Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Geschätzte Kosten von 15 Millionen Euro

Stadt muss Bahnunterführung erweitern - Bürgermeister Hetzl spricht von „Wahnsinnsprojekt“

Höher muss sie auf jeden Fall werden: die Unterführung an der Kapellenstraße.
+
Höher muss sie auf jeden Fall werden: die Unterführung an der Kapellenstraße.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
    schließen

Der Stadt Mühldorf bleibt keine andere Wahl. Die Unterführung an der Kapellenstraße muss erweitert werden - aufgrund von gesetzlichen Vorgaben. Doch die Kosten bereiten dem Bürgermeister und einigen Stadträten Sorgen.

Mühldorf – Der Stadtrat hat jetzt dem Ausbau der Unterführung an der Kapellenstraße zugestimmt – auch, weil ihm keine andere Möglichkeit blieb. Das machte die jüngste Sitzung deutlich, in der die Mitglieder mit einer Gegenstimme für den Bau aussprachen.

Bürgermeister Michael Hetzl (UM) erläuterte dem Gremium, dass die Stadt die Erweiterung der Straße verlangen müsse.

Maße entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben

Das habe die Regierung von Oberbayern der Stadt auf Anfrage mitgeteilt. Denn die Maße entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Da die Bahn die Unterführung erneuern will, muss die Stadt dafür sorgen, dass die Maße der Straße angepasst werden. Die Kosten für diese Erweiterung, zu der auch ein Fuß- und Radweg gehören sollen, müsse die Stadt tragen, sagte Hetzl. Die Bahn müsse ihrerseits der Stadt eine Entschädigung zahlen, weil sie den Neubau brauche. Dieses Geld flösse allerdings erst nach Ende der Baumaßnahme. Die Regierung gewähre Fördergeld.

15 Millionen geschätzte Kosten

Die voraussichtlichen Kosten für die Stadt bezifferte Hetzl auf 15 Millionen Euro. Offen ist derzeit noch, ob und inwieweit sich der Landkreis beteiligt. Ihm gehörte die Straße früher, mit der Übergabe an die Stadt vor einigen Jahren wurde eine finanzielle Unterstützung im Fall eines Neubaus der Unterführung vereinbart.

„Ohne Förderung können wir uns das gar nicht leisten“, sprach Bürgermeister Hetzl von einem „Wahnsinnsprojekt, technisch und finanziell.“ Wie die neuen Maße der Unterführung sein werden, wie breit Geh- und Radwege ausfallen, hänge auch von der Höhe der Förderung ab.

Stadtrat Schörghuber würde lieber ein Hallenbad bauen

Trotz der Rechtslage formulierten einige Stadträte ihren Unmut. Stefan Schörghuber (CSU) sagte, die Stadt brauche das Geld dringender für Sportanlagen, die Sanierung von Turnhallen oder den Bau eines neuen Hallenbads. „Ich stimme dagegen.“ Er forderte, über Alternativen nachzudenken. Schörghuber nannte eine Einbahnstraßenregelung. „Die Chancen, die anderen Dinge zu machen, sind sonst auf Jahrzehnte vorbei.“

Stadtrat Kraft spricht von skurriler FInanzierung

Laut Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner schließt das hohe Verkehrsaufkommen eine Verkleinerung oder eine Einbahnstraßenregelung aus. Laut Hetzl gehört der Ausbau der Unterführung zu den Pflichtaufgaben der Stadt. Die Förderung des Sports sei dagegen freiwillig. Deshalb dürfe die Stadt für den Bau einen Kredit aufnehmen, was für den Bau von Sportstätten nicht möglich sei. Dr. Matthias Kraft (Grüne) nannte das Vorgehen eine „skurrile Finanzierungsmöglichkeit“, bei der die Last auf die Kommune abgeschoben werde.

Mehr zum Thema

Kommentare