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WASSERWACHT VERZEICHNET EINSATZREKORD

Die Schnelleinsatzgruppe Töging plant Veranstaltungen zu Ehren des 50. Jubiläums

Beim Wachdienst im Freibad Hubmühle im vergangenen Juni misst Daniel Blaschke Fieber bei einem Patienten, bevor dieser die Wachstation betreten darf.
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Beim Wachdienst im Freibad Hubmühle im vergangenen Juni misst Daniel Blaschke Fieber bei einem Patienten, bevor dieser die Wachstation betreten darf.

Bei der Wasserwacht-Ortsgruppe Töging-Winhöring hat die Corona-Pandemie ihre Spuren hinterlassen. Keine Schwimmkurse, nur wenige Ausbildungsmöglichkeiten und schwindende Einnahmen prägten das vergangene Jahr, das dennoch mit einem Einsatzrekord endete.

Töging – Davon berichtete Vorsitzender Martin Wiedenmannott in der kürzlich stattgefundenen virtuellen Jahresversammlung, an der 35 Mitglieder teilnahmen. Die Neuwahlen waren zuvor in einer kurzen Präsenzveranstaltung durchgeführt worden. Wiedenmannott berichtete von einem Rekord von 27 Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe (SEG).

Von treibenden Personen über eine Bootsbergung bis hin zu Tierrettungen und Totenbergungen waren die Anforderungen an die Einsatzkräfte groß. Einsatzschwerpunkt war der Innkanal mit 14 Einsätzen. Mehr als 30 Aktive der Wasserwacht-Ortsgruppe stehen bereit, um zu Notfällen auszurücken.

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Eine Besonderheit waren die im Frühjahr eingerichteten Bereitschaftsgruppen, die an sieben Wochenenden im Dienst waren. Grund war der große Freizeitdruck, der im April wegen des schönen Frühlingswetters und der geschlossenen Badeanstalten entstanden war. Anders als üblich gestaltete sich der Dienst im Freibad Hubmühle. Vor der Öffnung des Bades im Juni hatte die Wasserwacht ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet.

Durch die verkürzte Badesaison und die Einschränkungen bei der Mannschaftsstärke kamen im Freibad nur 1603 ehrenamtliche Wachstunden zusammen. Insgesamt summierten sich die Dienststunden auf 6445. In einem normalen Jahr leisten die Wasserwachtler um die 17.000 Stunden.

Ortsgruppe Töging-Winhöring stellt Ausbildung auf Online-Format um

Auch in der Ausbildung hat das Corona-Virus seine Spuren hinterlassen. Der Anfängerschwimmkurs für Kinder musste ausfallen und bei der Ausbildung der eigenen Einsatzkräfte gab es erhebliche Einschnitte. Eine Aktive konnte sich zur Wasserretterin qualifizieren, eine weitere Aktive bestand die Prüfung zur Motorbootführerin und mit Michael Kammhuber verfügt die Ortsgruppe nun über einen siebten Einsatztaucher. Die Ortsgruppenleitung erkannte, dass neue Methoden der Ausbildung notwendig wurden. So findet der wöchentliche Übungsabend freitags online statt.

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Der Personalstand ist mit aktuellen 279 Mitgliedern befriedigend, dennoch konnte aufgrund von fehlenden Veranstaltungen kaum Werbung betrieben werden. Dem scheidenden Jugendleiter Korbinian Ebner zufolge war es schwierig, Kinder und Jugendliche für die Wasserwacht-Arbeit zu gewinnen. Gruppenstunden konnten nur in sehr geringem Umfang stattfinden, an ein Schwimmtraining war kaum zu denken. Gleichzeitig verließen einige Jungmitglieder aufgrund ihres Alters die Jugendgruppe und gingen in die aktive Mannschaft über. So muss im laufenden Jahr ein besonderer Wert auf die Gewinnung von Neumitgliedern gelegt werden.

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Von einem soliden Kassenstand berichtete Kassierin Petra Wiedenmannott. Zwar fielen durch den Entfall der Veranstaltungen etwa 5.500 Euro weg, auf der anderen Seite mussten nur wenige größere Investitionen getätigt werden. Im Jahr 2021 stehen teure Investitionen in ein neues Einsatzfahrzeug, in die Renovierung der Einsatzzentrale und in neue Sonartechnik an, so die Kassierin.

In diesem Jahr jährt sich zum fünfzigsten Mal die Gründung der SEG Töging, die eine der ersten mobilen Wasserrettungseinheiten in Bayern war. Um das Jubiläum zu feiern, plant die Ortsgruppe mehrere Veranstaltungen, deren Durchführung vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängen. (re)

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