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Keine Kooperation mit Schwindegg

Die Mehrkosten gaben den Ausschlag: Buchbach bekommt einen eigenständigen Bauhof

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Das Raumkonzept für den Buchbacher Bauhof.
  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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Der Marktgemeinderat hat die Weichen in Sachen „Bauhof“ gestellt. Er hat sich mehrheitlich für einen eigenständigen Bauhof ausgesprochen, der neben dem Wertstoffhof entstehen soll. Grundlage für diese Entscheidung waren die Ergebnisse des Arbeitskreises, der extra dafür ins Leben gerufen wurde.

Buchbach – Der Arbeitskreis hat geprüft, welche Variante die günstigste für Buchbach ist. Das Ergebnis war eindeutig: Der Arbeitskreis empfahl Bürgermeister und Marktgemeinderat einstimmig, für die Eigenständigkeit zu stimmen.

Arbeitskreis hat viel Zeit investiert

Die Mitglieder des Arbeitskreises Franz Bauer senior, Karl-Heinz Kammerer, Manfred Kroha, Salih Akyildiz, Martin Fischer (alle CSU/FWB), Joachim Schöngut (Grüne/Unabhängige) und Philipp Rinberger (Umlandliste Buchbach) haben sich viel Arbeit gemacht. In sieben Sitzungen haben sie sich ausführlich mit dem Thema „Bauhof“ auseinandergesetzt: Da wurde ermittelt, welche Aufgaben der Bauhof zu erfüllen hat, wie viel Personal er zur Verfügung hat und welche Räumlichkeiten. Dann wurde ein Konzept erarbeitet, wie ein neuer Bauhof aussehen könnte und was er leisten muss.

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Viel Zeit hat er darauf verwendet, die Kosten gegenüber zu stellen: Dabei galt es die Kosten für einen eigenständigen Bauhof den Kosten gegenüberzustellen, die anfallen würden, wenn der gemeinsame Bauhof über einen Zweckverband betrieben werden würde.

Gemeinsamer Bauhof ist mit erheblichem Mehraufwand verbunden

Es zeigte sich, dass der Bau eines eigenständigen Bauhofgebäudes rund 850 000 Euro kosten würde. Er hätte den Vorteil, dass hier auch die Hackschnitzelheizung für die geplante gemeindliche Nahwärmeversorgung untergebracht werden könnte. Hier fallen noch einmal Kosten von rund 300 000 Euro an.

Das wurde den Kosten bei einem gemeinsamen Bauhof mit der Gemeinde Schwindegg für die Miete des Bauhofgebäudes sowie die Personal- und Maschinen- und Gerätekosten sowie kalkulatorische Kosten wie Abschreibungen und Verzinsung gegenübergestellt. Dabei zeigte sich, dass „ein Zusammenschluss der beiden Gemeinden in Form einer Zweckverbandslösung für Buchbach mit erheblichen jährlichen Mehraufwendungen verbunden ist.“

Für das eigene Personal fallen zehn Prozent Mehrkosten an

Beim Personal heißt das beispielsweise: Bei der Eigenständigkeit kann einer der Bauhofmitarbeiter (Vorarbeiter) die Verwaltungstätigkeit für die restlichen Mitarbeiter übernehmen. Veranschlagt wird der geschätzte Aufwand von rund neun Stunden die Woche. Damit kann die Position eines Bauhofleiters entfallen.

Da die Abrechnung und die kaufmännische Verwaltung der Mitarbeiter bei einem Zweckverband zusätzliche Arbeit mit sich zieht, wird von der Gemeinde Schwindegg für diese Tätigkeit laut vorliegender Satzung ein Aufschlag von zehn Prozent berechnet. „Also zahlen wir für unsere Kollegen, die im Zweckverband aufgenommen werden, einen Aufschlag von zehn Prozent“, fasst es Salih Akyildiz aus dem Arbeitskreis zusammen.

Fünfprozentiger Aufschlag bei Maschinen, Fahrzeugen und Werkzeugen

Ein anderer Aspekt sind die Maschinen, Werkzeuge und Fahrzeuge, die dem Markt Buchbach gehören. Sie haben derzeit einen Buchwert in Höhe von beinahe 240.000 Euro, das als Eigenkapital in den Zweckverband übereignet werden sollte. Nach der Übereignung werden genau diese Geräte je nach Einsatzzeit mit einem fünfprozentigen Aufschlag auf die Gerätepreise an die Marktgemeinde wieder verrechnet.

Der Arbeitskreis bezweifelte, dass mögliche Einsparungen, die durch eine eventuelle effizientere Arbeitseinteilung entstehen, die Mehraufwendungen decken werden.

Eigenständigkeit bedeutet bessere Kontrolle

Zusammenfassend urteilte der Arbeitskreis: Viele Tätigkeiten, die vom Bauhof ausgeführt werden, gehören zu den Kernaufgaben einer Gemeinde, wie die Wasser- und Abwasserversorgung, oder der Gebäudeunterhalt. Bei einer Eigenständigkeit hat die Gemeinde die größten Einfluss-, Kontroll- und Steuermöglichkeiten auf diese Kernaufgaben.

Den direkten und flexiblen Einfluss auf den Bauhof einer Gemeinde abzugeben, muss daher genau überlegt sein. Insbesondere, wenn dies mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist. Einen Versuch für die nächsten zehn Jahre kann es nicht geben, der Schaden wäre zu groß.

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