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Corona-Übersicht

Die Schnelltests unter den Arkaden kommen: Am 17. Mai soll es in Mühldorf losgehen

Waldkraiburg bleibt der Spitzenreiter im Landkreis. Die Zahl der aktiven Fälle dort beträgt 172.Klinger
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Waldkraiburg bleibt der Spitzenreiter im Landkreis. Die Zahl der aktiven Fälle dort beträgt 172.

In der Mühldorfer Altstadt soll es künftig zwei Möglichkeiten für Schnelltests geben. Neben der Stadtverwaltung will auch Apotheker Anton Locker Menschen testen. Ein Teil der Angebote ist kostenlos. Das gilt vor allem für die Tests, die die Stadt im Haberkasten anbieten will. Darüber hat Bürgermeister Michael Hetzl (UM) jetzt den Finanzausschuss der Stadt informiert.

Mühldorf – „Ziel ist es, mit aktuellen Tests den Zugang zu den Mühldorfer Geschäften zu ermöglichen“, so Hetzl. „In weiteren Schritten soll dies bei Gastronomie und Kultur erfolgen.“ Die kostenlose Schnelltestmöglichkeit sei ein Beitrag der Kreisstadt zur Unterstützung der Geschäftswelt, indem bei bestimmten Inzidenzwerten der Einkauf ermöglichlicht werde. Die Stadt will laut Hetzl die Organisation übernehmen und das Personal unterstützen. Die eigentlichen Tests sollen medizinisch geschulte Mitarbeiter übernehmen.

Finanzausschuss stimmt den Kosten von 55.000 Euro zu

Der Finanzausschuss hat den Kosten von voraussichtlich 55.000 Euro einstimmig zugestimmt. Ein Teil soll nach den Vorstellungen Hetzls durch Spenden gedeckt oder mit anderen Stellen – Hetzl nannte das Landratsamt, den Freistaat oder den Bund – verrechnet werden.

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Die Kosten entfallen laut Hetzl mit etwa 5.000 Euro auf ein EDV-Programm zur Registrierung und Verwaltung der Testdaten, der Rest werde für die Tests verwendet, knapp drei Euro pro Stück. Einmal die Woche kostenlos testen will ab Mitte Mai auch Anton Locker in der Arkaden-Apotheke. Denn darauf hat jeder Bürger in Bayern ein Recht. Wer sich häufiger testen lassen will, muss 25 Euro pro Test zahlen.

Knapp zehn Prozent der Landkreisbürger haben die zweite und abschließende Impfung bereits hinter sich.

Kooperation mit dem Campus Mühldorf eingegangen

In den vergangenen Tagen hat Locker ein Team aufgebaut, das die Tests durchführen kann. Dazu gibt es nach seinen Angaben eine Kooperation mit demCampus Mühldorf. „Ich habe 21 hochmotivierte Studenten als Mitarbeiter der Arkaden-Apotheke angestellt“, teilt Locker dazu mit.

20 Testplätze stehen zur Verfügung

Locker will die Tests ab dem 17. Mai anbieten, bis dahin hofft er, dass die Internetverbindung steht, die für die Verwaltung der Daten notwendig sei.

Nach Angaben des Apothekers steht nach nur 15 Minuten nach dem Test das Ergebnis fest. Negativ Getesteten soll dann der Einkauf oder Besuch von Cafés und Gaststätten möglich sein. Das negative Testergebnis werde direkt auf das Handy gesendet, auf Wunsch gebe es auch ein Zertifikat in Schriftform. Sollte der Test ein positives Resultat zeigen, werde der Betroffene laut Locker nach den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes an das Gesundheitsamt gemeldet.

Hausherr Reichert unterstützt die Aktion

Der Schnelltest beginnt nach einer Anmeldung per E-Mail im Innenhof der Apotheke an der Ledererstraße. Im Gebäude befinden sich 20 Testplätze. Nach dem Test geht es Richtung Stadtplatz wieder raus. Die zusätzlich benötigten Räumlichkeiten stelle der Hausherr Max Reichert kostenlos zur Verfügung, sagt Locker.

Ziel: Läden, Geschäfte, Eisdielen und Cafés sollen wieder öffnen

Sein Ziel ist es – wie das von Bürgermeister Hetzl –, dass Läden, Geschäfte,Wirtshäuser, Cafés und Eisdielen am Stadtplatz wieder so öffnen können wie vor der Pandemie. Auch Locker hofft auf einen weiteren Rückgang der Inzidenz. Auch wenn das dann vermutlich auch für ihn mehr Arbeit bedeutet. Dann nämlich dürften auch die Außengastronomie beziehungsweise die Biergärten wieder öffnen. Und Locker ist sich ziemlich sicher, dass der Ansturm auf die Tests entsprechend groß sein wird.

In diesen Gemeinden gibt es Testangebote

Auch in anderen Gemeinden gibt es Testangebote: Einen Drive-In und Testraum hat die St. Josefs Apotheke in Aschau eingerichtet, wo nach einer Anmeldung über deren Homepage ein Test im Fünf-Minuten-Takt möglich ist.

Die Apotheke hat auch ein entsprechendes Angebot für die Besucher im Wildpark Oberreith: Dort ist seit Freitag wieder ein Besuch mit negativem Test möglich. Deshalb hat die Apotheke mit dem Wildpark vor Ort eine Teststation aufgemacht, die aber nicht nur den Besuchern des Wildparks offen steht.

Terminbuchung zum Teil nur über die Hompage

In Ampfing bietet die St. Martinsapotheke mit Unterstützung der BRK Bereitschaft Ampfing Tests an. Eine Anmeldung ist nur über die Homepage möglich, offener Termin ist donnerstags von 16.30 bis 20 Uhr. In Waldkraiburg testen die Antonius-, Rosen- und Sonnen-Apotheke. Weitere Testmöglichkeiten im Landkreis gibt es in der St. Jakobs-Apotheke in Buchbach, in der Grafschaft-Apotheke in Haag, in der Stadt-Apotheke und St. Johannes-Apotheke in Neumarkt-St. Veit, in der Schloss-Apotheke in Schwindegg und in der Inn-Apotheke in Mühldorf.

Das Infektionsgeschehen im Überblick

ImZuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorfist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag gibt es 19 neue bestätigte Corona-Fälle. Der Schwerpunkt der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen lag laut Pressestelle des Landratsamtes mit 47,1 Prozent (Vorwoche 38,9 Prozent) in der Altersgruppe von 35 bis 59 Jahren, gefolgt von der Altersgruppe 15 bis 34 Jahre mit 28,3 Prozent (Vorwoche 29,1 Prozent). Kinder bis 14 Jahre spielten mit 9 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Neun Personen werden am Inn-Klinikum beatmet

Unter den Neuinfektionen in diesem 7-Tage-Zeitraum befanden sich drei Reiserückkehrer. In der Stadt Waldkraiburg hat sich die Lage weiter verbessert mit einer rechnerischen Inzidenz von ca. 294 gegenüber ca. 494 in der Vorwoche. Unverändert gibt es einen nachgewiesenen Fall der südafrikanischen Virus-Mutation sowie fünf Verdachtsfälle. 28 Personen, die mit Corona infiziert sind, befinden sich aktuell im Krankenhaus. Davon befinden sich nach Angaben des Inn-Klinikums neun auf der Intensivstation und werden beatmet – drei in Mühldorf und sechs in Altötting

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