-Jährigen beginnt Mitte September. Es sind 13 Verhandlungstage angesetzt.

Traunstein/Töging – Zwei Frauen im Alter von 55 und 30 Jahren stehen unter Verdacht, einen 75-jährigen Rentner aus Töging vergiftet zu haben (wir berichteten).

Sie müssen sich ab 13. September an 13 Verhandlungstagen wegen gemeinschaftlichen Mordes vor dem Schwurgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Volker Ziegler verantworten. Mit dem Urteil wird nach derzeitigem Plan Mitte November gerechnet.

Dritte gaben Hinweise auf ein Verbrechen

Darüber, in welcher Beziehung die beiden Frauen zu dem Opfer stehen, wurde bisher von der Staatsanwaltschaft Traunstein nichts bekannt gegeben.

Die Leiche des am 5. August 2021 verstorbenen Rentners war eine Woche nach dessen Tod auf dem Friedhof Töging zur letzten Ruhe gebettet worden. Nach Hinweisen von dritter Seite auf Anhaltspunkte für ein eventuelles Verbrechen wurde das Grab knapp zwei Monate später am frühen Morgen des 1. Oktobers 2021 geöffnet, der Leichnam auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Traunstein exhumiert und obduziert.

Tatsächlich fanden sich bei den Untersuchungen durch das Institut für Rechtsmedizin an der Universität München Spuren eines von den Ermittlern bislang nicht benannten Gifts. Ins Visier der Staatsanwaltschaft Traunstein geriet in der Folgezeit zunächst eine Frau, die seit Dezember 2021 in Untersuchungshaft sitzt, wie damals Staatsanwalt Björn Pfeifer bestätigte.

Hintergründe und Motiv noch unbekannt

Eine weitere Frau aus Töging wurde aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse im Januar 2022 vorläufig festgenommen und inhaftiert. Inzwischen laufen die Fäden dieses aufsehenerregenden Verfahrens bei dem Traunsteiner Staatsanwalt Markus Andrä zusammen. Zu Hintergründen des Falles und vor allem hinsichtlich des Motivs äußerte er sich noch nicht.

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Andrä, zuständig für die Bearbeitung von Gewaltverbrechen, vertritt auch die Anklageseite in der aufwendigen Hauptverhandlung. Nach dem Auftakt am 13. September wird der Prozess nach Auskunft von Andrea Titz, Pressesprecherin des Landgerichts, am 15. und 16. September fortgesetzt, danach am 4., 11., 13., 24., 27. und 31. Oktober sowie am 3., 7., 14. und 15. November – jeweils um 9 Uhr.

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