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Waldbrände in Griechenland und der Türkei

Die NASA als Ferienbegleiter: So erlebt eine Mühldorfer Familie Waldbrände in Griechenland

In Griechenland kämpft die Feuerwehr unermüdlich, um die Brände einzudämmen, die im ganzen Land ausgebrochen sind. Auf der Insel Euböa, im antiken Olympia auf dem nordwestlichen Peloponnes und in anderen Teilen des Landes sind die Feuer wieder ausgebrochen.
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In Griechenland kämpft die Feuerwehr unermüdlich, um die Brände einzudämmen, die im ganzen Land ausgebrochen sind. Auf der Insel Euböa, im antiken Olympia auf dem nordwestlichen Peloponnes und in anderen Teilen des Landes sind die Feuer wieder ausgebrochen.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Waldbrände in Griechenland und der Türkei prägen auch den Urlaub. Für eine Mühldorfer Familie ist deshalb die NASA zum Reisebegleiter geworden

Mühldorf/Navarino – Es ist eine eigenartige Situation, die Kahtarina Vähning beschreibt. Die Mitarbeiterin der OVB-Heimatzeitungen macht Urlaub in Griechenland auf dem Peloponnes, wo seit Tagen große Waldbrände wüten. Auch ihre Ferienbucht Navarino stand im Zeichen der Feuer. „Hier gab es auch Waldbrände in der Nähe, aber unsere Unterkunft war nicht betroffen“, berichtet sie.

Trotzdem ist das Thema allgegenwärtig, denn dicke Rauchschwaden wehen über das Wasser der Bucht. Sie kommen zumeist von Olympia her, das 100 Kilometer entfernt liegt. „Wir haben gestern Löschflugzeuge gesehen, die Wasser getankt haben. Das geht natürlich nicht spurlos an einem vorbei.“

Rauchschwaden von Olympia verdecken den Sonnenuntergang: Katharina Vähning macht derzeit Urlaub in der Bucht von Navarino. „Olympia ist etwa 100 Kilometer weit entfernt. Normalerweise ist das Firmament klar. Die dunkle Decke sind keine Wolken, sondern Rauch“, schreibt sie zum Foto.

Bizarre Bilder am Strand

Sie spricht von einem bizarren Bild: „Löschflugzeuge fliegen, Surfer gleiten über das Wasser und eine fette Yacht ankert mitten in der Bucht.“ Sie sagt: „Überfluss trifft Katastrophe.“

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Trotzdem bemühten sich alle um Normalität. „Man hat auf jeden Fall den Eindruck, dass die Einheimischen froh sind, wenn der Tourismus soweit wie möglich laufen kann.“ Schließlich hat die Branche in Griechenland massiv unter Corona gelitten.

Angst vor dem nächsten Tag

Auch die Menschen in der Türkei hatten auf einen unbeschwerteren Sommer gehofft, bevor sie von den Waldbränden überrascht wurden, wie es sie so wohl noch nicht gab, berichtet Elke Ahern. Die Mühldorferin lebte zwölf Jahre lang in Marmaris, bevor sie an den Inn zurückkehrte. Das Haus ihrer Familie steht dort noch, in unmittelbarer Nähe der großen Brände.

Sorge um Glutnester unter der Erde

„Eine Nachbarin hat erzählt, dass sie sich tagelang gefragt hätten, ob sie noch bleiben können oder die Häuser am nächsten Tag nicht mehr stehen.“

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Denn die Flammen hätten sich von den äußeren Rändern Marmaris über einen Berg gefressen bis zu dem Ortsteil, in dem Ahern noch vor Kurzem lebte. „Es ist sehr schlimm für die Menschen dort.“ Allein in Marmaris verbrannte nach Angaben lokaler Behörden eine Fläche von mehr als 16 000 Hektar.

Die heimische Feuerwehr sei völlig überfordert gewesen, sagt Ahern. Anwohner hätten geholfen, aus dem ganzen Land seien Feuerwehren angereist.

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Auch für die, die bislang keine Schäden an ihrem Hab und Gut erlitten haben, bleibt die Situation angespannt. „Man hat richtig die Angst herausgehört“, berichtet sie. Alle wüssten, dass sich die Glut unbemerkt unter der Erdschicht oft tagelang halten und plötzlich neue Feuer entfachen könne. „Alle sind in Habacht-Stellung.“

Der Blick auf die NASA-Brandkarte

Ein neuer Urlaubsbegleiter: Die Waldbrandkarte der NASA gibt derzeit auch Urlaubern aus der Region wichtige Informationen, falls sie sich in Ländern mit schweren Waldbränden aufhalten.

Auch für die Vähnings bleiben die Feuer Teil des diesjährigen Sommerurlaubs, denn gibt es drei Brandherde in der Nähe ihrer Bucht: in Olympia, Ichalia und Mani. „Auf der Waldbrandkarte der NASA kann man verfolgen, wie sich die Rauchschwaden verteilen“, erzählt Katharina Vähning. Und wo die schlimmsten Feuer wüten.

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